Mit dem neuen 50-Euro-Schein wird den falschen 50ern der Kampf angesagt
Die Sicherheit kommt durch die Anzahl der Merkmale

Mit der "Europa-Serie" gingen die "Blüten" bei der 20-Euro-Banknote zurück, gleiches soll jetzt mit der 50-Euro-Banknote erreicht werden.
  • Mit der "Europa-Serie" gingen die "Blüten" bei der 20-Euro-Banknote zurück, gleiches soll jetzt mit der 50-Euro-Banknote erreicht werden.
  • Foto: Bundesbank/Christian Thiel
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Ortenau (dh). Seit Dienstag gibt es an den Bankautomaten und -schaltern in den 19 Euro-Ländern die neue 50-Euro-Banknote. Sie ist der vierte Geldschein der sogenannten Europa-Serie, die nach und nach die bisherigen Euro-Banknoten ablöst. Neue und bessere Sicherheitsmerkmale sollen den Geldfälschern ihr Handwerk erschweren. Die 50-Euro-Banknote ist bislang Spitzenreiter bei den Fälschungen unter den Euro-Geldscheinen. In der Ortenau führt der falsche 50er die Statistik ebenfalls an. "Im Jahr 2017 wurden bislang 56 dieser Banknoten angehalten", so Patrick Bergmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Offenburg, über das Sicherstellen dieser "Blüten".
"Der 50-Euro-Schein führt das Ranking bei den Fälschungen im Ortenaukreis an, gefolgt von dem 20-Euro-Schein", sagt Bergmann, bei letzterem wurden in diesem Jahr bisher 48 "Blüten" gezählt. "Bei den Werten von 100, 200 und 500 Euro ist der Aufwand, gute 'Blüten' herzustellen, so hoch, dass es sich kaum lohnt. Bei diesen Werten schauen die Menschen sehr viel genauer hin und prüfen die Echtheit. Bei einem 20er und 50er ist das nicht ganz so der Fall", erklärt Bergmann. Im Ortenaukreis gab es im Vergleichszeitraum nur zwei falsche 100-Euro-Banknoten, die polizeilich bekannt wurden. Falsche 200er und 500er gab es gar nicht, auch keine bei den Fünfern und Zehnern. Es ist aber nicht so, dass es diese Fälschungen nicht gibt: Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg wurden jeweils ein falscher Fünfer, ein Zehner und ein 200er angehalten, wie es in der Fachsprache heißt.
Die Bundesbank hat in Deutschland im Jahr 2016 rund 82.200 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen – das entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 14 Prozent. Auffällig ist der Rückgang bei den 20‑Euro-Fälschungen. Ihre Anzahl hat sich 2016 nahezu halbiert. Die Bundesbank führt diese Entwicklung insbesondere auf die Einführung der neuen 20‑Euro-Banknote der Europa-Banknotenserie zurück.
"Es gibt mittlerweile sogar Hologramme zum Aufkleben", erklärt Bergmann. Die Sicherheit kommt durch die Anzahl der Merkmale: "Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte mehrere Kennzeichen überprüfen." Auf diese Vorgehensweise weist auch Uwe Dohle, Pressesprecher der Sparkasse Offenburg/Ortenau hin: "Der neue Schein hat eine Vielzahl von Sicherheitsmerkmalen, die man sehen oder fühlen und die man durch kippende Bewegungen des Geldscheines sichtbar machen kann. Dazu gehören zum Beispiel das neue Banknotenpapier, ein fühlbares Relief, ein auffälliges Porträt-Hologramm, Wasserzeichen und Sicherheitsfaden. Die auffälligste Neuerung ist ein Porträtfenster, das durchsichtig wird, wenn man den Schein gegen das Licht hält. Dann wird ein Bildnis der griechischen Mythengestalt Europa sichtbar, der Namensgeberin der neuen Banknoten-Reihe 'Europa-Serie'." Probleme, in Form von Verunsicherung, seien Dohle bei der Einführung neuer Noten nicht bekannt: "Die Menschen sind gut informiert."
Für Falschgeld gibt es vor allem zwei Wege bei der Herstellung. "Es gibt Imitationen, die mittels Laserkopie hergestellt werden. Ein anderer Weg ist der klassische Druck. Eine Hochburg für die Herstellung von Falschgeld ist Süditalien", sagt Patrick Bergmann.

Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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