Windenergiepark auf Prechtaler Schanze
Offiziell in Betrieb genommen
- Gemeinsame Inbetriebnahme auf der Prechtaler Schanze von links: Stefan Böhler, Technischer Service E-Werk Mittelbaden, Bürgermeister Wolfgang Hermann, Bürgermeister Siegfried Eckert, Bürgermeisterin Helga Wössner, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Marco Steffens, Sandra Boser, Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E- Werk Mittelbaden, Regierungspräsident Carsten Gabbert, Landrat Thorsten Erny, Willi Lang und Teresa Frenssen, Projektleitung E-Werk Mittelbaden, Martin Wenz, Finanzvorstand E-Werk Mittelbaden und Dr. Nicolay Stoermer, Landratsamt Ortenaukreis
- Foto: E-Werk Mittelbaden
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Mittlerer Schwarzwald (st) Das E-Werk Mittelbaden hat mit dem Windenergiepark auf der Prechtaler Schanze einen Meilenstein gesetzt: Auf den Gemarkungen Gutach und Hausach produziert der aktuell größte Windenergiepark des E-Werks Mittelbaden in der Ortenau ab sofort 12,6 Megawatt grüne Energie für die Zukunft der Region. Gemeinsam mit Carsten Gabbert, Regierungspräsident Regierungsbezirk Freiburg, und Thorsten Erny, Landrat Ortenaukreis, haben Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden, und Stefan Böhler, Technischer Service E-Werk Mittelbaden, heute den insgesamt neun Anlagen umfassenden Windenergiepark auf der Prechtaler Schanze offiziell in Betrieb genommen.
Transformation
Für Bernhard Palm, Vorstandsvorsitzender E-Werk Mittelbaden, spielt erneuerbare Energie eine zentrale Rolle in der Transformation des Energiesektors, heißt es in einer Pressemitteilung. Er verdeutlicht den Stellenwert der Windenergie für die Region: „Wir freuen uns, dass unsere Windenergieanlagen auf der Prechtaler Schanze verstärkt grünen Strom für die Bürgerinnen und Bürger in der Ortenau produzieren, denn grüne Energie zählt zu den stärksten Säulen der Stromerzeugung. Das sehen wir schon daran, dass Ende 2025 die Windkraft erstmals die Erzeugungsmenge durch Kohle und Gas überholte.“
Windenergie in der Ortenau trägt laut der Presseinformation nicht nur zum Schutz des Klimas bei, sondern auch zur Energieautonomie, die gerade im Süden Deutschlands von großer Bedeutung ist. Industrie, Gewerbe, Rechenzentren, Haushalte, Mobilität und Wärme hätten einen hohen Strombedarf und würden Energie benötigen – Tendenz: steigend. Daher fordere Palm: „Wir brauchen Energieerzeugung dort, wo der Verbrauch stattfindet – hier in der Ortenau. Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien. Wir sind mit ihnen unabhängiger von externen Lieferungen, von geopolitischen Risiken und schließlich von Preisschwankungen. Das bedeutet Wertschöpfung für die Ortenau. Der Ertrag unserer Anlagen steht dem an der Küste in nichts nach – ein Gewinn für Umwelt, Menschen und die Zukunft unserer Region.“
65.000 Einwohner
Stefan Böhler verantwortet im E-Werk Mittelbaden die Planung und den Ausbau erneuerbarer Energien. Er fasst zusammen: „Unsere langjährige Erfahrung mit den ersten sechs Anlagen auf der Prechtaler Schanze zeigt, dass die jährlichen Windenergieerträge deutlich über unseren Prognosen lagen. Bis heute haben diese Anlagen 440 Millionen Kilowattstunden Ökostrom für die Region erzeugt. Die Erzeugungsmenge im Jahr liegt bei 65 Millionen Kilowattstunden. Mit der Produktionsmenge der drei neuen Anlagen von zusätzlich jährlich 24 Millionen Kilowattstunden können wir die Quote der erneuerbaren Energien in der Ortenau deutlich erhöhen. Mit dem Ökostrom der Prechtaler Schanze können wir ab sofort 65.000 Einwohner versorgen.“
„Mit der Erweiterung des Windparks Prechtaler Schanze auf jetzt insgesamt neun Windenergieanlagen steigt der Windpark zum größten in unserem Regierungsbezirk auf. Das ist ein beeindruckender Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung“, sage Regierungspräsident Carsten Gabbert: „Es ist nicht überraschend, dass sich dieser Windpark im Ortenaukreis befindet – denn dieser Landkreis ist in unserem Bezirk mit fast einem Drittel der Anlagen und 40 Prozent der installierten Gesamtleistung Spitzenreiter beim Ausbau der Windenergie.“
Landrat Thorsten Erny gratuliere dem E-Werk Mittelbaden zum neuen Meilenstein. „Ich freue mich, dass wir mit diesem Genehmigungsverfahren weiter zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region beitragen können.“ Im Ortenaukreis seien nun 50 Windenergieanlagen in Betrieb. „Damit kann der Strombedarf von mehr als 80 Prozent aller Haushalte im Ortenaukreis gedeckt werden“, so der Landrat.











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