Sommertour
Cem Özdemir informiert sich über Arbeit im Kindergemeinderat
- Bürgermeister Martin Aßmuth ist sehr stolz auf den aktiven Nachwuchs in Hofstetten. Um mit den jungen Hofstettern ins Gespräch zu kommen, machte Ministerpräsident Cem Ödemir auf seiner Sommertour Station in der Gemeinde.
- Foto: Fotos: ag
- hochgeladen von Anne-Marie Glaser
Hofstetten (ag) Es war das erste Mal, dass ein amtierender Ministerpräsident Hofstetten besuchte. Und das hat die Gemeinde ihrem engagierten Nachwuchs zu verdanken. Cem Özdemir wollte sich am Donnerstag nämlich im Rahmen seiner Sommertour mit dem Kindergemeinderat austauschen. Bislang gibt es nur zwei in Baden-Württemberg – und eben einen davon in Hofstetten.
Der Vorschlag zur Gründung kam von Bürgermeister Martin Aßmuth und mancher sah das Ganze zunächst eher kritisch. Wie sich aber bald herausstellte, ist der Kindergemeinderat in Hofstetten ein echtes Erfolgsmodell. "Die Kinder sind zu 100 Prozent on fire", berichtete eine Mutter. Denn sie würden wirklich gehört.
Spielplatz Senkmatt
Tatsächlich wird der Kindergemeinderat in allen Dingen, die die jungen Hofstetter betreffen, einbezogen. Das war beispielsweise der Fall, als der Spielplatz in der Senkmatt weiter nach oben verlegt und neu gestaltet werden sollte. Wie der Ministerpräsident staunend erfuhr, hatten die Fachplaner eigentlich andere Spielgeräte vorgesehen. Doch der Kindergemeinderat hatte eigene Vorstellungen und setzte diese auch durch. Und das Ergebnis lässt sich wirklich sehen, wie sowohl Bürgermeister als auch Kinder und Eltern Cem Özdemir versicherten. Wegen der Hitze und des festen Zeitplans wurde auf einen Vor-Ort-Termin verzichtet. Aber es ging ja auch vor allem darum, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Jugendfeuerwehr
Zunächst waren die Kinder ein wenig schüchtern. Aber dann nutzten sie doch die Gelegenheit, dem Ministerpräsidenten Fragen zu stellen. So erfuhren sie von Cem Özdemir, wie seine Arbeit in der Regel aussieht. Besonders schwer sei für ihn die Entscheidung, welche der vielen tollen Projekte finanziell unterstützt werden sollen, weil das Geld nicht für alles reiche.
Vor seiner Station in Hofstetten war der Ministerpräsident im Feuerwehrhaus in Zell am Harmersbach gewesen, um sich ein Bild von den schweren Waldbränden in der Region zu machen. Jetzt schlüpfte er selbst in eine Schutzjacke und ließ sich von der Jugendfeuerwehr eine Übung zeigen, die Özdemir dann souverän meisterte.
Der Besuch konnte nur knapp eineinhalb Stunden dauern. Aber vielleicht gibt es bald ein Wiedersehen. Özdemir lud die Kinder nämlich nach Stuttgart ein.




Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.