Neue Schaltstation in Obersasbach
E-Werk Netze startet Tiefbauarbeiten
- In der Schulstraße in Obersasbach entsteht aktuell die neue volldigitale Schaltstation. Um sie in das bestehende Stromnetz zu integrieren, beginnen am 3. August 2026 die dafür notwendigen Tiefbauarbeiten.
- Foto: E-Werk Mittelbaden
- hochgeladen von Matthias Kerber
Sasbach (st) Zur Netzverstärkung setzen E-Werk Netze gezielt wirksame Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen innerhalb ihres Versorgungsgebiets um. In der Schulstraße in Obersasbach entsteht derzeit eine neue volldigitale Schaltstation, die eine bisherige Ortsnetzsstation nach der geplanten Inbetriebnahme bis Ende 2026 ersetzen wird, heißt es in einer Pressemitteilung des E-Werks Mittelbaden. Die Schaltstation vereint zentrale Komponenten der Energieversorgung. Dazu zählen die Niederspannungsverteilung zur Versorgung der Haushalte und der Straßenbeleuchtung, die Mittelspannungsschaltanlage als Herzstück der Station sowie die Haus-, Fernwirk- und Schutztechnik zur Kommunikation mit der Leitstelle in Lahr. Obersasbach bündelt zukünftig die Stromversorgung im Umkreis von Sasbach, Obersasbach, Sasbachwalden, Lauf und Seebach in der neuen Schaltanlage.
Um die neue Infrastruktur in das bestehende Stromnetz integrieren zu können, beginnen am Montag, 3. August, die dafür notwendigen Tiefbauarbeiten. Auf einer Gesamtlänge von 1,8 Kilometern ersetzen E-Werk Netze alte Leitungen durch neue 20-kV-Leitungen mit größerem Durchschnitt und verlegen zusätzliche neue Stromkreise, wodurch mehr Kapazität bereitgestellt wird. Das Ende der Baumaßnahme ist für November 2026 vorgesehen. Für die anstehenden Baumaßnahmen haben E-Werk Netze die Unternehmen regioDATA GmbH aus Lörrach, Glaser Bau GmbH aus Sasbach und für die Verkehrssicherung die Firma B.A.D. Wolfgang Ziegler GmbH aus Bühl-Vimbuch beauftragt.
Drei Bauabschnitte
Das Bauvorhaben unterteilt sich in drei größere Bauabschnitte, für die der Straßenverkehr entsprechend umgeleitet oder mittels Ampel geregelt wird. Der erste Bauabschnitt betrifft die Schulstraße, die abschnittsweise vollumfänglich gesperrt wird. Der Straßenverkehr wird lokal umgeleitet. Ab zirka Mitte September 2026 folgen Baumaßnahmen in der Erlenbadstraße, die ab der Einmündung zur Schulstraße in Richtung Oberdorfstraße beginnen. Auch hierbei wird es eine Vollsperrung mit Umleitung für den Straßenverkehr geben. Der dritte und vierte Bauabschnitt ist ebenfalls Teil der Erlenbadstraße, der östlich der Einmündung zur Schulstraße in Richtung Hauptstraße liegt, sowie die untere Weinbergstraße. Der Baubeginn ist für den 19. Oktober 2026 geplant. Infolge einer halbseitigen Sperrung wird hier der Verkehrsfluss mittels Ampel geregelt.
Stefan Schmutzler, Projektleiter für Dispatching und Bau bei E-Werk Netze, erläutert: „Wir haben den Baustart dieser Maßnahme zum Beginn der Sommerferein gewählt, um die reduzierte Verkehrsdichte für die umfangreichen Tiefbau-, Verlege- und Montagearbeiten zu nutzen. Insgesamt verlegen wir insgesamt rund 14.000 Meter Erdkabel. Uns ist bewusst, dass Baumaßnahmen für alle Beteiligten, insbesondere die Anwohner, einen zusätzlichen Aufwand bedeuten. Unser Anliegen ist es, die Einschränkungen durch die Baumaßnahme minimal zu halten. Bis zu den anstehenden Veranstaltungen in der Grindehalle im Herbst 2026 sollen alle Strecken in deren Umfeld wieder hergestellt sein.“
Matthias Heck, Technischer Geschäftsführer E-Werk Netze, macht deutlich: „Die Versorgungssicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität. Sie ist wirtschaftlich und gesellschaftlich von hoher Bedeutung. Durch unsere Investitionen in unser Netz stellen wir sicher, dass die Umwandlung des Energiesektors gelingt. Das Stromnetz ist das Fundament der Energiewende.“




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