• 13. März 2018, 12:39 Uhr
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Ernährungszentrum Ortenau mit neuem Schwerpunkt
Slogan lautet „Genieß die Region“

Dr. Martin Schreiner, Ullrich Böttinger, Friedlinde Gurr-Hirsch, Frank Scherer, Luzia Bollack-Beuschlein, Anne Körkel und Andrea Ganter, stellvertretende Leitung des Amtes für Landwirtschaft (v. l.)
Dr. Martin Schreiner, Ullrich Böttinger, Friedlinde Gurr-Hirsch, Frank Scherer, Luzia Bollack-Beuschlein, Anne Körkel und Andrea Ganter, stellvertretende Leitung des Amtes für Landwirtschaft (v. l.) (Foto: Thekla Fey)

Offenburg (tf). Landrat Frank Scherer und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch stellten am Montag den neuen Auftritt des Ernährungszentrums Südlicher Oberrhein vor. Unter dem Slogan „Genieß die Region“ wird im jetzt neuen Ernährungszentrum Ortenau der Schwerpunkt auf die Vielfalt regionaler Produkte gelenkt. Schon das neue Logo mit der Ortenauer Kirsche legt für Dr. Martin Schreiner, Dezernent Ländlicher Raum, den Schwerpunkt klar auf die regionale Produkte. Dadurch soll zudem die regionale Landwirtschaft unterstützt werden. „Höhere Wertschätzung schafft auch höhere Wertschöpfung“, so Gurr-Hirsch. Und Landrat Frank Scherer ergänzt: „Es soll einfach mehr Ortenau auf den Teller.“

Durch neue, innovative Ideen wie den Ernährungsführerschein für Drittklässler, der 2022 verpflichtend werden soll, oder niedrigschwellige, kostenfreie Angebote für Langzeitarbeitslose sollen wieder mehr Menschen ein Gefühl für gesunde Ernährung bekommen. „Unsere Esskultur besteht darin, sich eine Pizza aufzuwärmen und dann eine Kochsendung zu schauen“, sagt Friedlinde Gurr-Hirsch. „Dabei leben die Ortenauer fast im Garten Eden.“ Wie man schmackhafte gesunde, regionale und preiswerte Gerichte zaubert, hat sich das Ernährungszentrum Ortenau deshalb für die Zukunft auf die Fahnen geschrieben. Dazu sollen bereits kleine Kinder spielerisch an das Thema herangeführt werden. Die heutige Gesellschaft hat, so die Beteiligten bei der Vorstellung, die Kultur des gemeinsamen Essens fast verloren und so lernen immer weniger Kinder, wie man kocht oder wann welches Nahrungsmittel Saison hat. Durch das Schulen von Multiplikatoren wie Erziehern oder Lehrern soll den Kindern nicht nur Ernährung, sondern auch die Vielfalt der verschiedensten Nahrungsmittel nähergebracht werden.

Zu den zirka 100 Angeboten für Schulen und Kindergärten kommen 2018 noch rund 150 Angebote für jedermann. Ganz neu sind seit diesem Jahr Besuche in landwirtschaftlichen Betrieben. Vor Ort kann sich der Verbraucher ein Bild machen und seine Fragen loswerden. „Nicht nur die Besucher lernen, auch ich als Landwirtin profitiere ich von den gestellten Fragen“, sagt Anne Körkel, in deren Betrieb „Annes Ha(h)nauer“ die erste Besichtigung stattfand. So soll durch Transparenz das Vertrauen in die regionalen Betriebe gefördert werden.

Auch der Internetauftritt wurde überarbeitet. So kann man sich jetzt beispielsweise online für Veranstaltungen anmelden, wie Luzia Bollack-Beuschlein, Leiterin des Ernährungszentrums, erläuterte.

„Menschen tun das, was ihnen Spaß macht“, fasst Ullrich Böttinger, Leiter des Amts für Soziale und Psychologische Dienste, zusammen. „Darum darf man schlechte Ernährung nicht verteufeln, sondern muss gesunde Ernährung attraktiv machen.“

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