Landschaftspfleger auf vier Hufen
Koniks sind zurück auf den Grinden
- Das Konikpferd ist eine ursprüngliche Landrasse aus Polen.
- Foto: Daniel Müller/Nationalpark Schwarzwald
- hochgeladen von Matthias Kerber
Seebach (st) Ihr Einsatz hilft dabei, die einzigartige Grindenlandschaft zu erhalten – und bringt gleichzeitig viel Freude für die Besucher des Nationalparks. Nach einer Winterpause im Naturschutzgebiet Talebuckel bei Offenburg-Rammersweiser grasen die Koniks seit Anfang Mai wieder auf den Grinden.
Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit dem Zoo Karlsruhe verbringen die Weidetiere bereits seit 2020 die wärmeren Monate im Nationalpark. Mit ihrer Lebensweise und Ernährung helfen die Pferde mit, die traditionellen Bergweiden im Naturschutzgebiet von Vegetation frei zu halten. Die bereits im Mittelalter angelegten Bergheiden werden seit Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und drohen sonst zuzuwachsen.
Zunahme der Artenvielfalt
Seit die Koniks da sind, hat auch die Artenvielfalt auf den Grinden erkennbar zugenommen. „Wir merken die Auswirkungen unserer Weidetiere an der Zunahme der Biodiversität: Es gibt mehr Rote-Liste-Arten und auch Arten, die es vorher nicht gab“, sagt Thomas Gamio, der im Nationalpark unter anderem für die Weidetierhaltung zu ständig ist und die Koniks betreut.
Auf Pferdeweiden wird das Gras besonders kurz – und genau das macht den Unterschied. Die kurz abgefressenen Flächen werden zu begehrten Kleinst-Lebensräumen für Vögel und Insekten, die auf dem Boden jagen. „Wenn die Pferde am Ende der Saison einen sogenannten Golfrasen hinterlassen, sind unsere Biologen glücklich – und ich stolz auf unsere Tiere“, sagt Gamio.
Mittlerweile gibt es zwei Herden mit 21 Tieren im Nationalparkgebiet – an den Stand orten Zollstock/Hilseneck sowie am Schurkopf in der Nähe des Schliffkopfs. Je nach Wetterbedingungen bleiben die Koniks bis Ende November auf den Grinden.






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