Alles rund um das Coronavirus im Ortenaukreis
Antworten auf die häufigsten Fragen

Das Landratsamt beantwortet alle wichtigen Fragen zum Coronavirus.
  • Das Landratsamt beantwortet alle wichtigen Fragen zum Coronavirus.
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Ortenau (st). Das Landratsamt hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt. 

Wie ist die derzeitige Lage in der Ortenau?
Im Ortenaukreis sind erste Fälle bekannt geworden. Bisher konnten diese auf eine Infektionsquelle oder dem Besuch eines Risikogebietes zurückgeführt werden. Eine genaue Darstellung der Fallzahlen entnehmen Sie hier.

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten. Der Anteil an tatsächlichen Fällen, die symptomfrei verlaufen, ist nicht klar. Nach Angaben der Welt-gesundheitsorganisation (WHO) und Daten aus China spielen diese Fälle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 jedoch offenbar keine größere Rolle (Robert-Koch-Institut).

Wie lange dauert die Inkubationszeit?
Inkubationszeit ist die Zeitspanne zwischen Ansteckung mit dem Virus und dem Auftreten von Beschwerden. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann. Im Durchschnitt beträgt sie fünf bis sechs Tage (Robert-Koch-Institut).

Welche Symptome werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus führt der WHO zufolge zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten und Abgeschlagenheit. In China wurden bei einigen Patienten auch Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost berichtet. Einige Betroffene bekamen Übelkeit, einer verstopften Nase und Durchfall (Robert-Koch-Institut).

Was unterscheidet diese neue Coronavirus von anderen Viren, z. B. Influenza?
Unser Immunsystem kennt das neue Coronavirus noch nicht. Die Antwort unseres Immunsystems wird daher neu aufgebaut. An Influenza zum Beispiel, erkranken jedes Jahr viele Menschen. Deshalb hat das Immunsystem vieler Personen bereits eine Abwehr aufgebaut hat. Außerdem existieren für viele Erkrankungen Impfungen. Da dies alles für das neue Coronavirus nicht zutrifft, werden vergleichsweise viele Personen erkranken.

Muss ich mich vor einer Infektion fürchten?
Wenn 100 Menschen durch das Coronavirus erkranken, merken 80 Patienten von diesen das oft gar nicht oder haben nur leichte Beschwerden. 14 Patienten sind schwerer krank und werden ärztlich behandelt und sechs von diesen 100 erkrankten Menschen erkranken so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Vor allem ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen können schwerer erkranken. Kinder erkranken oft ohne Symptome.

Wenn das Virus gar nicht so gefährlich ist, warum dann die ganzen Maßnahmen?
Unser Körper bildet Abwehrzellen gegen ein Virus nach Kontakt mit dem Virus. Das kann mit Krankheitssymptomen verbunden sein, manchmal merkt man auch gar nichts davon. Bei einer Impfung passiert das Gleiche. Trifft nun ein Virus auf einen Körper, der schon Abwehrzellen hat, sagt der Körper: „Kenne ich schon, wehre ich ab“. Und bei entsprechender Hygiene wird das Virus dann auch nicht weiterverbreitet.

Das neue Coronavirus, trifft nun auf viele Menschen, deren Immunsystem sagt: „kenne ich nicht, muss ich erst mal Abwehrzellen bilden“. Daher steigt mit jeder Infektion die Zahl der Menschen, die bei Kontakt mit dem Virus Abwehrkräfte haben, um das Virus und damit die weitere Verbreitung stoppen zu können. Mit der Zeit muss das Virus dann immer länger suchen, bis es auf einen Menschen trifft, der noch keine Abwehr hat.

Wenn zu viele Menschen gleichzeitig krank werden, trifft es vor allem die Menschen besonders, die durch andere Krankheiten geschwächt sind. Und Sie kennen das ja alle aus Ihren Familien: je mehr Menschen erkrankt sind, umso schwieriger für die Versorgung. Das ist für unsere Gesellschaft mit Ärzten, Pflegekräften oder alten kranken Menschen genauso.

Was sollten Personen tun, die befürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirusinfiziert zu haben?
Für alle gilt: nur wer Krankheitszeichen hat ruft in der Hausarztpraxis oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 an. Ärztliche Behandlung orientiert sich, wie bei allen Virusinfektionen, an den Beschwerden. Eine Krankmeldung gibt es nur bei Krankheit.

Die 116 117 ist auch tagsüber bundesweit erreichbar. Die Informationen dort sind tagsüber aber nicht auf die Abläufe im Ortenaukreis bezogen.

Die 116 117 für den Ortenaukreis ist im ärztlichen Bereitschaftsdienst erreichbar, außerhalb der Erreichbarkeit der niedergelassenen Ärzte: werktags ab 19 Uhr – mittwochs und freitags bereits ab 13 Uhr und samstags und sonntags. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir dort nicht rund um die Uhr „Fragen zu Corona“ beantworten können.

Die Klärung einer Infektion ist kein Notfall. Wer unsicher ist bleibt in häuslicher Isolation.

Menschen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten (mehr als 15 Minuten, mit Abstand weniger als zwei Meter), bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Bis zur Kontaktaufnahme sollen – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermieden werden und die Betroffenen nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Sie sollten die Husten- und Niesetikette (niesen und husten in die Armbeuge) sowie eine gute Händehygiene beachten.

Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben oder dem Landkreis Heinsberg, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Sie sollen die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten und nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise einen Arzt kontaktieren.

Was müssen Rückkehrer aus einem Risikogebiet beachten?
Da die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen der Krankheit maximal 14 Tage beträgt, wird Personen ohne Symptome geraten, in dieser Zeit zu Hause zu bleiben um eine Weiterverbreitung am Arbeitsplatz oder der näheren Umgebung auszuschließen. Der Kontakt zu anderen Personen sollte in dieser Zeit auf das Nötigste reduziert werden. Generell ist im Haushalt eine räumliche Trennung zu anderen Haushaltsmitgliedern ratsam.

Reisende die innerhalb dieser 14 Tage Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten sich telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen. Dieser überprüft anhand einer Checkliste das Risiko, ob Sie an COVID-19 erkrankt sein könnten und meldet Sie zu einem Test an. Am Wochenende wenden Sie sich an die 116 117.

Warum macht ein Test bei gesunden Personen keinen Sinn?
Eine Ansteckung kann erst mit Beginn der Symptome sicher festgestellt werden. Wenn keine Symptome vorhanden sind, wird der Test mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ ausfallen. Das bedeutet aber nicht, dass eine spätere Erkrankung dadurch ausgeschlossen ist. Die Spanne von Ansteckung bis zum Erkrankungsbeginn dauert maximal 14 Tage. Deshalb sind auch Unbedenklichkeitsbescheinigungen bei symptomlosen Personen nicht möglich. Ein Test kann zu früh eine falsche Entwarnung geben und Sie in falscher Sicherheit wiegen. Daher wird kein Test ohne Erkrankung während der Inkubationszeit von 14 Tagen durchgeführt.

Alle bereits erfolgten Maßnahmen dienen der Eindämmung bzw. der Verlangsamung des Infektionsgeschehens. Sie werden nicht getroffen, weil der Erreger so gefährlich ist.

Was ist der Unterschied zwischen häuslicher Isolierung und häuslicher Quarantäne?
Eine Quarantäne wird von der Ortspolizeibehörde der Gemeinden angeordnet und ist rechtlich verbindlich. Dann darf man zum Beispiel das Haus nicht verlassen. Eine Isolation ist eine Empfehlung, zu Hause zu bleiben und Kontakte zu vermeiden.

Es gibt zwei Möglichkeiten, warum für Sie eine Quarantäne gefordert wird:

Sie sind selbst erkrankt oder Sie sind enge Kontaktperson eines Erkrankten und:

  • a) leben Sie im gleichen Haushalt: dann gilt die Quarantäne für die Zeit der Erkrankung (mindestens aber 14 Tage)
  • b) leben Sie in einem anderen Haushalt: dann gilt die Quarantäne für zwei Wochen

Information für Familien mit Personen in häuslicher Isolierung und Information für Familien mit Personen in häuslicher Quarantäne

Meinem Angehörigen/Kind wurde die häusliche Quarantäne bzw. Isolierung als Kontaktperson empfohlen bzw. angeordnet. Kann jetzt durch einen Test sichergestellt werden, dass mein Angehöriger/Kind nicht erkrankt ist?
Nein, siehe Antwort: Warum macht ein Test bei gesunden Personen keinen Sinn?

Meinem Angehörigen/Kind wurde die häusliche Quarantäne bzw. Isolierung als Kontaktperson (Erkrankter lebt in einem anderen Haushalt) empfohlen bzw. angeordnet. Mein Arbeitgeber verlangt von mir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Wie kann ich diese erhalten?
Gar nicht. Eine Testung ist prophylaktisch nicht möglich, siehe Antwort: Warum macht ein Test bei gesunden Personen keinen Sinn?

Meinem Angehörigen/Kind wurde die häusliche Quarantäne bzw. Isolierung als Kontaktperson (Erkrankter lebt in einem anderen Haushalt) empfohlen bzw. angeordnet. Warum gilt diese nicht auch für den Rest der Familie?
Familienangehörige dieser Personen sind sozusagen „Kontaktpersonen von Kontaktpersonen“. Für diese ist die Gefahr sehr gering. Das Robert-Koch-Institutes empfiehlt Maßnahmen nur für die direkten Kontaktpersonen, nicht aber darüber hinaus. Das bedeutet, Sie können ganz normal am täglichen Leben teilnehmen, also auch zur Arbeit gehen.

Meinem Angehörigen/Kind wurde die häusliche Quarantäne als Kontaktperson empfohlen bzw. angeordnet. Jetzt zeigen sich Krankheitssymptome. Was soll ich tun?
In diesem Fall sind sie bereits vom Gesundheitsamt registriert. Melden Sie sich dort. Ein Test wird dann veranlasst. Am Wochenende wenden Sie sich an die 116 117 und geben Sie dort an, dass Sie eine Kontaktperson sind. Dann wird weiteres veranlasst.

Mir wurde eine Isolation oder Quarantäne angeraten. Jetzt fühle ich mich krank, dass ich einen Arzt benötige. In die Notfallpraxis, Notaufnahme und Hausarztpraxis soll ich nicht. Wer kümmert sich um mich?
Auch für diese Situation ist Hilfe organisiert und wird über die niedergelassenen Ärzte koordiniert oder über die 116 117 zu den genannten Zeiten. (siehe oben)

Wie werden die Tests auf das neue Coronavirus in der Ortenau koordiniert?
Tests auf das neuartige Coronavirus koordiniert das Ortenauer Gesundheitsamt. Getestet werden Personen, die in Risikogebieten gewesen sind und erkrankt sind, oder nachgewiesenermaßen einen Kontakt zu einem bereits am Coronavirus erkrankten Patienten hatten und daraufhin krank werden. Die Hausärzte und der Ärztliche Bereitschaftsdienst melden die Kranken an das Gesundheitsamt. Dort wird die Termineinteilung koordiniert. Die Tests selbst werden nicht von den Mitarbeitern des Gesundheitsamts durchgeführt, sondern von Ärzten der ambulanten und stationären Versorgung. Nur Ärzte und das Gesundheitsamt können die Tests veranlassen. Angesichts knapper Laborkapazitäten machen wir keine Testung auf Wunsch. Sie erfolgt nur nach Indikation und ausschließlich nach Terminierung. Die Testung erfolgt an einem zentralen Ort im Ortenaukreis – nicht in den Kliniken.

Welches diagnostische Verfahren wird hierbei angewandt?
Für SARS-CoV-2 steht aktuell noch kein vor-Ort-Schnelltest zur Verfügung, daher erfolgt die Diagnostik mittels molekularbiologischer Verfahren, sogenannter Polymerase-Kettenreaktion (PCR) in dafür ausgestatteten Laboren. Die Coronavirus-Infektion betrifft vor allem die Atemwege. Daher sollten Proben aus den Atemwegen entnommen werden.

Ich habe durch das Gesundheitsamt nicht am gleichen Tag einen Testtermin bekommen. Was bedeutet das für mich?
Das ist nicht weiter schlimm. Da Sie wegen dem Krankheitsverdacht und der Symptome sowieso zu Hause bleiben müssen, ist ein Test an einem anderen Tag kein Problem. Er verkürzt die Erkrankungsdauer nicht und hat auch keinen Einfluss auf eine eventuelle Therapie.

Ich brauche eine schnelle Entscheidung, ob ich betroffen bin. Was kann ich tun. Die Hotline ist immer besetzt.
Die Testung ist kein Notfall. Wer unsicher ist, bleibt zu Hause. Trotz erheblichem Mehreinsatz von Personal und Erweiterung der Einsatzzeiten können nicht alle Anliegen sofort bearbeitet werden.
Lesen Sie diese FAQs. Falls ein persönliches Gespräch weiter erforderlich ist, versuchen Sie es bitte geduldig weiter.

Warum macht die Notaufnahme keinen Abstrich?
Die Notaufnahmen versorgen weiter alle anderen medizinischen Not-und Unfälle. Betreten Sie die Notaufnahmen nicht, wenn ein Zusammenhang mit einer Corona-Infektion besteht.

Warum macht mein Hausarzt keinen Abstrich?
In den Hausarztpraxen befinden sich viele, zum Teil chronisch erkrankte Patienten. Diese sollten vor dem neuen Virus geschützt werden. Damit keine unnötigen Kontakte in der Praxis entstehen, koordiniert der Hausarzt lediglich telefonisch den Kontakt zum Gesundheitsamt, um einen Test zu veranlassen.

Was ist über die Ursache dieser Epidemie bekannt?
Man nimmt an, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen stammt. Zwischenwirte, also weitere Tiere, wurden jedoch noch nicht identifiziert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben (Robert-Koch-Institut).

Welche Altersgruppen sind besonders betroffen?
Bei dem COVID-19-Ausbruch in China lag der WHO zufolge das Alter der Betroffenen im Mittel bei 51 Jahren, gut Dreiviertel der Fälle trat in der Altersgruppe der 30- bis 69- Jährigen auf. Das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Tod haben den Daten aus China zufolge Menschen über 60 Jahre und Menschen mit Grunderkrankungen. Die meisten Todesfälle traten in China bei den über 80-Jährigen auf. Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Bei Kindern scheint die Erkrankung vergleichsweise selten aufzutreten und dann mild zu verlaufen. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen beobachtet. Schwangere scheinen der WHO zufolge kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben (Robert-Koch-Institut).

Wie kann ich mich generell vor einer Ansteckung schützen?
Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten (Robert-Koch-Institut).

Was sollten Personen mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf beachten?
Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion:

  • zu Hause bleiben, wann immer möglich; Zimmer regelmäßig lüften
  • nicht notwendige Reisen absagen oder verschieben
  • möglichst nur für Versorgungsgänge rausgehen; Abstand von 1 bis 2 Meter zu anderen Personen halten
  • private Kontakte auf das Notwendigste reduzieren bzw. Möglichkeiten ohne direkten/persönlichen Kontakt nutzen (Telefon, Internet etc.)
  • Risikogruppen durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen; aktiv Hilfsangebote machen
  • Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern; Mahlzeiten getrennt einnehmen; räumliche Trennung von Geschwisterkindern)
  • gemeinschaftliche Treffen/Aktivitäten absagen (Vereine, Sportgruppen, größere private Feiern)
  • enge Begrüßungsrituale vermeiden (Küsschen, Händeschütteln)
  • Wichtig ist auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen kann
  • Erkrankte sollten rasch telefonisch Kontakt aufnehmen zur Hausarztpraxis oder zu anderen beratenden Stellen:
  • Beratung hinsichtlich individueller Maßnahmen
  • Beratung hinsichtlich labordiagnostischer Abklärung von COVID-19
  • Wenn in der näheren Umgebung (z. B. im privaten oder beruflichen Umfeld) Fälle von COVID-19 bekannt werden, sollte dies ebenfalls entsprechend mitgeteilt werden, um gezielte diagnostische Maßnahmen zu beschleunigen.
  • Ich habe mitbekommen, dass in den Kliniken und Arztpraxen Mitarbeiter arbeiten, die eigentlich wegen Kontakt zu Kranken in die Isolierung müssten. Warum dürfen die das?
  • Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind besonders in Hygienefragen geschult und mit der Vermeidung von Krankheitsübertragungen vertraut. Sie wurden nach ihrem konkreten Risiko eingestuft. Ist dies niedrig, dürfen sie unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen arbeiten, um die Versorgung der Kranken im Kreis zu gewährleisten.

Wie schätzt das Robert-Koch-Institut die aktuelle Lage in Deutschland ein?
Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation. Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland aktuell als mäßig eingeschätzt. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers ist zu erwarten. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern (Robert-Koch-Institut).

Ist ein Ende dieser Epidemie im Frühjahr absehbar, ähnlich wie bei der Grippe?
Dazu kann zu diesem Zeitpunkt noch nichts gesagt werden, weil dieser Virus neu ist und erst seit kurzem im Umlauf ist.

Wen kontaktiere ich bei generellen Fragen zum Coronavirus?
Hierzu wurde vom Ortenauer Gesundheitsamt ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0781/8059695 eingerichtet. Weitere Informationen und Handlungsempfehlungen gibt es auch auf der Webseite des Ortenaukreises.

Zudem hat das Landesgesundheitsamt für alle Fragen zum Virus eine Telefon-Hotline unter der Rufnummer 0711/904-39555 eingerichtet.

Weitere Verhaltensempfehlungen und Informationen
Die richtige Handhygiene spielt eine wichtige Rolle. Aktuell wird empfohlen auf das Händeschütteln zu verzichten. Das regelmäßige waschen der Hände (mindestens 20 Sekunden, bis zum Handgelenkt), wird angeraten.

  • Grundsätzlich sollte Abstand gehalten werden, insbesondere, wenn das Gegenüber zu husten und niesen beginnt. Selbst sollte man immer in die Armbeuge niesen oder husten. Eine Ansteckung bei einem kurzen Kontakt von unter 15 Minuten gilt derzeit dennoch als unwahrscheinlich. Das Tragen eines Mundschutzes ist derzeit nicht erforderlich, ebenso nicht das Aufstellen eines Niesschutzes.
  • Desinfizieren Sie regelmäßig oft genutzte Flächen wie Türklinken.
  • Taschentücher nur einmal nutzen und nach dem Gebrauch entsorgen.
  • Vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund mit den Händen.
  • Meiden Sie belebte Orte und Veranstaltungen 

Quelle: Landratsamt Ortenaukreis

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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