Blickpunkt Ortenau Klinikum
Übergewicht: Wenn nur eine Operation hilft
- Das Ärzte-Team des Adipositas-Zentrums: (v. l.) Oberarzt Dr. Kurt-Ulrich Adam, Oberärztin Priv.-Doz. Dr. Claudia Läßle, Chefarzt Prof. Dr. Uwe Pohlen, Oberarzt Dr. Martin Laut.
- Foto: Ortenau Klinikum
- hochgeladen von Christina Großheim
Ortenau Klinische Praxis plus wissenschaftliche Arbeit: Das Adipositas Zentrum Offenburg Ebertplatz, Abschluss der Serie „Blickpunkt Ortenau Klinikum“, bietet Beratung, Behandlung und Nachsorge auf top Niveau.
Vor gut 15 Jahren wurde in der Fachklinik Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie von Chefarzt Prof. Dr. Uwe Pohlen eine Abteilung für Adipositas-Chirurgie eingerichtet – und seither regelmäßig als Kompetenzzentrum rezertifiziert. Personell hat sich das Zentrum in den vergangenen Monaten neu aufgestellt. Neben der Leitung durch Oberarzt Dr. Martin Lau gehören die Oberärztin Privatdozentin Dr. Claudia Läßle und der Oberarzt Dr. Kurt-Ulrich Adam mit zum Team. Aktuell werden moderne Ansätze in der Adipositastherapie weiter ausgebaut und klinische Praxis mit wissenschaftlicher Arbeit eng verzahnt: „Das sorgt dafür, dass modernste Behandlungskonzepte unmittelbar den Patienten zugutekommen“, sagt Professor Pohlen.
Die weltweit gängigsten OP-Verfahren bei Adipositas sind der Schlauchmagen und der Magenbypass. Beide Methoden werden im Zentrum zu etwa gleichen Anteilen angewandt – Faktoren wie BMI (Body Mass Index), also die Ausprägung der Adipositas, Alter und Begleiterkrankungen sind Auswahlkriterien: „Es ist immer eine individuelle Entscheidung mit dem Patienten zusammen“, so Pohlen. Nach weltweit gültigen Leitlinien ist eine Operation sinnvoll ab einem BMI von über 40 bezeihungsweise über 35, falls Begleiterkrankungen vorliegen. Die Zahl der Betroffenen, die eigentlich operiert werden müssten, wird in der Ortenau mit 8.000 Menschen angenommen. Konkret operiert werden in der Fachklinik pro Jahr etwa 100 Betroffene, die in speziellen Zimmern mit speziellen Betten auf der Station untergebracht sind. Menschen in der dritten bis vierten Lebensdekade machen den Hauptanteil aus.
Sehr enger Patientenkontakt
Adipositas ist eine Erkrankung, die Operation wird daher von den Krankenkassen übernommen. Besonderer Service des Offenburger Zentrums: Die Labordiagnostik in der Nachsorge trägt die Klinik. Apropos Nachsorge: Sie ist fester Bestandteil der Behandlung, fast alles wird über die Klinik abgewickelt. Diesen Vorteil genießen Patienten auch in puncto Beratung und Behandlung vor der OP. Denn alle nötigen Spezialisten sind im Klinikverbund, inklusive MZV Ortenau, vor Ort: „Man kann sagen, dass unser Patient, wie bei einer All-inclusive-Reise, alle Kontakte über uns erhält, und wir jederzeit für ihn als Ansprechpartner fungieren." Ein weiteres Qualitätsmerkmal: Alle adipositas-chirurgischen Operationen werden ausschließlich von den drei Adipositas-Chirurgen der Fachklinik durchgeführt: „Damit ist gewährleistet, dass auch im Krankheitsfall oder als Urlaubsvertretung ein Adipositas-Chirurg den Patienten operiert und behandelt."













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