DRK hilft Selbstversorgern in Not
Bauernhöfe erhalten Trinkwasser

Ortenau (st). Beginnen sollte die Arbeit der Landesfachgruppe Trinkwasser Notversorgung des Badischen Roten Kreuzes eigentlich erst im kommenden Jahr. Doch auf Grund des extrem trockenen Sommers kam alles anders. Sieben Mal waren die Ehrenamtlichen des Badischen Roten Kreuzes in den vergangenen Tagen bereits im Einsatz und haben in Bad-Griesbach-Peterstal sowie in Zell-Weierbach 37 Kubikmeter Trinkwasser an Selbstversorger ausgeliefert, deren Zisternen trockengefallen waren.

Fachgruppe alarmiert

Bei einer Übung im Mai in Oppenau, bei der das 30-köpfige Rot-Kreuz-Team Wasser aus der Rench zu trinkbarem Wasser aufbereitet hatte, waren Vertreter der Gemeinde und des Landratsamtes auf die neue Fachgruppe des Badischen Roten Kreuzes aufmerksam geworden. Als nun den ersten Selbstversorgern das Wasser ausging und sie ihr Problem den Behörden meldeten, erinnerte man sich dort an die Übung im Frühjahr und alarmierte die neue Fachgruppe. Eingerichtet wurde dieser Dienst beim Badischen Roten Kreuz vor allem für Katastrophenfälle, wie Hochwasser, welche die kommunale Trinkwasserversorgung gefährden und zu ihrem Ausfall führen können. Aufgabe der Helfer ist es dann, Oberflächenwasser zu Trinkwasser aufzubereiten.

Mit ihren Gerätschaften kann die Trinkwasser-Fachgruppe aber auch Wasser aus öffentlichen Leitungen entnehmen, leicht mit Chlor versetzen und – wie jetzt geschehen – an Selbstversorger ausliefern. Da die Betroffenen sich häufig erst melden, wenn tatsächlich kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt, müssen die Ehrenamtlichen oftmals sehr flott reagieren. Das gilt besonders, wenn auf den Höfen der Hilfesuchenden neben Menschen auch Vieh und weitere Tiere leben.

Bezieher müssen bezahlen

Das Wasser, das aus den Netzen der Gemeinden entnommen wird, müssen die Beziehenden bezahlen. Das Rote Kreuz bekommt die Treibstoffkosten, die beim Wassertransport anfallen, erstattet und freut sich über Spenden.

Derzeit stehen zwei LKW für Trinkwassertransporte bereit. Einer ist in Bühl stationiert. Der zweite steht im Moment in Bad Griesbach-Peterstal, auch um die Fahrtkosten für die in Not geratenen - bisher alle aus der Ortenau stammenden - Selbstversorger zu reduzieren. Bei Bedarf könnten zwei weitere LKW für den Trinkwassertransport ausgerüstet und auch in anderen Gebieten des Badischen Roten Kreuzes eingesetzt werden. Da auf Grund der geringen Niederschläge der vergangenen Wochen mit zusätzlichen trockenfallenden Zisternen zu rechnen ist, hält sich die Fachgruppe für weitere Trinkwassernotversorgungseinsätze bereit.

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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