Feierstunde beim BLHV
Dieter Blaeß und Präsident Werner Räpple überreichten Urkunden

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Ortenau/Freiburg (st). Im Rahmen einer Feierstunde auf der Baden-Messe in Freiburg haben Abteilungspräsident Dieter Blaeß und BLHV-Präsident Werner Räpple jungen Landwirten nach bestandener Abschlussprüfung die Urkunden überreicht. 58 Auszubildende waren zu den Prüfungen, die zwischen Mitte Juli und Mitte August in 13 Betrieben stattfanden, zugelassen und alle haben die Prüfung bestanden. Davon hatten 40 den Weg nach Freiburg gefunden.

Unter den Absolventen waren auch Ortenauer mit dabei. Bestanden haben die Abschlussprüfung Manfre Hoferer aus Neuried, Sebastian Mellert aus Schutterwald, Till Roth ebenfalls aus Schutterwald, Herrmann Singler aus Schuttertal, Fabian Walter aus Mühelnbach und Fabian Weyer aus Hohberg.

Hohe Anforderungen und Unwägbarkeiten

In seiner Festansprache ging der Abteilungspräsident, der die Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer kurzfristig vertreten musste, auf die hohen Anforderungen ein, die nun auf die jungen Landwirte zukommen. Neben den Unwägbarkeiten der Natur – er sprach die extreme Trockenheit dieses Sommers und die Fröste im Frühjahr 2017 an - und der Unberechenbarkeit der Märkte müsse man auch den Strukturwandel in den Landwirtschaft und den rasanten technischen Fortschritt meistern. Daher sei es so wichtig, mit Risiken aller Art vernünftig umgehen zu können, damit zu rechnen und Reserven zu bilden. Im Rahmen einer guten Betriebsführung sei es entscheidend, die Risikofaktoren zu mindern und die Produktion und damit das Einkommen auf mehrere Beine stellen.

Dieter Blaeß machte den Junglandwirten aber auch Mut und zeigte Perspektiven auf. So steige weltweit die Nachfrage nach Nahrungsmitteln durch die Bevölkerungs- und Wohlstandszunahme; die Nachfrage nach nachwachsenden Energieträgern nehme zu und die Nachfrage nach regionalen Produkten ebenso. Das zusammen lasse für die Zukunft zumindest eine Stabilisierung der Erzeugerpreise erwarten.

Fundierte Kenntnisse

Damit lasse sich aber noch kein sicheres Einkommen erzielen. Dazu gehören vielmehr umfassende und fundierte Kenntnisse im Bereich der Produktion, der Unternehmensführung und der Vermarktung sowie Kaufmännische Kenntnisse. „Für den Erfolg im landwirtschaftlichen Unternehmen ist eine kompetente Betriebsführung immens wichtig, um auch in Zukunft wirtschaftlich bestehen zu können“, sagte Blaeß und rief den Berufsnachwuchs dazu auf, sich auch nach bestandener Abschlussprüfung weiter zu qualifizieren und weiterzubilden.

Diesem Appell schloss sich auch BLHV-Präsident Werner Räpple an, der den jungen Menschen Hochachtung und Respekt zollte für ihre Berufswahl und für ihren Willen, das Werk ihrer Eltern und Großeltern fortzuführen. Nur die Landwirtschaft sei in der Lage, die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen und die Kulturlandschaft zu gestalten und zu erhalten. Damit erfülle die Landwirtschaft ganz zentrale Aufgaben für die Gesellschaft insgesamt und der BLHV werde sich dafür einsetzen, dass die Aussichten für die Landwirtschaft insgesamt und die jungen Landwirte im Besonderen besser werden. Zum Beispiel durch die Erarbeitung von zukunftsweisenden Betriebskonzepten für kleinere und mittlere Betriebe, durch Unterstützung der Aus- und Fortbildung, durch Verbesserung von Vermarktungsstrukturen und die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen zumindest innerhalb der EU.

Liebe zum Beruf als treibende Kraft

Viel Beifall erhielt Junglandwirtin Diana Stierle aus Vöhringen, die für ihren Jahrgang sprach. Sie bezeichnete die Liebe zum Beruf als treibende Kraft, sprach im Zusammenhang mit ihrer Berufswahl aber auch von „Berufung“. Sie und ihre Berufskollegen seien bereit, mit fachlichem Wissen und mit Entschlossenheit die Belange der Landwirtschaft zu vertreten und dabei als Berufs¬stand geschlossen gegenüber den Medien und gegenüber den Verbrauchern aufzutreten.

Mit einem silbernen Meisterbrief wurden folgende Landwirte aus der Region ausgezeichnet:
Klaus Dorner aus Lahr, Edgar Feißt aus Hohberg, Benedikt Himmelsbach aus Schuttertal.

Mit einem goldenen Meisterbrief wurden folgende Landwirte aus der Region ausgezeichnet:
Heinrich Männle aus Durbach, Klaus Schindler aus Oberkirch, Hansjörg Walter aus Schwanau, Dieter Wiebe aus Willstätt und Herrmann Zucker aus Lahr.

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