Kommunales Netzwerk Integration Ortenaukreis
Landratsamt bietet Rückkehrberatung an

Amtsleiterin Alexandra Roth (vorne, rechts) informierte Mitglieder des Kommunalen Netzwerks Integration im Ortenaukreis in Appenweier über aktuelle Themen der Zuwanderung im Landkreis.
  • Amtsleiterin Alexandra Roth (vorne, rechts) informierte Mitglieder des Kommunalen Netzwerks Integration im Ortenaukreis in Appenweier über aktuelle Themen der Zuwanderung im Landkreis.
  • Foto: Landratsamt
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Ortenau (st). Das Migrationsamt im Landratsamt Ortenaukreis hat die Mitglieder des Kommunalen Netzwerks Integration über aktuelle Themen der Zuwanderung und Integration im Ortenaukreis informiert und sie zum Austausch eingeladen. Rund 80 Interessierte aus der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe, aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden sowie von den freien Wohlfahrtsverbänden und Bildungsträgern kamen zu den dezentralen Netzwerktreffen nach Appenweier, Gengenbach und Lahr.

Rückkehrplanung

Im Mittelpunkt der Herbstveranstaltungen stand die neu eingerichtete Rückkehrberatungsstelle des Ortenaukreises in Kooperation mit dem Landesverband Badisches Rotes Kreuz, die durch EU- und Landesmittel gefördert wird. Seit September dieses Jahres beraten die drei Mitarbeiterinnen des Migrationsamts, Lara Schaub, Ingeborg Zechmeister und Regina Zeferer, Geflüchtete, die zur Rückkehr in ihr Heimatland aus eigenem Entschluss bereit oder rechtlich verpflichtet sind. Dabei klären sie die Rückkehrperspektive, unterstützen bei der individuellen Rückkehrplanung und helfen die Ausreise zu organisieren. Zudem vermitteln sie die Ausreisewilligen auch an Behörden und Konsulate und beantragen mögliche Fördermittel. Außerdem informieren sie über Reintegrationsangebote vor Ort.

Im Rahmen der Netzwerktreffen berichtete die Leiterin des Migrationsamts, Alexandra Roth, auch über den Abbau der Kapazitäten in den vorläufigen Unterkünften des Landkreises und die Entwicklungen bei den Zuweisungen in die Anschlussunterbringung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden. Natascha Kaiser, Sachgebietsleiterin des Sozialdiensts, stellte erfolgreiche Projekte im Integrationsmanagement insbesondere für Frauen und Jugendliche vor. Integrationsbeauftragte und Ehrenamtskoordinatorin Ursula Moster wies auf Schulungen für Ehrenamtliche, die sich in der Integrationsarbeit engagieren, hin.

Darüber hinaus nutzten die Ehren- und Hauptamtlichen die Gelegenheit, Fragen zu den Themen Wohnungssuche, Frauenkurse, Kinderbetreuung, Beschaffung von Ausweispapieren, Integrationsprojekte und Fördermöglichkeiten zu stellen und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Integration sei keine Einbahnstraße, so der einhellige Tenor der Netzwerkpartner. Es sei wichtig, dass Zugewanderte und Einheimische sich gegenseitig besser kennenlernen und aufeinander zubewegen. 



Hintergrundinformationen

Entwicklungen in der vorläufigen Unterbringung: Wohnten in den Gemeinschaftsunterkünften des Ortenaukreises zu Beginn des Jahres noch über 1.600 geflüchtete Menschen, sind es inzwischen weniger als 900 Personen. Die rückläufige Belegung entwickelt sich parallel zu den geringeren Zugängen in Baden-Württemberg und insgesamt in Deutschland. Zudem hat das Landratsamt 2018 bislang rund 1.000 Menschen einer Anschlussunterbringung zugewiesen.

Nationalitäten :
Aktuell machen mit einem Fünftel die Gambier die größte Gruppe der Bewohner in den Gemeinschaftsunterkünften des Ortenaukreises aus gefolgt von knapp 16 Prozent Nigerianern und rund 11 Prozent Irakern. Syrien, das in den zurückliegenden Jahren auf den vorderen Rängen stand, nimmt im Ortenaukreis mittlerweile den vierten Platz ein. Das Herkunftsland Somalia ist auf Platz fünf gerückt.

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