Präsidiumsweiter Aktionstag
"Bevölkerung stellt uns gutes Zeugnis aus"

Der Offenburger Revierleiter Guido Kühn (l.) und Polizeipräsident Jürgen Rieger erklären, was es mit dem Sicherheitstag am vergangenen Mittwoch auf sich hat.  | Foto: mak
  • Der Offenburger Revierleiter Guido Kühn (l.) und Polizeipräsident Jürgen Rieger erklären, was es mit dem Sicherheitstag am vergangenen Mittwoch auf sich hat.
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Offenburg Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist nach wie vor eines der zentralen Handlungsfelder des Polizeipräsidiums Offenburg. Deshalb führte das Polizeipräsidium Offenburg am vergangenen Mittwoch intensive Kontroll- und Präventionsmaßnahmen in seinem Zuständigkeitsbereich durch.
Damit ist die Behörde Teil des insgesamt neunten länderübergreifenden Sicherheitstags an dem neben Baden-Württemberg auch Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Bayern teilnehmen. "Wir wollen Präsenz zeigen und ein Signal setzen, um das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu erhöhen", erklärt Polizeipräsident Jürgen Rieger bei einem Vororttermin am Pfählerpark in Offenburg. Rund 200 Einsatzkräfte seien von 7 bis 0 Uhr präsidiumsweit im Einsatz. Denn oft gebe es eine Diskrepanz zwischen dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Menschen und der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung. Die Anzahl der Straftaten im öffentlichen Raum sei gesunken, so Rieger.

Zivilkräfte im Einsatz

In Offenburg seien am Mittwochmorgen vor allem Zivilkräfte der Polizei im Einsatz gewesen, erläutert der Offenburger Revierleiter Guido Kühn. Und diese Maßnahme war direkt erfolgreich. "Am Morgen konnten wir im Bereich Pfählerpark einen Drogendealer festnehmen", so Kühn. Die Situation am Pfählerpark, der in früheren Jahren ein Drogenhotspot in Offenburg war, habe sich grundlegend geändert und verbessert. Dort hätten die Umgestaltungsmaßnahmen der Stadt und die Polizeipräsenz gewirkt, so Kühn.
Am Mittwochnachmittag seien neben den zivilen Kräften auch verstärkt uniformierte Polizisten im Bahnhofsbereich und der Innenstadt unterwegs, so Kühn weiter. "Hierbei nehmen wir vor allem Messerkontrollen und Fahrraddiebstähle in den Fokus", so der Revierleiter. Die Polizeipräsenz kommt bei den Menschen offenbar gut an. "Die Bevölkerung nimmt uns wahr und stellt uns ein gutes Zeugnis aus", erklärt Rieger. Und weiter: "Wir werden aber nie eine kriminalitätsfreie Gesellschaft haben."
Um das Sicherheitsgefühl der Menschen weiter zu erhöhen, will die Polizei zudem sogenannte Angsträume beseitigen. "Wir begehen diese Angsträume zusammen mit der Bevölkerung und sind den Kommunen dankbar, die etwas dagegen unternehmen", sagt Rieger.
Weiter Sorgen bereitet den Beamten allerdings die Gewalt gegen Polizisten. "Die Zahlen sind weiter beunruhigend", so Kühn. Die Beamten hätten vor allem zunehmend mit psychisch auffälligen Personen zu tun. Man sei aber froh, dass die Staatsanwaltschaft Widerstände und Beleidigungen konsequent verfolge, so Kühn abschließend.
Insgesamt wurden am Mittwoch präsidiumsweit an 24 Kontrollstellen über 1.000 Personen und etwa 700 Fahrzeuge kontrolliert. Darunter waren 13 Personen, die polizeilich gesucht wurden. Vier Personen wurden daraufhin festgenommen. Bei den über 700 durchgeführten Maßnahmen wurden 31 Straftaten und 98 Ordnungswidrigkeiten festgestellt und geahndet. 142 Verkehrsteilnehmer begingen eine Verkehrsordnungswidrigkeit.

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