Frühe Weinlese mit guten Qualitäten
Ortenauer Winzer legen Tempo vor
- Die Weinlese in der Ortenau läuft auf Hochtouren.
- Foto: Archivfoto: gro
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Ortenau Die Weinlese in der Ortenau ist in vollem Gange. Seit zwei Wochen und damit sehr früh ernten die Winzer in Oberkirch und Kappelrodeck bereits Trauben. "Wir haben für unseren Traubensaft-Secco gelesen, aber auch Findling für neuen Wein und Spätburgunder als Sektgrundwein", erklärt Sebastian Hill, geschäftsführender Vorstand der Oberkircher Winzer und Hex vom Dasenstein. "Die Traubengesundheit und Qualität sind durch die Bank weg hervorragend." Allerdings seien die Beeren sehr klein. "Dies ist qualitativ förderlich, für die Quantität jedoch schlecht", so Hill. "Wir gehen damit von einer deutlich unterdurchschnittlichen Menge in diesem Jahr aus."
"Derzeit sind die Trauben trotz ihrer geringen Größe und lockeren Struktur stabil", sagt Hill. Die Winzer der beiden Genossenschaften ernten vor allem in den Nachtstunden oder am Morgen, damit das Lesegut möglichst kühl im Winzerkeller ankommt. "Am 15. September wird vermutlich der Großteil der Ernte eingefahren sein", stellt Hill fest.
Fruchtiger Most
Die Ortenauer Weinkellerei (OWK) in Offenburg mit Lagen in ganz Südbaden hat Ende August im nördlichen Teil des Einzugsgebiets – Baden-Baden bis Ettenheim – mit der Lese begonnen. Den Anfang machten die Sorten Solaris, Spätburgunder und Cabernet Dorsa. "Die Qualität des Leseguts stimmt uns äußerst positiv", so Christhard Deutscher, Edeka Südwest, zu der die OWK gehört. Die Lese sei bewusst etwas verzögert worden, um die geschmackliche Reife der Trauben zu verbessern. Eine gute Entscheidung – durch die Niederschläge habe sich die Reife verbessert, während die Mostgewichte stabil geblieben seien. Nun gelte es, die Trauben zügig einzubringen, damit die Zuckerwerte nicht zu schnell steigen.
"Die ersten Moste zeigen sich sehr fruchtig und werden im Alkohol angenehm moderat ausfallen", erklärt Deutscher. Die Erntemenge sei allerdings geringer als üblich. Wobei es Unterschiede je nach Region gebe. Mitte September will die OWK die Hauptlese weitgehend beendet haben. "Für die kommenden Wochen wünschen wir uns gemäßigte Temperaturen mit Spitzen unter 25 Grad Celsius, kühle Nächte und ab und zu etwas nächtlichen Regen", so Deutscher.
Reben wie gemalt
"Die Reben sind wie gemalt", schwärmt Bernd Wangler, Vorstand der Winzergenossenschaft Münchweier Wallburg Schmieheim, vom Zustand in den Weinbergen. "Die Qualität ist top, das Mostgewicht stimmt auf den Punkt." Die Mengen liegen nach seiner Einschätzung im Durchschnitt und sind marktgerecht. "In den Lagen weit oben haben die Reben allerdings mit der Trockenheit zu kämpfen", so Wangler. Seit zwei Wochen läuft die Lese in der südlichen Ortenau bereits. Bis auf Weißburgunder wurde schon bei allen Sorten mit der Lese begonnen. Wangler findet: "Es ist extrem früh für alles und die Lese hat ein hohes Tempo." Ende nächster Woche soll die Hauptlese beendet sein.








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