Landesgartenschau 2032
Aus der Räderbachinsel wird ein neuer Park
- Hans-Peter Kopp (v. l.), Oliver Martini und Jutta Herrmann-Burkart führen über die Räderbachinsel.
- Foto: gro
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg 2032 wird in Offenburg die Landesgartenschau stattfinden. Die Planungen laufen bereits seit einigen Jahren, Anfang 2026 haben die ersten Arbeiten begonnen. Bei einem Rundgang vom Stadtteil- und Familienzentrum Pfähler Villa bis zur Räderbachinsel präsentieren Baubürgermeister Oliver Martini, Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp und Jutta Herrmann-Burkart, LGS-Geschäftsführerin, den aktuellen Stand.
Neue Wegeverbindungen
"Wir wollen zwischen der Pfähler Villa und der Räderbachinsel neue Wegeverbindungen schaffen", erklärt Oliver Martini. Bislang ist das Gebäude in erster Linie vom Südring aus zu erreichen. Das soll sich ändern: Drei Stege sollen nach der Landesgartenschau das Gebiet erschließen.
Die Veranstaltungshalle hinter der Pfähler Villa ist in die Jahre gekommen und wird abgerissen. Eine neue Halle wird – nach Vorbild der bestehenden Stadtteil- und Familienzentren – rechts von der Pfähler-Villa entstehen. Dort befindet sich derzeit noch das Gebäude des Jugendarbeitsprojektes. "Das Projekt ist in einem anderen der Jugendberufshilfe aufgegangen", so Hans-Peter Kopp. Es wird weiter bestehen, allerdings an einem anderen Ort.
Wenig einladend präsentiert sich der Räderbach an dieser Stelle: Er ist ein dünnes Rinnsal, das Bachbett ist voller Sedimente. Das wird sich im Zuge der Landesgartenschau ändern. "Wir stellen die Insellage wieder her", so Jutta Herrmann-Burkart. Künftig wird dieser Bereich vom Mühlbach und dem Räderbach umschlossen. Der nicht barrierefreie Steg vom Stadtteil- und Familienzentrum in den Stadtteil Stegermatt wird neu gebaut.
Die neu entstehenden Flächen werden begrünt. "Wir achte darauf, möglichst viele Bäume zu erhalten", betont die LGS-Geschäftsführerin. "Im Zuge der Landesgartenschau werden in dem Gebiet 900 Bäume neu gepflanzt." Das Unterholz wird gelichtet, es sollen Sichtbeziehungen entstehen.
Über den Südring geht es auf das bereits geräumte Gelände der Räderbachinsel, auf dem sich bis Ende vergangenen Jahres noch Kleingärten befanden. "Es wird Querungshilfen über den Südring geben", so der Baubürgermeister. Wie genau diese aussehen werden, wird im Zuge der Planung entschieden.
Wer am Südring steht und in Richtung Pfadfinderheim im alten Wasserwerk schaut, hat derzeit freien Blick. Während der Gartenschau soll dort ein Park entstehen. Ist die Veranstaltung vorbei, sind im vorderen Teil Gemeinschaftsgärten vorgesehen. In Richtung Wasserwerk bis zum Mühlbach entsteht ein Park mit Aufenthaltsqualität. Auch in diesem Bereich wird es neue Querungen geben, so dass zwischen den Ufern des Mühlbachs gewechselt werden kann. Im hinteren Bereich wurden Anfang des Jahres Eidechsen-Habitate eingerichtet. Verwendet wurden dabei Bodenplatten und Holz aus den Gärten.
Zwischen dem alten Wasserwerk und dem DJK-Stadion wird eine offene Parkanlage mit sportlichem Angebot – ein Ninja- und ein Pumptrack – entstehen. Das Containerdorf wird Mitte 2027 abgebaut. Dann beginnen auch in diesem Bereich die Arbeiten. Dort ist Stand heute auch ein Spiel- und Aussichtsturm vorgesehen. "Wir brauchen Frequenzbringer für die einzelnen Bereiche", erklärt Jutta Herrmann-Burkart, warum sich die Landesgartenschau GmbH einen solchen Turm wünscht. Beide Bürgermeister machen aber deutlich: Es ist noch nichts entschieden, der Bau steht unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit. "Wir rechnen mit Fördermitteln aus dem Tourismusbereich", erklärt Oliver Martini. Hans-Peter Kopp bringt außerdem das Thema Sponsoring des Turms durch die Bürger mit ein.
Form eines Tannenzapfens
Folgende Grundvorgaben gibt es derzeit: Der Turm soll die Form eines Tannenzapfen haben und so das Thema Schwarzwald aufnehmen. Er soll 32 Meter hoch werden. Das wurde mit Hilfe einer Drehleiter der Feuerwehr ermittelt. "Sonst sieht man nichts", so Baubürgermeister Martini trocken. Nachempfundene Schuppen eines Tannenzapfen könnten als weitere Spiel- und Klettergeräte dienen. "Im Frühjahr 2027 soll die Vorplanung stehen, dann muss der Gemeinderat entscheiden, ob gebaut wird oder nicht", so Oliver Martini.






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