Ortenau Klinikum gut vorbereitet
Kapazitäten können geschaffen werden

Mit Stufenplänen will das Ortenau Klinikum auf die Corona-Lage reagieren.
  • Mit Stufenplänen will das Ortenau Klinikum auf die Corona-Lage reagieren.
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Ortenau (gro). Die Coronazahlen in der Ortenau steigen, am Dienstag wurde erstmals der Grenzwert von 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. "Seit Anfang Oktober verzeichnen wir einen leichten Anstieg an Patienten mit Covid-Verdacht oder bestätigten Erkrankungen im Klinikum", teilt Christian Eggersglüß, Pressesprecher des Ortenau Klinikums, mit. "Auf die aktuelle Situation ist das Ortenau Klinikum sehr gut vorbereitet und hat ausreichend Behandlungskapazitäten zur Verfügung."

Im Augenblick würden 82 Intensivplätze, darunter 50 Beatmungsplätze inklusive zwölf Kinderbeatmungsplätzen, bereitgehalten. "Es stehen täglich freie Beatmungsplätze in hoher Zahl zur Verfügung", so Eggersglüß. "Auf einen Anstieg schwerer Covid-19-Erkrankungen können wir schnell und flexibel reagieren, zusätzliche Beatmungsplätze können situationsbedingt und tagesaktuell in Betrieb genommen werden." Sowohl die Räumlichkeiten als auch die Geräte stünden zur Verfügung. In wenigen Tagen könnte, bei einer drastischen Einschränkung nicht dringlicher Operationen und elektiver Eingriffe, die Zahl der Beatmungsplätze sukzessive auf 120 gesteigert werden.

Doch im Augenblick herrscht nahezu Normalbetrieb in den Kliniken. "Seit dem Ende des bundesweiten Lockdowns wurde der Regelbetrieb wieder stufenweise aufgenommen", so Eggersglüß. "Auch bei einem leichten Anstieg an Patienten mit Covid-Verdacht oder bestätigter Erkrankungen bemühen wir uns, weiterhin keine Operationen oder elektive Eingriffe abzusagen. Zugleich beobachten wir die Situation aufmerksam und beurteilen die Lage täglich."

Für alle Häuser seien Stufenpläne zum Ausbau der Intensivkapazitäten erstellt worden, die je nach Bedarf individuell angepasst werden könnten. "Bei einem starken Anstieg der Patienten mit schweren Covid-19-Erkrankungen müssten wir zum maximalen Ausbau der Intensivkapazitäten die allgemeinen Krankenhausleistungen, also auch nicht dringliche Operationen und planbare Eingriffe, wieder deutlich herunterfahren. Mehrbettzimmer müssten erneut zu Einzel-Isolationszimmern umgewandelt werden oder aus Gründen der Isolations- und Hygienemaßnahmen Covid-Beatmungseinheiten geschaffen werden", erklärt der Pressesprecher. "Die erneute Einrichtung einer Schwerpunktklinik ist derzeit nicht geplant. Das Ortenau Klinikum bevorzugt dezentrale Lösungen für eine dezentrale Versorgung an den einzelnen Häusern bei zentraler Koordination im Klinikverbund. Auch eine erneute Einführung des im Frühjahr landesweit verhängten Besuchsverbots an Kliniken ist nicht geplant. Die aktuelle Besuchsregelung bleibt weiterhin bestehen." Laut der darf jeder Covid-19-freie Patient einen Besucher pro Tag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr empfangen. In der Klinik müssten Besucher einen professionellen Mundschutz tragen, Patienten dürften die Klinik für die Dauer des stationären Aufenthalts nicht verlassen.

"Bei einer zweiten Welle stünde das Ortenau Klinikum nicht mehr vor einer völlig neuen Situation", beschreibt Eggersglüß den Unterschied zum Frühjahr. "Wir wissen jetzt, wie und wo wir unsere Intensivkapazitäten schnell ausbauen können. Außerdem konnten wir die technische Ausstattung zur Behandlung von schweren Covid-19-Erkrankungen weiter verbessern. So haben wir allein in den vergangenen Tagen eine größere Anzahl von Beatmungsgeräten erhalten. Darüber hinaus verfügen wir aktuell über ausreichende Bestände an Schutzausrüstung." Zudem habe die Medizin aus den bisher gemachten Erfahrungen und zahlreichen Studien ein deutlich besseres Verständnis der Krankheit gewonnen. "Eine Behandlung oder Medikamente zur Heilung gibt es nach wie vor nicht", so Eggersglüß.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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