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Mann erschießt Ex-Partnerin und dann sich selbst

Foto: Esther Busch/EinsatzReport24

Offenburg (st) In der Händelstraße war es am frühen Montagmorgen, 6. Juli, nach ersten Zeugenaussagen zur Abgabe mehrerer Schüsse gekommen. In der Folge wurde von den Beamten des Offenburger Polizeireviers ein Mann vor einem Wohnhaus tot aufgefunden. Trotz Reanimation durch zuerst eintreffende Polizeistreifen und Übernahme der medizinischen Versorgung durch den Rettungsdienst samt Notarzt, erlag die 36-jährige Frau gegen 9 Uhr in der Offenburger Klinik ihren schweren Verletzungen. Im Rahmen der Obduktionen beider Verstobenen sollen die rechtsmedizinischen Untersuchungen Anfang nächster Woche detailliertere Erkenntnisse zu Tage bringen, so die Polizei und die Staatsanwaltschaft Offenburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die polizeilichen Einsatzkräfte konnten in der Nähe des Tatorts eine Waffe auffinden und sicherstellen. 

Bei dem verstorbenen Tatverdächtigen handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um einen 33- jährigen Mann. Bisher konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die beiden Personen einander bekannt waren. Bei dem weiblichen Opfer handelt es ich um eine 36-jährige Frau, die im Bereich des Tatortes wohnhaft war. Nach bisherigen Ermittlungen kam der 33-jährige Tatverdächtige, der nicht vorbestraft, aber wegen Beleidigung und Stalking-Vorwürfen der Polizei und der Justiz bekannt war, am Morgen in die Händelstraße und traf dort aus noch unbekannten Gründen auf das Opfer. Inzwischen ist bekannt, dass der Tatverdächtige mehrere Schüsse gegen die Frau abgegeben hatte, bevor er die Schusswaffe gegen sich selbst richtete. Eines der abgeschossenen Projektile durchschlug als Querschläger zudem die Scheibe eines auf der Straße geparkten Kleinwagens. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen war der 33-jährige Mann nicht im Besitz einer Waffenbesitzkarte oder eines Waffenscheins. Woher er die beiden Schusswaffen hatte, ist weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Es liegen weitere Erkenntnisse vor, dass der türkische Tatverdächtige mit dem Opfer eine Vorbeziehung hatte, die vor Monaten beendet wurde. Nach der Trennung soll es in der Folge zu Beleidigungen und Nachstellungen gekommen sein. 

Die Kriminalpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Bei den Befragungen und Vernehmungen stellte sich heraus, dass mehrere Personen am Montagmorgen die Knallgeräusche wahrgenommen hatten. Darüber hinaus gibt es Augenzeugen, die den von der Polizei vorerst rekonstruierten Ablauf bestätigen. Der 33 Jahre alte Mann soll am Morgen mit einem Toyota in der Louis-Pasteur-Straße geparkt haben, bevor es in der Händelstraße zu dem Angriff auf die 36-jährige Ukrainerin gekommen war. Wie inzwischen bekannt wurde, waren die beiden früher ein Paar. Nach der Trennung war auch die Polizei involviert, wobei es um Anzeigen unter anderem wegen Beleidigung, übler Nachrede und Stalking ging - auch gegenseitig. In dem durch die Polizei beschlagnahmten Toyota konnten die Ermittler eine weitere Schusswaffe auffinden.

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