RoboCup in Südkorea
Team Magma sichert sich den dritten Platz

Das Team Magma freut sich über den dritten Platz beim RoboCup in Südkorea. | Foto: Hochschule Offenburg
  • Das Team Magma freut sich über den dritten Platz beim RoboCup in Südkorea.
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Offenburg (st) Die simulierten Roboter-Fußballer der Hochschule Offenburg kehren als bestes nicht-chinesisches Team vom RoboCup in Incheon/Südkorea zurück. Mit Rang 3 bestätigten Teamleiter Prof. Klaus Dorer, die Communication and Media Engineering-Studentin Madhurshalini Mahalingam, die Angewandte Künstliche Intelligenz-Studenten Mike Benz und Sascha Schrempp, Doktorand Hannes Braun sowie Mitarbeiter Simon Rösch ihre Mitfavoritenrolle. Am Ende musste sich das Team Magma nur zwei chinesischen Mannschaften geschlagen geben: dem neuen Weltmeister Apollo3D und dem neuen Vize-Weltmeister Dionysus.

15 Spiele gewonnen

Im Turnierverlauf hatte Magma zwölf seiner insgesamt 15 Spiele gewonnen und dabei 71:8 Tore erzielt. Niederlagen gab es nur gegen Dionysus mit 0:3 in der zweiten Gruppenrunde und 0:2 im Halbfinale sowie mit 0:3 gegen Apollo3D in der dritten Gruppenrunde. Das Spiel um Platz drei konnte Magma gegen ein weiteres chinesisches Team, die Solidworkers, mit 3:0 gewinnen.
Erstmals kam beim RoboCup der neue Mujoco-Simulator zum Einsatz: Dieser ist physikalisch deutlich realistischer und zeigt nun die humanoiden T1 Roboter von Booster anstelle von Nao-Robotern. Es zeigte sich, dass die Chinesen mit dieser im Reich der Mitte entwickelten Technik bereits mehr Erfahrung haben. "Die Roboter von Dionysus waren die schnellsten im ganzen Teilnehmerfeld, fielen aber sehr oft hin. Das stärkste Feature der Mannschaft war, dass sie direkt aus dem Rennen heraus kicken konnten. Das hat bei Magma teils zu lange gedauert. Die Apollo-Spieler konnten zwar nicht ganz so schnell rennen wie Dionysus, fielen dafür aber deutlich weniger oft hin und verfügten eindeutig über den präziseren Kick“, erläuterte Teamleiter Klaus Dorer.

Enormer Fortschritt

Insgesamt ist der Fortschritt sowohl bei den simulierten zweibeinigen Robotern als auch bei ihren echten Vorbildern enorm. Die Dynamik des Spiels hat sich extrem gesteigert, die Roboter laufen deutlich schneller und können aus allen Lagen aufs Tor schießen. Und wo in der realen Welt früher noch Menschen hinter den großen, langsamen Robotern herlaufen mussten, um sie gegebenenfalls vor einem Sturz zu bewahren, spielen alle Roboter heute komplett autonom. Fällt einer hin, steht er einfach selbst wieder auf. Das in Incheon zahlreich anwesende Publikum war begeistert.
Dass Magma trotz der zahlreichen Neuerungen und rasanten Entwicklungen weiter zur Weltspitze gehört, zeigt welch gute Arbeit das Team der Hochschule Offenburg leistet. Andere Mannschaften wie zum Beispiel der FC Portugal hatten mit der Umstellung deutlich mehr Probleme: Der bisherige Serien-Weltmeister beendete den diesjährigen RoboCup mit null Siegen und null Toren auf Rang sechs. Und so fiebern die Magma-Teammitglieder bereits wieder der Heim-WM in Nürnberg im kommenden Jahr entgegen.

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