In Gemeinde Kappelrodeck
Geförderter Glasfaserausbau wird vorbereitet
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Kappelrodeck (st) Der Glasfaserausbau in Kappelrodeck schreitet weiter voran. Während der eigenwirtschaftliche Ausbau durch Vodafone und das Infrastrukturunternehmen Meridiam in weiten Teilen der Gemeinde bereits weit fortgeschritten ist, laufen nun die Vorbereitungen für den staatlich geförderten Glasfaserausbau in den Außenbereichen. Wie die den Ausbau in der Region koordinierende Breitband Ortenau GmbH & Co. KG mitteilt, sollen bis Ende 2028 insgesamt 185 förderfähige Gebäude an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Hybrides Ausbaumodell
Wie in vielen Gemeinden der Ortenau erfolgt auch der Ausbau in Kappelrodeck im Rahmen des sogenannten hybriden Ausbaumodells. Dabei werden staatlich geförderte Maßnahmen mit eigenwirtschaftlichen Investitionen von Telekommunikationsunternehmen passgenau kombiniert, um eine möglichst flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. Während die Unternehmen den Ausbau in den dichter besiedelten Ortslagen auf eigene Kosten übernehmen, erschließt die Breitband Ortenau mit finanzieller Unterstützung von Bund und Land die bislang unterversorgten Außenbereiche der Gemeinde.
„Mit dem geförderten Ausbau schließen wir in Kappelrodeck gezielt die letzten verbleibenden Versorgungslücken“, sagt Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. „Unser Ziel ist es, dass auch die Gebäude in den Außenlagen dieselben digitalen Chancen erhalten wie die Haushalte in den Ortskernen.“
Der eigenwirtschaftliche Ausbau in Kappelrodeck ist inzwischen bereits zu rund 90 Prozent abgeschlossen. Im Kappelrodeck fehlen derzeit lediglich noch rund 600 Meter entlang der Haupt- und Waldulmer Straße. Der Ortsteil Waldulm ist ebenfalls nahezu fertiggestellt, dort sind noch rund 800 Meter beiderseits der Badischen Weinstraße zu verkabeln. Der Abschluss der Arbeiten hängt derzeit insbesondere von den verkehrsrechtlichen Genehmigungen des Landratsamts ab. Sofern diese zeitnah vorliegen, wird eine Fertigstellung bis Mitte September angestrebt. Die fertiggestellten Bereiche wurden bereits an Vodafone übergeben und dokumentiert. Die Übergabe ist Voraussetzung dafür, dass Vodafone die Kunden auch „anschalten“ kann - das Leerrohr im Keller stellt zwar den aufwändigsten und wesentlichen technischen und baulichen Schritt dar, bringt aber noch keine Daten ins Haus. Dies soll wohl kontinuierlich erfolgen. Vodafone erschließt mit 45.178 Tiefbaumetern alleine im eigenwirtschaftlichen Ausbau 3.022 Wohneinheiten in Kappelrodeck und Waldulm an 1.885 Adressen.
Im Zuge des weitgehend abgeschlossenen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus wurden bereits wichtige Voraussetzungen für den späteren geförderten Ausbau geschaffen. So wurden notwendige Mitverlegungen mit anderen Infrastrukturmaßnahmen koordiniert, um zusätzliche Tiefbauarbeiten möglichst zu vermeiden und den späteren Ausbau effizient umzusetzen.
Für den geförderten Ausbau befindet sich die Netzplanung inzwischen in der Genehmigungsplanung. Das Hausanschlussmanagement soll im dritten Quartal 2026 starten. Parallel dazu läuft derzeit die Ausschreibung für einen Netzbetreiber. Der Beginn der Tiefbauarbeiten in den Außenbereichen ist für Ende des zweiten Quartals 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung des geförderten Netzes ist bis Ende 2028 geplant.
Der Glasfaserausbau ist das größte Infrastrukturprojekt in der Geschichte des Ortenaukreises. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren rund 121.200 Gebäude im Landkreis an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus gefördertem und eigenwirtschaftlichem Ausbau eine möglichst flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur zu erreichen. Der Ausbau in der Ortenau macht gute Fortschritte: Die sogenannte Homes-Passed-Quote liegt bereits bei 52 Prozent. Das bedeutet, dass bei mehr als der Hälfte aller Gebäude das Glasfaserkabel bereits in der Straße liegt und ein Anschluss ans Netz technisch kurzfristig möglich wäre. Bis 2027 soll eine Homes-Passed-Quote von 70 Prozent erreicht werden, der vollständige Ausbau aller bislang unterversorgten Gebäude soll bis 2031 abgeschlossen sein.





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