Förderverein: Wenn viele helfen, kann viel bewirkt werden für krebskranke Kinder
"Gemeinsam erreichen wir mehr" lautet das Motto

Prof. Dr. Charlotte Niemeyer (Mitte vorne) zeigt den Kuratoriumsmitgliedern die Unikinderklinik.
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  • Prof. Dr. Charlotte Niemeyer (Mitte vorne) zeigt den Kuratoriumsmitgliedern die Unikinderklinik.
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Offenburg (djä). Wer derzeit im Offenburger E-Center unterwegs ist, kann es kaum übersehen: Noch bis zum 9. Dezember werden auch in diesem Jahr Lose für die Weihnachtstombola verkauft. "Zugunsten des Fördervereins für krebskranke Kinder e.V. Freiburg i. Br." steht auf den Plakaten und die Losverkäufer erklären den Käufern gerne, was es damit auf sich hat. Die meisten Menschen, die Lose kaufen, wissen allerdings sehr genau, warum sie dies tun. Sie wollen Kinder und ihre Familien unterstützen, die gegen eine heimtückische Krankheit kämpfen müssen: gegen Krebs.

Seit 1980 setzt sich der Förderverein für deren Belange ein. "Der Verein wird heute von über 2.000 Mitgliedern getragen. Die zahlreichen Spenden jedes Jahr zeigen das große Vertrauen der Menschen in den Förderverein", sagt Wolfgang L. Obleser, Mitglied im Kuratorium. Das Vertrauen erstreckt sich auch auf die Uniklinik, wo mit der Ärztlichen Direktorin Prof. Dr. Charlotte Niemeyer eine international anerkannte Kapazität der Kinderkrebsheilkunde tätig ist. Der Förderverein will alles erdenklich Mögliche tun, um erkrankten Kindern und ihren Familien zu helfen.

Dazu gehören die Forschung, wie Krebs entsteht, aber auch die Verbesserung der medizinischen und personellen Versorgung, die der Förderverein finanziell unterstützt. Es ist ein Zusammenspiel vieler Komponenten vor Ort, die die Heilungschancen jedes einzelnen Kindes verbessern. Vor allem aber müssen Familien, die um das Leben ihres Kindes bangen müssen, aufgefangen und betreut werden.

Seit über 20 Jahren gibt es deshalb das Elternhaus direkt neben der Kinderklinik. Der Förderverein hat es mit Spendengeldern erbaut. Die monatlichen Kosten, ebenfalls aus Spenden aufgebracht, belaufen sich auf 65.000 Euro, eingeschlossen der Personalkosten für die umfassende Betreuung. "Das Projekt ist entstanden aus der schwierigen Situation der Eltern, die oft monatelang mit ihrem Kind in der Klinik verbringen. Die damals katastrophale räumliche und personelle Situation in der Unikinderklinik führte zur Gründung des Fördervereins", erzählt Obleser. Viele dort Engagierte verbindet die gemeinsame, schwere Erfahrung einer Krebserkrankung in der Familie oder ihrem Umfeld. Alle Spenden und Bemühungen fließen deswegen ins Elternhaus und die Vereinsprojekte wie die Förderung der Forschung in Freiburg. "Jeder gespendete Cent kommt 1:1 an. Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich". Was Obleser auch betont: Die Spenden und Beiträge bleiben in der Region. Jeder Spender kann sich vor Ort ansehen, was mit seinem Geld gemacht wird. Ein Wirtschaftsprüferbüro kontrolliert jährlich die Finanzen. Transparenz ist dem Förderverein wichtig.

Bis zu 8.000 Spenden im Jahr ermöglichen derzeit, die Situation der betroffenen Familien zu verbessern. Dabei zählt jeder Euro – egal, wie hoch der Gesamtbetrag ist. Ob Jubiläum oder Aktionen wie eine Tombola oder ein Basar, ob Einzelperson, Schulklasse, Verein, Kollegenkreis oder Firma: "Viele kleine Mosaiksteinchen ergeben ein großes Ganzes", weiß Obleser. Viele berühmte Menschen werben mit ihrem Namen für die gute Sache. "Und jedes Mitglied ist ein Multiplikator", sagt er.

Eine große Herausforderung wartet in den kommenden Jahren auf den Förderverein: Eine neue Kinderklinik wird gebaut und das bisherige Elternhaus ist zu weit davon entfernt. Die Nähe ist jedoch extrem wichtig. Deshalb wird der Förderverein ein neues Elternhaus bauen. Das erfordert einen enormen finanziellen Kraftakt. Aber der lohnt sich, finden die Verantwortlichen. "Ich habe die Erfahrung selbst gemacht, als Kind in einer Klinik zu liegen. Mit zwölf Jahren war ich lungenkrank", sagt Obleser. Nun sei es doch nur richtig und logisch, etwas abzugeben an andere, denen es nicht so gut geht.

Stichwort: "Helfen hilft"

Der "Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Freiburg im Breisgau" garantiert, dass jeder gespendete Euro ausschließlich für die Belange der kranken Kinder verwendet wird. Informationen zur Mitgliedschaft von Einzelpersonen und Firmen sowie Spendenkonten gibt es im Internet unter www.helfen-hilft.de oder per Telefon unter 0761/275242.

Prof. Dr. Charlotte Niemeyer (Mitte vorne) zeigt den Kuratoriumsmitgliedern die Unikinderklinik.
Aus Überzeugung gemeinsam mit vielen Mitstreitern im Förderverein aktiv: Kuratoriumsmitglied Wolfgang L. Obleser
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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