Optimale Behandlung für ältere Patienten
Zertifiziertes Alters-Trauma-Zentrum

Arbeiten als interdisziplinäres Team im Alters-Trauma-Zentrum eng zusammen:  Dr. Paul Engelskirchen (v. l.), Dr. Mark-Olaf Wunderlich, Dr. Eike Mrosek, Dr. Harald Mann und Dr. Christian Haefele.
  • Arbeiten als interdisziplinäres Team im Alters-Trauma-Zentrum eng zusammen: Dr. Paul Engelskirchen (v. l.), Dr. Mark-Olaf Wunderlich, Dr. Eike Mrosek, Dr. Harald Mann und Dr. Christian Haefele.
  • Foto: Ortenau Klinikum
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). Die Unfallklinik Offenburg am Ortenau Klinikum in Offenburg bietet ab sofort für hochbetagte Unfallpatienten eine unfallchirurgische Behandlung auf allerhöchstem Niveau. Nach der Zertifizierung als Überregionales Traumazentrum sowie als sogenannte SAV-Klinik der Berufsgenossenschaften hat die Unfallklinik Offenburg jetzt auch erstmals eine Zertifizierung zum Alters-Trauma-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erlangt. Den notwendigen Qualitätsnachweis konnte die Klinik kürzlich im Rahmen eines umfangreichen Zertifizierungs-Audits mit Begehung der Betriebsstellen Ebertplatz und St. Josefsklinik durch Gutachter der DGU erbringen.

„Wir freuen uns, jetzt auch für ältere Patienten nachweislich optimale Bedingungen für die Unfallbehandlung bieten zu können“, so Dr. Eike Mrosek, Chefarzt der Unfallklinik Offenburg. Die umfassende Versorgung älterer Menschen nach erlittenen Unfällen sei eine besondere Herausforderung. „Patienten in hohem Alter bedürfen nach einem schweren Unfall in besonderem Maße einer strukturierten Zusammenarbeit von Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen“, so Dr. Mrosek.

Interdisziplinäre Behandlung

Hochaltrige Patienten weisen oft zahlreiche Begleiterkrankungen auf. Aus dem gemeinsamen Auftreten dieser Erkrankungen ergeben sich spezielle Probleme, die nur zusammen in einem interdisziplinären Team mit ausgewiesener geriatrischer (altersmedizinischer) Fachkompetenz bewältigt werden können.

Hierzu hat die Unfallklinik Offenburg ein sogenanntes orthogeriatrisches Komanagement etabliert. Hinter dem Begriff steht die enge Kooperation zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen Unfallchirurgie und Geriatrie sowie multiprofessionellen Teams aus den Bereichen Physiotherapie, Ergotherapie, Ernährungsberatung, Sozialdienst und besonders geschultem Pflegepersonal. Mittels täglicher, gemeinsamer Visiten am Krankenbett sowie wöchentlicher Teambesprechungen wird für jeden Patienten der individuelle Rehabilitationsbedarf eingeschätzt. „Erste Ergebnisse zeigen uns, dass wir im Alters-Trauma-Zentrum eine deutlich verbesserte Patientenversorgung und signifikant weniger Komplikationen für betagte Patienten erreichen als in der unfallchirurgischen Standardversorgung“, betont Dr. Mrosek.

Falls die Patienten durch ihre Begleiterkrankungen nicht unmittelbar in Anschlussrehabilitation oder nach Hause gehen können, werden sie im Rahmen einer stationären geriatrischen Frührehabilitation auf einer spezialisierten Station in der St. Josefsklinik weiterbehandelt.

Die Zertifizierung gilt zunächst für drei Jahre. Im Anschluss ist eine Rezertifizierung durch die Klinik geplant.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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