In zwei Modellregionen
Jugendamt startet Sozialraumorientierung
- Melanie Maulbetsch-Heidt (6.v.r.) und Marcel van Onna (3.v.r.) zu Gast bei der Renchtal-Gruppe
- Foto: Landratsamt Ortenaukreis
- hochgeladen von Matthias Kerber
Ortenau (st) Das Jugendamt des Ortenaukreises entwickelt seine Kinder- und Jugendhilfe weiter: Zum 1. Juli ist die Sozialraumorientierung in zwei Modellregionen gestartet. Ziel ist es, Familien, Kinder und Jugendliche künftig früher, passgenauer und stärker an ihrem Lebensumfeld orientiert zu unterstützen. Dafür arbeiten Mitarbeiter des Jugendamts künftig eng mit freien Trägern vor Ort zusammen. Die Erfahrungen aus den beiden Sozialraumteams sollen in die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe im gesamten Ortenaukreis einfließen.
Zum 1. Juli startet im Renchtal das Konzept der Sozialraumorientierung des Jugendamtes Ortenaukreis. Gemeinsam mit der Ohlebusch Gruppe als Partner vor Ort sollen Familien, Kinder und Jugendliche künftig schneller und passgenauer unterstützt werden. Im Kinzigtal wird die AgilEvent GmbH als neuerm Partner vor Ort unterstützen werden.
Frühzeitige Unterstützung
Ziel ist es, Unterstützung frühzeitig anzubieten und stärker am Wille der Familien auszurichten. Kinder, Jugendliche und Eltern werden dabei aktiv in Lösungen einbezogen, während Angebote vor Ort besser miteinander vernetzt werden. Alle Familien sollen künftig von präventiven Angeboten und Aktionen vor Ort profitieren.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist außerdem die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Kitas, Vereinen, Beratungsstellen, Kommunen und weiteren Partnern im Renchtal und Kinzigtal. Durch regelmäßige Netzwerktreffen sollen bestehende Angebote besser verbunden und neue Unterstützungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Zum Auftakt besuchten Jugendamtsleiterin Melanie Maulbetsch-Heidt und Marcel van Onna, Bereichsleitung Soziale Arbeit, die neuen Team persönlich. Symbolisch überreichten sie eine Pinnwand mit der Landkarte des Sozialraums. Sie steht dafür, den Blick stärker auf das Lebensumfeld der Menschen, ihre Stärken und die Möglichkeiten vor Ort zu richten.
Der Ortenaukreis sieht die Sozialraumorientierung als einen wichtigen Schritt für eine weiterhin zukunftsfähige Kinder- und Jugendhilfe. Dabei gehört der Ortenaukreis im Süden Baden-Württembergs zu den mitunter größten Flächenlandkreisen, die das Fachkonzept Sozialraumorientierung aktiv erproben und weiterentwickeln.
„Eine erfolgreiche Jugendhilfe gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Entscheidend sind Vertrauen, Kooperation und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen“, betont Maulbetsch-Heidt.
Beide Regionen übernehmen damit eine wichtige Vorreiterrolle für die zukünftige Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe im Ortenaukreis. Die Erfahrungen aus beiden Sozialraumteams werden ausgewertet und für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe im gesamten Ortenaukreis genutzt.











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