Umweltminister Untersteller übergibt Preise an Stadt Offenburg
Für Bemühungen beim Klimaschutz ausgezeichnet

Die Auszeichnung erfolgte in Friedrichshafen: (v.l.) Udo Benz (Ortenauer Energieagentur), Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Minister Franz Untersteller und Offenburgs Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte.
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  • Die Auszeichnung erfolgte in Friedrichshafen: (v.l.) Udo Benz (Ortenauer Energieagentur), Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Minister Franz Untersteller und Offenburgs Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte.
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Offenburg (st). Oberbürgermeisterin Edith Schreiner freut sich: „Ein externer Gutachter hat uns jetzt bestätigt, dass wir mit unseren Klimaschutzbemühungen auf dem richtigen Weg sind.“ Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte stimmt der Rathauschefin zu: „Dass wir bereits aus dem ersten Audit mit über 66 Prozent gehen, ist ein toller Erfolg.“ 50 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl benötigt eine Kommune, um als „Europäische Klimaschutz- und Energiekommune“ ausgezeichnet zu werden. Am vergangenen Donnerstag überreichte der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller in Friedrichshafen OB Schreiner die Auszeichnung.

Er hob das herausragende Ergebnis im Bereich „Interne Organisation“ hervor, in dem die Stadt 84 Prozent der möglichen Punktzahl erreicht hat. Punkten konnte die Stadtverwaltung vor allem damit, dass auf der Arbeits-, Entscheidungs- und Beratungsebene die Arbeitsgruppen und Gremien funktionieren, um eine gute kommunale Klimaschutzpolitik zu ermöglichen. Systematische Planung der Klimaschutzmaßnahmen, eingebettet in die städtische Haushaltsplanung, regelmäßige Berichte und Diskussionen in den politischen Gremien sowie die Information der Öffentlichkeit über die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen gehören dazu.

Neben der „Internen Organisation“ hat der externe Gutachter, Leonard Meyer von der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award (EEA), das städtische Engagement in den Bereichen „Mobilität“, „Entwicklungsplanung, Raumordnung“, „Kommunale Gebäude und Anlagen“, „Kommunikation, Kooperation“ sowie „Versorgung, Entsorgung“ bewertet. In allen Sparten konnte Offenburg deutlich mehr Punkte als die 50-Prozent-Marke erreichen.

„Insgesamt ein erfreuliches Ergebnis, auf dem wir uns keineswegs ausruhen wollen“, stellt Schreiner klar. „Das Instrument des European Energy Award zeigt uns auch genau auf, wo wir noch nachlegen können.“

Anregungen aus dem Audit sollen nun in die Planung der Klimaschutzmaßnahmen für den Aktionsplan 2017/2018 einfließen. 2020 will sich die Stadt erneut dem kritischen Auge eines externen Gutachters stellen, sonst verliert sie die Auszeichnung. Schreiner gibt sich zuversichtlich: „Unser Ehrgeiz ist geweckt. In den kommenden Jahren wollen wir auf Goldkurs gehen.“

Der European Energy Award (eea) ist ein internationales Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für den kommunalen Klimaschutz. Etwa 300 Kommunen nehmen in ganz Deutschland teil. Es gibt zwei Auszeichnungen: mehr als 50 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl und in Gold bei mehr als 75 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl.

Die Stadt Offenburg hat die Teilnahme am EEA 2012 mit dem Klimaschutzkonzept beschlossen und ist 2015 mit der Gründung des Energieteams in den Prozess eingestiegen. Udo Benz von der Ortenauer Energieagentur und Udo Schoofs von der Energieagentur Regio Freiburg begleiten den Offenburger Prozess fachlich.

Die Auszeichnung erfolgte in Friedrichshafen: (v.l.) Udo Benz (Ortenauer Energieagentur), Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, Minister Franz Untersteller und Offenburgs Klimaschutzmanagerin Bernadette Kurte.
Zentrale Mobilitätsstationen mit Leihrädern, E-Ladestationen und Bushaltestelle – wie hier am Kulturform – gehören zum Konzept der Stadt Offenburg.

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