• 23. Januar 2018, 19:24 Uhr
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Stiftung und Institut suchen die besten Kindertagesstätten Deutschlands
Stegermatt-Kita ist nur noch wenige Schritte vor Berlin

Beobachten und Notizen machen: Elena Lässle (hinten l.) und Katharina Ullrich von der Deutschen Kinder- und Kugendstiftung und vom Berlina Kita-Institut.
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Beobachten und Notizen machen: Elena Lässle (hinten l.) und Katharina Ullrich von der Deutschen Kinder- und Kugendstiftung und vom Berlina Kita-Institut. (Foto: rek)

Offenburg (rek). "Der Deutsche Kita-Preis würdigt Menschen, die hart daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können", so die Stifter des Wettbewerbs für Kindertagesstätten. Unter den besten zehn deutschen Kindertagesstätten befindet sich auch die katholische Kindertagesstätte im Stadtteilzentrum Stegermatt. Für drei Tage hatte die Einrichtung Besuch aus Berlin von zwei Expertinnen, die nach Gesprächen und Beobachtungen ihren Bericht anfertigen, auf dessen Grundlage die Jury die Preisgelder zwischen 10.000 und 25.000 Euro an die besten fünf Einrichtungen vergibt.

Von den insgesamt über 70 Kindern der Tagesstätte fehlen derzeit ein Großteil aufgrund grippaler Erkrankungen, erklärt Kita-Leiterin Anja Nicaise die herrschende Ruhe am Dienstag. Von Montag bis Mittwoch machen Elena Lässle, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, sowie Katharina Ullrich, Berliner Kita-Institut, Station in Offenburg. Zusammen mit mehreren Teams reisen sie durch Deutschland und besuchen die zehn Finalisten für jeweils drei Tage.

"Gespräche mit Eltern, Betreuern, Kindern und den Trägern" stehen auf der Tagesordnung, erklärt Lässle. Dazu werden die Portfolios, die von den Kindern erarbeiteten Mappen, in Augenschein genommen, um die Aktivitäten in der Kita beurteilen zu können. "Wie erleben die Kinder die Kita?", lautet natürlich eine zentrale Frage, so Ullrich über die laufenden Tage in Offenburg. "Wir beobachten die Kinder in ihrem Alltag, beim Spielen, gemeinsamen Essen und anderen Tätigkeiten", machen Lössle und Ullrich klar.

Sprachförderung als Schlüssel zur Welt etwa hat in der Kita eine große Bedeutung, so Canan Ilkhan. Die stellvertretende Kita-Leiterin schult die Kinder in der Sprache besonders in Alltagssituationen. Dass nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund Nachholbedarf hätten, betont sie.

"Wir hoffen, dass wir mit unserem gesamten Team zur Verleihung nach Berlin dürfen", ist Nicaise auf die Entscheidung der Jury gespannt. Die besten fünf Kitas Deutschlands sind für Anfang Mai in die Hauptstadt eingeladen, um einen der Geldpreise entgegenzunehmen. Ideen, wofür das Geld verwendet werden könnte, hat sie auch schon: Fortbildungen für die Erzieherinnen sind ihr wichtig. "Und dann werden Kinder, Eltern und der Träger gefragt, was sie sich wünschen.

Bis zu 75 Kinder in vier Gruppen, darunter eine Kleinkindgruppe zwischen einem und drei Jahren betreuen die 15 Fachkräfte im Stadtteil Stegermatt meist ganztags in der Zeit von 7 bis 17 Uhr.

Beobachten und Notizen machen: Elena Lässle (hinten l.) und Katharina Ullrich von der Deutschen Kinder- und Kugendstiftung und vom Berlina Kita-Institut.
Für drei Tage waren die Expertinnen in Offenburg.

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