Völkerverbindendes Erfolgsprojekt
Auszeichnung für Ranger-Austausch

Von links: Ilan Yeger (Nationalparkbehörde Israel), Sean Willmore (Internationaler Rangerverband) und Urs Reif (Umweltministerium Baden-Württemberg, Deutschland) nach der Überreichung des President’s Awards
  • Von links: Ilan Yeger (Nationalparkbehörde Israel), Sean Willmore (Internationaler Rangerverband) und Urs Reif (Umweltministerium Baden-Württemberg, Deutschland) nach der Überreichung des President’s Awards
  • Foto: International Ranger Federation (IRF)
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Seebach (st). Seit 2017 läuft das Austauschprogramm zwischen deutschen und israelischen Rangern und entwickelt sich zunehmend zu einem völkerverbindenden Erfolgsprojekt. Im nepalesischen Chitwan Nationalpark fand im November nun der 9. Welt-Ranger-Kongress statt. Dortwurde unter dem Titel „Twinning project – winning project“ auch der Rangeraustausch vorgestellt – und erhielt eine Auszeichnung.

Preis für Austauschprogramm

Zur Überraschung und großen Freude der Projektbeteiligten bestätigte der Präsident des Internationalen Rangerverbands, Sean Willmore, den Vortragstitel durch die Überreichung des President‘s Award: Er machte das vorgestellte Austauschprogramm somit tatsächlich zu einem Gewinnerprojekt. Neben dem völkerverbindenden Projekt zwischen Israel und Deutschland wurde noch ein weiteres aus Sicht des internationalen Rangerverbands besonders hervorzuhebendes Projekt mit diesem Award ausgezeichnet: die erfolgreiche Einbindung indigener freiwilliger Ranger in die Schutzgebietsbetreuung abgelegener Amazonasgebiete.

Bestätigung der Arbeit

Für die beteiligten Rangerverbände wie auch für die Projektbeteiligten der Naturwacht Brandenburg und der Nationalparke Bayerischer Wald und Schwarzwald stellt die Auszeichnung eine Bestätigung und wichtige Unterstützung des mit Herzblut vorangebrachten Projektes dar. „Häufig ist es schwierig, in einer durchstrukturierten und von Hierarchien geprägten Arbeitswelt den Mitarbeitenden in der Fläche – also den normalen Rangern und Rangerinnen – einen internationalen Austausch zu ermöglichen. Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung durch die Preisverleihung, aber auch durch die Leitungen unserer Schutzgebiete, die das Projekt von Beginn an unterstützt und trotz aller Formalismen den Austausch ermöglicht haben“, freut sich Urs Reif, der als ehemaliger Leitender Ranger des Nationalparks Schwarzwald das Projekt mitinitiierte.

Austausch eröffnet Horizonte

„Für uns steht die gegenseitige Unterstützung und Weiterbildung im Vordergrund. Die Natur kennt keine Grenzen, ebenso wenig wie die Arbeit im Rangeralltag“, ergänzt Michael Großmann, Leitender Ranger aus dem Nationalpark Bayerischer Wald. „Unser internationaler fachlicher Austausch öffnet Horizonte und zeigt die wichtige Rolle der Rangerinnen und Ranger bei den gemeinschaftlichen Bemühungen zum Schutz und Erhalt der globalen Biodiversität“, ergänzt Ilan Yeger von der Nationalparkbehörde Israel.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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