Ausstellung in Erstein
José de Guimarães

José de Guimarães, "Dança de Muquixes"
  • José de Guimarães, "Dança de Muquixes"
  • Foto: Philipp Schönborn, München
  • hochgeladen von Daniela Santo

José de Guimarães, geboren 1939, ist eine herausragende Persönlichkeit der zeitgenössischen Kunst, die ihre Inspiration seit 60 Jahren aus zahlreichen Quellen schöpft: Seine Ausbildung zum Ingenieur, sein anthropologischer Ansatz, seine Sammelleidenschaft und sein künstlerischer Blick treten in einer farbenfrohen grafischen Sprache zu Tage.

Vielfalt der Art brut

Die aktuelle Ausstellung im Musée Würth in Erstein dokumentiert die künstlerische Entwicklung des kulturellen Grenzgängers. Ein Teil seiner afrikanischen Sammlung wird hier seinen eigenen Werken gegenübergestellt, was zu einem einmaligen, inspirierenden Dialog führt.
Nach einer ersten Phase der Pop Art entdeckt der Künstler Länder wie Angola, Mexiko oder Japan und begibt sich auf die Suche nach einer ursprünglichen, ausdrucksstarken Kunst (Art Brut), bei der alte Kulturen und Modernität miteinander in Dialog treten. Nach und nach schafft er sein eigenes künstlerisches Vokabular, beruhend auf dem Herauslösen und Wiedereinsetzen von Zeichen.

So entstehen diverse Kombinationen in den verschiedensten Werkstoffen – von einem Symbol-Alphabet bis zu monumentalen Werken im öffentlichen Raum. In seinen zahlreichen Serien setzt sich José de Guimarães mit dem zentralen Thema von Leben und Tod auseinander; seine bunte Farbskala von geradezu magischer Intensität ist Ausdruck unbändiger Lebenskraft. Das Werk des portugiesischen Künstlers, das bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren internationale Anerkennung fand, ist ein Abbild fortlaufenden Wandels.

Auch wenn ein großer Teil der Ausstellung der afrikanischen Periode des Künstlers gewidmet ist, will das Museum Würth einen Überblick über seine gesamte Laufbahn vermitteln: Gezeigt werden die bedeutendsten Werke seiner einzelnen Schaffensperioden – in den ersten Räumen in chronologischer Abfolge, um die begründenden Phasen seines Stils zu veranschaulichen – dann thematisch, ohne sich jedoch auf die geografischen Grenzen der von José de Guimarães erforschten Regionen zu beschränken. Diese Retrospektive zeugt somit von seiner grafischen Entwicklung im Laufe der Zeit, von der Fragmentierung der Form und Schaffung des afrikanischen Alphabets bis hin zu meisterhaften Kombinationen. Sie veranschaulicht die starke Rolle der Farben sowie der naiven und figurativen Aspekte im Schaffen des Künstlers. Sie zeugt auch von der Vielfalt der für die Art brut typischen Materialien und Träger: Malerei auf Leinwand oder Holz, Acryl oder Gouache, aber auch Collagen und Montagen aus (von ihm selbst hergestellten) Papier, Pigmenten, Sand, Objekten, Neon oder Bronze.

Info: Die Ausstellung "José de Guimarães" im Museum Würth in Erstein ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.musee-wurth.fr.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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