Grimmelshausenschule Renchen auf Forschungsschiff
Schüler experimentieren auf der Aldebaran

Vorarbeiten im Labor in Berlin
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  • Foto: Grimmelshausenschule
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Renchen/Konstanz (ds). Bei den Vorarbeiten im "School-Lab" in Berlin herrschten noch ganz andere Bedingungen. Auf dem Forschungsschiff "Aldebaran" ist heute auf dem Bodensee aber alles ganz real. Sieben Schüler der Grimmelshausenschule Renchen erproben einen Tag lang ihre naturwissenschaftlichen und technischen Kenntnisse und nahmen die Vitalität der Tiere und Pflanzen im See unter die Lupe. So erforschen sie unter anderem Bärtierchen sowie Flechten und hoffen, auch noch auf andere Lebenskünstler zu stoßen. Ermöglicht wird die Exkursion des Renchener Jugend-forscht-Teams durch die Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen ihres Programms "mikro makro mint".
Bereits zwei Mal hat die Grimmelshausenschule von der Baden-Württemberg Stiftung Gelder für die Anschaffung von Projekt-Materialien bekommen. "Wir sind als Schule mit MINT-Förderung gelistet, aus diesem Grund wurden wir aufs Forschungsboot eingeladen", erklärt Lehrerin und Betreuerin Rita Isenmann. Die jungen Forscher kommen alle aus der Astronomie- und Naturwissenschaft-AG. Diese ist für Schüler gedacht, die besondere Begabungen im Bereich der MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – haben. "Für solche Jugend-forscht-Projekte etwa kommen die Schüler auch gern in den Ferien oder an den Wochenenden. So kann man zusammenhängend Forschungsaufgaben angehen", so Rita Isenmann.
Auf der "Aldebaran" heute mit dabei sind Shamin Delbar und Dina Sharifipour (9. Klasse), Niclas Glassmann und Jonas Wörner (8. Klasse) sowie Ayman Ilyas, Jennifer Männle und Elias Wörner (6. Klasse). Von Rita Isenmann wurden sie bestens vorbereitet: "Die Schüler haben von mir sämtliche Informationen erhalten, etwa mit welcher Schiffsart sie fahren, was gemacht wird und welcher Wissenschaftler an Bord ist. Da wir schon etliche Exkursionen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen, in Köln und Berlin durchgeführt haben, sind die Schüler recht exkursionserfahren", betont Isenmann. Im Anschluss an diesen ereignisreichen Tag werten die jungen Forscher ihre Ergebnisse aus und dokumentieren sie im Rahmen einer Projektbeschreibung, damit auch andere naturwissenschaftlich und technisch begeisterte junge Menschen für das Programm "mikro makro mint" motiviert werden. "Auch im nächsten Jahr wollen drei oder vier Gruppen wieder bei ,Jugend forscht' mitmachen. Das Thema wird sein: ,Flechten als Bioindikatoren im Zusammenhang mit der Umwelt'", berichtet Rita Isenmann. Eine andere Gruppe will in diesem Zusammenhang ein kleines Forschungsboot bauen, mit dem sie in den Seen in Renchen und Umgebung mit den passenden Netzen nach Mikroplastik fahnden möchte. "Eine weitere Gruppe wird sich mit Papierrecycling beschäftigen, eine Gruppe bereitet sich auf die ,LEGO League' vor. Auch da geht es dieses Jahr um Wasser", so Isenmann und erläutert weiter: "Die Gruppe programmiert auch auf einem selbstentworfenem Weltall-Spielfeld, eventuell gibt es noch eine Gruppe, die ein kompostierbares Plastik auf die Tauglichkeit überprüft." Weiterhin wird sich die AG mit der Infrarotastronomie, der Strömungslehre, die an einem selbstgebauten Windkanal getestet wird, und auch mit Experimenten mit Vakuum beschäftigen. Die Ideen jedenfalls gehen den forschungseifrigen Schülern aus Renchen nicht aus.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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