Kulturhaus überreicht Geldspende
Mittel für elektrotechnische Sanierung

Heiko Borsch, Leitung Jugendkeller St. Nepomuk, Marieke Berger, Leitung Tierheim Kehl, Julien Schaffhauser, Kulturvermittler, Vanessa Balbrink, Jugendzentrum Kehl (v. l.) bei der Spendenübergabe
  • Heiko Borsch, Leitung Jugendkeller St. Nepomuk, Marieke Berger, Leitung Tierheim Kehl, Julien Schaffhauser, Kulturvermittler, Vanessa Balbrink, Jugendzentrum Kehl (v. l.) bei der Spendenübergabe
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Insgesamt 650 Euro sind bei einem Spendenkonzert im Kulturhaus für das Tierheim Kehl zusammengekommen. Geld, das nicht etwa für Futter, Näpfe oder Kratzbäume benötigt wird, sondern für die Sanierung stark beschädigter Stromleitungen. Der städtische Kulturvermittler Julien Schaffhauser hat die Spendenbox mit dem Geld an Tierheimleiterin Marieke Berger überreicht.

Es war um den Jahreswechsel herum, als Marieke Berger und ihre sechs Kollegen bemerkten, dass die Sicherung im Haupthaus ständig herausprang. Elektriker stellten schließlich die Ursache fest: Mäuse und Ratten hatten die elektrischen Leitungen in der Holzdecke angenagt. Die Kurzschlüsse führten immer wieder zu kleinen Schmorbränden. Da das Holz imprägniert war, hatten sich die kleinen Brandherde aber zum Glück nicht zu einem großen Feuer ausgeweitet.

Die Brandgefahr war aber extrem hoch. Um diese zu bannen, mussten alle Decken geöffnet und die Kabel ausgetauscht werden. Erste Kostenschätzungen beliefen sich auf einen mittleren fünfstelligen Beitrag. Ausgaben, die das Tierheim aus eigener Kraft nicht hätte stemmen können.

Um das Team um Marieke Berger in ihrer Not zu unterstützen, haben sich das Kulturbüro Kehl, der Jugendkeller St. Nepomuk und das Jugendzentrum Kehl mit einigen regionalen Künstlern zusammengetan. Gemeinsam veranstalteten sie im Februar an zwei Tagen ein Konzert – an einem Tag direkt vor Ort im Kulturhaus, am anderen über einen Facebook-Livestream –, um Spenden für das Tierheim zu sammeln.

„Der Gedanke war, sowohl dem Heim als auch den Musikern in diesen schwierigen Zeiten unter die Arme zu greifen. Die Eintrittsgelder waren keine Spenden, sondern flossen in die Gagen der Musiker“, berichtet Julien Schaffhauser, Programmplaner des städtischen Kulturbüros. „Wir haben Spendenboxen aufgestellt und außerdem dazu aufgerufen, über Paypal Geld zu spenden.“

Inzwischen hat sich die Lage im Tierheim verbessert und auch die komplizierte Raumsituation hat sich entspannt, denn die Tiere mussten während der Sanierungsarbeiten weiterhin versorgt und untergebracht werden. „Die Arbeiten sind mittlerweile fast abgeschlossen. Wir hoffen, dass wir im Juni wieder im Normalbetrieb arbeiten können. Die Spenden, die uns erreicht haben und erreichen, decken die Kosten fast. Das ist richtig toll“, freut sich Marieke Berger.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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