Geschäftsführer-Quartett am Start
Wackergruppe stellt sich neu auf

Das neue Geschäftsführer-Quartett der Wackergruppe: Ulrich Moosmann (v. l.), Nico Wacker, Holger Wallisch und Andreas Klein
  • Das neue Geschäftsführer-Quartett der Wackergruppe: Ulrich Moosmann (v. l.), Nico Wacker, Holger Wallisch und Andreas Klein
  • Foto: Wackergruppe/ut
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Offenburg (st/ut). Neue Geschäftsführer, eine neue Firmenstruktur und große Ziele für die nächsten fünf Jahre: Bei der Wackergruppe in Offenburg ist von Krise nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Das Unternehmen hat sich erfolgreich neu aufgestellt und investiert in diesem Jahr erneut eine siebenstellige Summe, um der anhaltend hohen Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt noch besser gerecht werden zu können. Auch die Geschäftsführung wurde erweitert: Gemeinsam mit Nico Wacker leiten Ulrich Moosmann, Holger Wallisch und Andreas Klein die Geschäfte des 1874 gegründeten Traditionsunternehmens.

Wie dynamisch sich die Wackergruppe entwickelt, zeigt am besten ein Blick auf die Zahl der Mitarbeiter. 2019 waren es erst knapp über 100, in diesem Jahr sollen es 125 werden. „Wir engagieren uns sehr im Bereich der Aus- und Weiterbildung – denn das ist die beste Strategie, um auch in Zukunft Qualität zu bauen und ein verlässlicher Partner zu sein“, sagt Ulrich Moosmann, der mit der Wackerbau demnächst wohl auch wieder in eigener Sache bauen darf: Die erst 2019 gebaute Firmenzentrale an der Kinzigstraße soll in Bälde erweitert werden. Nötig macht das die dynamische Umsatzentwicklung: 2018 erwirtschaftete die Wackergruppe noch einen Umsatz von rund 34 Millionen Euro – im laufenden Jahr dürften es 60 Millionen Euro werden. Innerhalb der nächsten fünf bis sechs Jahre werde sich diese Zahl sogar noch einmal verdoppeln.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind zwei neue Geschäftsbereiche, die aus seit Jahren schon erfolgreichen Abteilungen Wackers heraus entstanden sind. 2018 ist parallel zur traditionsreichen Wackerbau die Wackerobjekt gegründet worden, die operativ von Holger Wallisch geleitet wird. Der Schwerpunkt: schlüsselfertige Immobilien, realisiert als Generalunternehmer. Die Wohnbauprojekte Kronenquartier und Wohnen am Wasser in Offenburg, das Pflegeheim Taubergießen in Kappel-Grafenhausen oder auch das Produktions- und Verwaltungsgebäude von Sutter Medizintechnik in Emmendingen: alles Bauvorhaben von Wackerobjekt. Auch die Lieblingsbaustelle von Offenburgs Archäologen gehört dazu: Gegenüber des neuen Ree-Carré entsteht über Spuren aus dem Mittelalter auf dem früheren Dreher-Grundstück ein neuer Concept-Store der Edeka Südwest als Nahversorger für die Innenstadt. Das Erfolgsrezept der Wackerobjekt ist schnell erklärt. „Sicherheit spielt für Mitarbeiter und Bauherren eine große Rolle und das bieten wir“, sagt Holger Wallisch. „Qualität zum Festpreis und zu einem festen Termin. Unser Vorteil ist, dass wir als Teil der Wackergruppe für viele Aufgaben die nötigen Mitarbeiter direkt im Haus haben. Gleichzeitig aber können wir frei am Markt agieren und die jeweils besten Spezialisten engagieren.“

Wie wichtig dieses Engagement für die regionalen Wohnungsmärkte ist zeigen neue wissenschaftliche Untersuchungen. „Es fehlt entlang des Oberrheins jetzt und in den nächsten Jahren fast überall an bezahlbarem Wohnraum“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Nico Wacker und verweist auf eine neue Untersuchung der Uni Freiburg. Deren bekannter Volkswirtschaftler Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen hat kürzlich prophezeit, dass selbst bei potenziell sinkenden Bevölkerungszahlen bis ins Jahr 2060 Wohnraum im Südwesten Mangelware bleibe.

Mit der Wackerprojekt gibt es daher seit Anfang 2021 eine weitere Gesellschaft mit großem Wachstumspotenzial innerhalb der Wackergruppe. Diese Projektentwicklungsgesellschaft leitet Andreas Klein. „Wir sind überzeugt: Wenn wir wirklich etwas gegen die Wohnungsknappheit am Oberrhein unternehmen wollen, müssen wir aktiv auf die Suche nach Brachflächen gehen und diese entwickeln“, sagt Andreas Klein. Aufgelassene Gewerbebetriebe, halb vergessene Grundstücke, in die Jahre gekommene Liegenschaften und echte Problem-Immobilien: Genau danach sucht Klein mit seinem Team. Wo früher Fabriken rauchten und Maschinen ratterten, sollen künftig Menschen wohnen oder Ärzte praktizieren. Die entsprechenden Projekte sollen entweder selbst entwickelt oder als Generalplaner im Kundenauftrag übernommen werden. „Der Geschosswohnungsbau sowie Pflegeheime und medizinische Versorgungszentren werden in den nächsten Jahren unser Schwerpunkt sein“, sagt Andreas Klein, der seit Anfang 2021 Teil der Wackergruppe ist.

So dynamisch sich Wackerobjekt und Wackerprojekt auch entwickeln: Die Keimzelle des Unternehmens und ganz wichtig für die DNA der Gruppe bleibt die Bauunternehmung, die heutige Wackerbau, mit ihren aktuell mehr als 70 eigenen, gewerblichen Mitarbeitern. Operativ verantwortlich ist für diesen Geschäftsbereich Ulrich Moosmann als Geschäftsführer. „Unsere Stärke ist der Teamgeist. Wir sehen uns als modernes Familienunternehmen mit sich gegenseitig ergänzenden Kompetenzen.“ Davon profitieren auch die Mitarbeiter. Wer bei Wacker eine Lehre als Maurer macht, hat gute Chancen, eines Tages Polier oder auch Projektleiter zu werden. „Es ist für uns ganz wichtig, unsere Mitarbeiter voranzubringen“, sagt Ulrich Moosmann. „Und das in allen Bereichen. Bei uns nehmen sich die Poliere am Samstag Zeit, um den Auszubildenden in aller Ruhe etwas beizubringen.“ So etwas sei in der Bau-Branche leider „nicht mehr selbstverständlich“, sagt Moosmann und fügt hinzu: „Wenn man auch in Zukunft für Qualität und Termintreue stehen will, braucht es gute, engagierte Mitarbeiter, eine gute Organisation und das richtige Werkzeug. Und damit sind nicht allein Kelle oder Kran gemeint, sondern immer häufiger auch digitale Lösungen. Es bleibt also spannend!“

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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