Vegane Küche bietet viele leckere Alternativen zu tierischen Produkten
Verzicht auf Zutaten, aber nicht auf den Geschmack

So lecker kann eine vegane Alternative zum traditionellen Wurstbrot aussehen.
  • So lecker kann eine vegane Alternative zum traditionellen Wurstbrot aussehen.
  • Foto: Jörg Brinckheger/pixelio.de
  • hochgeladen von Christina Großheim

Wer vegan lebt, tut dies nicht nur, wenn er sich seine Mahlzeiten zubereitet, sondern in vielen Bereichen des Lebens. So verzichten Veganer nicht nur auf Fleisch oder Fisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Produkte wie Milch, Eier oder Honig. Sie verwenden auch auf solche Lebensmittel nicht, zu deren Herstellung tierische Bestandteile wie Gelatine verwendet werden. Eine vegane Lebensführung spiegelt sich aber auch im Kleiderschrank wieder: Wollpullover oder Produkte aus Leder sind tabu, auch in Sachen Kosmetika werden strenge Maßstäbe angelegt. Wer vegan lebt, der verzichtet auf tierische Produkte in jedem Aspekt des Lebens.
Veganes Essen ist allerdings weit davon entfernt, langweilig zu sein. Wer seine Lebensmittel richtig und mit Sorgfalt zusammenstellt, der kann sich auch ausgewogen ernähren. Es gibt eine ganze Reihe von pflanzlichen Alternativen zu Zutaten, die für Nicht-Veganer scheinbar unersetzlich sind.
Eine Soße ohne Sahne, wie soll das gehen, wird sich der ein oder andere konventionelle Esser fragen? Ganz einfach, in der veganen Küche wird Sojasahne verwendet. Grundstoff sind die äußerst vielseitigen Sojabohnen. Als Sojamilch schmecken sie im Kaffee und zum Müesli. Wird Sojamilch mit pflanzlichem Öl, natürlichen Emulgatoren und Stabilisatoren versetzt, bekommt sie eine cremig-sahnige Konsistenz. Der Vorteil: Sojasahne, -milch oder -joghurt sind laktose- und cholesterinfrei. Sojasahne enthält ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Kohlenhydrate und Wasser. Sie ist weniger fett, als echte Sahne.
Andere Produkte aus Soja, die in der veganen Küche zum Einsatz kommen sind Tempeh oder Tofu. Natürlich wird auch der chinesische Würzklassiker Sojasoße aus den gesunden Bohnen gemacht. Soja hat einen hohen Eiweißanteil und acht essentielle Aminosäuren, die der menschliche Körper braucht, um Proteine zu bilden. Sie sind also hervorragend geeignet, um den täglichen Eiweißbedarf eines Menschen zu decken.
Tofu kennt mittlerweile fast jeder. In Wasser eingeweichte Sojabohnen werden püriert und anschließend gefiltert. So werden die festen Anteile von der Milch getrennt. Mit natürlichen Gerinnungsmitteln wird die Sojamilch zum Stocken gebracht, dabei flockt Sojaeiweiß und -molke aus. Das Eiweiß wird zu Blöcken gepresst und dient als vielseitiger Fleischersatz. Tofu wird unverarbeitet, also nahezu geschmacksneutral angeboten, aber auch geräuchert. Seidentofu, der oft in asiatischen Gerichten eingesetzt wird, ist weicher als der herkömmliche Tofu. Tofu sollte mit Wasser bedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden, so bleibt er bis zu vier Tagen frisch. Entwickelt er einen unangenehmen Geruch, sollte er nicht mehr verzehrt werden.
Seitan, eine weitere Alternative zu Fleisch und Fisch, wird aus Weizen gemacht. Was ihn zusammenhält, ist das Gluten. Auch dieses Lebensmittel stammt aus der asiatischen Küche. Er ist etwas kräftiger im Geschmack als Tofu und hat mehr Biss. Oftmals gibt es Seitan vorab mit Sojasoße gewürzt, zu kaufen. Seitan kann gebraten und gebacken werden, schmeckt aber auch gekocht oder gegrillt.
Natürlich sind Gemüse aller Art die Hauptsache in der veganen Küche. Aber auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen oder Kichererbsen und Nüsse werden gerne verwendet.
Kräuter und Gewürze verleihen schon in der klassischen Küche den Gerichten den letzten Pfiff. In der veganen Küche sind sie das A und O: Wird Tofu in verschiedenen Marianden eingelegt, verändert er seinen Geschmack. Frische Kräuter passen besonders gut zu den Gemüsegerichten.
Eine gute Alternative für Honig ist entweder Agavendicksaft oder Ahornsirup. Nur wer naturtrübe Essige verwendet, kann sicher sein, dass diese nicht mit tierischen Hilfsmitteln wie Gelatine oder Eiweiß geklärt wurden. Darauf sollte man auch bei Wein und Fruchtsäften achten. ^gro

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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