Franz Müntefering kommt als Redner zum Jubiläum
Seniorenbüro - vom Freizeittreff zum Netzwerk

Montags trifft sich die Aquarellgruppe der Senioren unter der Leitung von Karl Vollmer.
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Offenburg (tf). Ob dieses innovative Konzept für ein Seniorenbüro schon 1993 der entscheidende Punkt war, dass Offenburg als einer der zwei Standorten für das Modellprojekt des Bundes ausgewählt wurde, kann man heute nicht mehr sagen. Doch die Maxime, dass Senioren ihre eigenen Ideen und Fähigkeiten einbringen, Projekte vorschlagen und Inhalte gestalten, hat sich bis heute bewährt. „Wir sind dann nur die Dienstleister, die Räume und Infrastruktur zur Verfügung stellen und die Werbung übernehmen“, freut sich die heutige Leiterin des Seniorenbüros, Angela Perlet.

Begonnen hat es mit sechs Personen – heute sind es über 70 bürgerschaftlich Engagierte aus verschiedensten Altersgruppen, die sich in diversen Angeboten einbringen. Gerade bei den Angeboten zum Thema Handybedienung können beispielsweise Ältere von Jüngeren lernen und so generationsübergreifend Kontakte knüpfen. Auch das Projekt Lesepaten verbindet Alt und Jung miteinander. Als eines der ersten Projekte gibt es die Lesepaten noch heute. „Viele Kinder kennen das Vorlesen gar nicht mehr von Zuhause, dabei ist es doch so schön, mit Kindern Bücher zu entdecken“, sagt Leonore Fey, die das Projekt seit 1994 leitet. Im Wandel der Zeit haben sich die Angebote natürlich verändert: Heute gibt es Computerkurse für Senioren in Kooperation mit der VHS, das Forum Offenburg bietet monatlich ein Seniorenkino an und der Senior Service betreut ausländische Studenten der Hochschule.

“Wichtig ist uns auch eine wertschätzende Haltung“, sagt Angela Perlet. Darum bietet sie mit Silvia Falk den Projektleitern regelmäßige Veranstaltungen und Fortbildungen an, gestalten Weihnachtsfeiern und andere Zusammenkünfte.

Ein zweites Standbein des Seniorenbüros ist der seit 2012 bestehende Pflegstützpunkt. Hier gibt Kerstin Niermann kompetente Unterstützung bei Fragen rund um Pflegebedürftigkeit, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Finanzierung und allen weiteren Fragen zum Thema Begleitung älterer Familienmitglieder. „Leider kommen viele Menschen erst eine Minute nach zwölf“, bedauert Niermann. „Doch wir wollen gerade durch präventive Beratung das passende Angebot für die jeweils individuellen Bedürfnisse finden.“ Zudem bietet das Seniorenbüro Hilfen an, damit ältere Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können. So helfen die Mitglieder der Werkstatt bei kleinen Reparaturen, Sozialpaten und Demenzlotsen helfen in schwierigen Situationen und Notlagen. War das Seniorenbüro zunächst mehr Freizeittreffpunkt, so ist es heute zu einem Netzwerkknoten geworden.

Das Seniorenbüro und seine Mitarbeiter freuen sich über jede neue Idee und Menschen, die sich bürgerschaftlich engegieren wollen. Im Rahmen des Jubiläums hält Franz Müntefering als Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen am Donnerstag, 5. Juli, um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema „Älter werden in dieser Zeit“. Gleichzeitig startet die Ausstellung „Was heißt schon alt“ in der Stadtbibliothek. Weitere Angebote des Jubiläumsjahres finden sich im ausliegenden Flyer.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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