Impfzentrum in der Messe Offenburg
Land hat bei Stadt angefragt

In der Messe Offenburg soll ein zentrales Impfzentrum eingerichtet werden, teilt die Stadt Offenburg mit. | Foto: gro
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Offenburg (st). Der Stadt Offenburg als mittelbadischem Oberzentrum liegt aktuell eine Anfrage der Landesregierung vor, im Kampf gegen COVID-19 ein Impfzentrum zu errichten. Eine erste Standortprüfung durch die städtische Abteilung Brand und Zivilschutz habe ergeben: Offenburg sei leistungsfähig und könne in drei Wochen die nötige Infrastruktur dafür bieten, täglich bis zu 3.000 Personen zu impfen. Laut Plänen des Landes soll das Impfzentrum bis zum 15. Dezember betriebsbereit sein.

Ein Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vom 6. November sehe vor, dass die einzelnen Bundesländer eigenverantwortlich Impfzentren errichten. In einem ersten Schritt sollen in ganz Baden-Württemberg acht Zentral-Impfzentren (ZIZ) eingerichtet werden – jeweils zwei in einem Regierungsbezirk. Im weiteren Verlauf sollen im Januar 2021 weitere kleinere Impfzentren in den Kreisen eingerichtet werden, insgesamt 50 im Land. Mobile Impfteams sollen sobald als möglich in Pflegeeinrichtungen entsandt werden, um möglichst viele Risikogruppen impfen zu können.
Ausschlaggebend für die Auswahl Offenburgs seien für das Sozialministerium offensichtlich der zentrale und verkehrsgünstig gelegene Messestandort im mittelbadischen Raum. Oberbürgermeister Marco Steffens sieht laut Pressemitteilung der Stadt Offenburg als Oberzentrum in der Pflicht, diese gestellte Mammutaufgabe zu stemmen: „So kann unsere Stadt auf dem Weg aus der Pandemie einen maßgeblichen Beitrag leisten.“

Standortprüfung vorgenommen

Für den Katastrophenschutzbeauftragten der Stadt, Peter Schwinn, sei es eine Herausforderung. Innerhalb kürzester Zeit habe der Feuerwehrkommandant als Leiter des Amts für Brand und Zivilschutz die Standortprüfung durchgeführt. Das Ergebnis: Offenburg habe sowohl die räumlichen als auch die personellen Voraussetzungen auf dem Messegelände, um die ambitionierte Logistik eines Zentralen Impfzentrums stemmen zu können – auch unter Corona-Bedingungen und Einhaltung der AHA-Regeln. Nach den Vorgaben der Gesundheitsministerkonferenz sollen stündlich bis zu 300 Menschen geimpft werden. Das Zentrum soll täglich zwölf Stunden, von 7 bis 20 Uhr, geöffnet sein.

Der Katastrophenschutzerfahrung Peter Schwinns sei es zu verdanken, dass die Offenburger Planungen anderen Standorten bereits voraus seien. Die Organisation stünde und es gehe jetzt darum, unter der organisatorischen Leitung von Peter Schwinn, der medizinischen Leitung von Dr. Doris Reinhardt von der Kassenärztlichen Vereinigung sowie Sandra Kircher, Leiterin der Messe Offenburg Ortenau, das Zentrum in nur drei Wochen an den Start zu bringen.

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