Entwicklung der Inzidenz
Ortenau unter neuem Schwellenwert von 35

Der Anteil an Astrazeneca bei einer Zweitimpfung ist höher, als dies vermutet wurde – so die Erfahrung des Ortenauer Gesundheitsamts aus den Impfzentren.
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  • Der Anteil an Astrazeneca bei einer Zweitimpfung ist höher, als dies vermutet wurde – so die Erfahrung des Ortenauer Gesundheitsamts aus den Impfzentren.
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Ortenau (rek). Erstmals am 12. Mai sank die Zahl der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter den lange Zeit als magische Grenze geltenden Wert von 100. Seither ist der Wert kontinuierlich, nach Pfingsten sogar rapide, abgesunken von einem Wert Mitte 60 auf unter 20. Das Land hat reagiert und einer neue Verordnung erlassen, auch weil Unverständnis aufkam, dass beispielsweise für die Außengastronomie weiterhin Tests vorgeschrieben waren.

Mitteilung des Landratsamts am Sonntag

Es wird erwartet, dass das Landratsamt am Sonntag, 7. Juni, bestätigt, dass die Ortenau den neu eingeführten Schwellenwert von 35 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten hat – bisher waren es bereits zehn Tage – und somit der Nachweis für einen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder der Genesung etwa für den Besuch von Freibädern, Außengastronomie oder Open-Air-Kulturveranstaltungen entfällt. Zudem könnten Feiern mit bis zu 50 Personen in gastronomischen Betrieben wieder möglich sein. Wie ist diese Entwicklung zu erklären?

Gründe für die rasante Entwicklung

"Auch in der vorangegangenen Welle der Pandemie war der Rückgang der Infektionszahlen relativ schnell, nachdem der Scheitelpunkt überschritten war. Aktuell kommen – im Unterschied zur vorherigen Welle – noch die Effekte der Impfungen und der zahlreichen Testungen mit Antigen-Schnelltests hinzu", erklärt das Ortenauer Gesundheitsamt auf Anfrage. Von vielen Faktoren sei die Entwicklung nach dem Ende der Pfingstferien in den kommenden Wochen abhängig. Insbesondere spiele auch das Verhalten und die erfolgten Aktivitäten in den Ferien eine Rolle für die weitere Entwicklung. Zudem gibt es einen Reihe von Reiserückkehrern. Daher sei eine Vorhersage aufgrund der sehr individuellen Faktoren schwierig.

In den Impfzentren musste aufgrund des Mangels an Impfdosen das Terminangebot zwischenzeitlich reduziert werden. "Die Zweitimpfungen sind sichergestellt", stellt das Gesundheitsamt klar. Nach den vorliegenden Prognosen zu den Impfstofflieferungen sei als Tendenz zu erkennen, dass die Impfstofflieferungen pro Impfstoff variieren würden, aber im Gesamten konstant blieben.

Astrazeneca werde aktuell nur noch als Zweitimpfung angeboten. Dieses Vakzin erhalten Personen über 60 Jahre oder Jüngere auf ausdrücklichen Wunsch und nach einer schriftlichen Zustimmung. Nach den Erfahrungen in den Impfzentren entscheide sich die Gruppe der unter 60-Jährigen eher für eine Zweitimpfung mit den mRNA-Impfstoffen von Moderna oder Biontech. "Festzustellen ist aber auch, dass der Anteil derer, die sich bei der Zweitimpfung für Astrazeneca entscheiden, höher ist, als dies vermutet wurde", so das Gesundheitsamt.

In der Ortenau ist es aber auch nach einer vollständigen Impfung zu einigen Infektionen mit Covid-19 gekommen. "In der Regel waren dies sehr milde Verläufe oder asymptomatische Fälle", stellt dazu das Gesundheitsamt klar. Wer sich nach einer Erstimpfung infiziert hat, für den gelte die aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO): Die Zweitimpfung werde frühestens sechs Monate nach Genesung beziehungsweise nach der Diagnosestellung erwogen.

Wichtig für die Impfung von Kindern und Jugendlichen sei eine sorgfältige Abwägung des Nutzens von Impfungen gegen Covid-19 und möglichen Risiken vorzunehmen, äußert sich das Gesundheitsamt zum derzeitigen Stand. Dieser Bewertungsprozess dauere noch an.

Link zu den möglichen ab Montag geltenden Öffnungsschritten

Der Anteil an Astrazeneca bei einer Zweitimpfung ist höher, als dies vermutet wurde – so die Erfahrung des Ortenauer Gesundheitsamts aus den Impfzentren.
Der Nachweis eines negativen Tests, einer vollständigen Impfung oder einer Genesung könnte am Montag für die Ortenau entfallen.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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