Historische Landtechnik
Renchtäler Schlepperfreunde eröffnen Museum
- Ein weiterer Meilenstein für die Renchtäler Schlepperfreunde: Ortsvorsteher Andreas Kimmig (links), Minister a. D. Willi Stächele (2. von links), Vorsitzender Josef Brandstetter und Bürgermeister Christoph Lipps (rechts) bei der Eröffnung des neuen Museums im ehemaligen „Weinbergblick“ in Bottenau
- Foto: Hermann Brüstle
- hochgeladen von Matthias Kerber
Oberkirch (st) Die Renchtäler Schlepperfreunde haben am Sonntag, 24. Mai, ihr eigenes Museum im ehemaligen „Weinbergblick“ in Bottenau eröffnet. Zahlreiche Besucher kamen zur offiziellen Eröffnung und erhielten Einblicke in die Ausstellung historischer Schlepper und landwirtschaftlicher Geräte.
Der Verein wurde am 30. August 1999 gegründet und zählt heute über 100 Mitglieder. Mit der Übernahme des ehemaligen „Weinbergblicks“ als Vereinsheim konnten die Renchtäler Schlepperfreunde ihren lang gehegten Wunsch nach eigenen Räumlichkeiten erfüllen. Die Räume wurden bereits im Februar 2020 bezogen. Nach umfangreichen weiteren Arbeiten, unter anderem zur Verbesserung von Brandschutz und Fluchtwegen, ist dort nun mit viel ehrenamtlichem Engagement und Liebe zum Detail ein Museum in den Nebenräumen entstanden, das historische landwirtschaftliche Technik und regionale Geschichte für Besucherinnen und Besucher erlebbar macht.
Ehrenamt und Heimatverbundenheit
In seinen Grußworten würdigte Bürgermeister Christoph Lipps das große ehrenamtliche Engagement der Renchtäler Schlepperfreunde. „Nach dem 25-jährigen Vereinsjubiläum vor zwei Jahren ist dies ein weiterer Meilenstein in Ihrer Vereinsgeschichte“, betonte Lipps. Besonders erinnerte er an die Übernahme des ehemaligen „Weinbergblicks“ durch den Verein: „Sie hatten zugesagt, das markante Gebäude pünktlich zur Fertigstellung in neuem Glanz erstrahlen zu lassen – und Sie haben Wort gehalten.“ Ein solches Projekt gelinge nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Der Verein zeige eindrucksvoll, was durch Gemeinschaftsgeist, Ehrenamt und große Leidenschaft entstehen könne. „Sie bewahren nicht nur alte Maschinen, sondern halten auch unser Brauchtum und damit unsere Heimat lebendig“, hob Lipps hervor.
Auch Minister a. D. Willi Stächele zeigte sich beeindruckt vom neuen Museum. „Hier ist Gutes entstanden“, sagte er in Anlehnung an das Motto der Stadt Oberkirch. Geburtstage seien immer auch ein Anlass, in die Vergangenheit zu schauen, zu sehen, was geleistet wurde, und gleichzeitig zu erkennen, welchen Auftrag man für die Zukunft habe. Besonders das Ehrenamt und die Verbundenheit zur Heimat verdienten große Anerkennung.
Ortsvorsteher Andreas Kimmig bezeichnete den ehemaligen „Weinbergblick“ als prägendes Gebäude für Bottenau. Die Entwicklung des Projekts zeige, dass „alles richtig gut gelaufen“ sei und der Verein Außergewöhnliches geleistet habe.
Historische Schlepper bei den Heimattagen
Auch bei den Heimattagen Baden-Württemberg 2026 engagieren sich die Renchtäler Schlepperfreunde aktiv: Beim Landesfestumzug im September werden zahlreiche historische Schlepper Teil des Umzugsbildes sein und das historische Brauchtum der Region präsentieren.






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