Baumfällarbeiten entlang der B28 und in der Großherzog-Friedrich-Straße
86 Bäume müssen der Tramtrasse weichen

Baumfällungen entlang der künftigen Tramstrecke in der Großherzog-Friedrich-Straße
  • Baumfällungen entlang der künftigen Tramstrecke in der Großherzog-Friedrich-Straße
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Isabel Obleser

(st). Die Baumfällarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Tram in Kehl wurden am Mittwoch in Angriff genommen. 13 der insgesamt 86 Bäume, die der Tramtrasse vom Bahnhof bis zum Rathaus weichen müssen, können neu verpflanzt werden. 50 Bäume werden im Bereich des Läger-Areals neu gepflanzt, 24 im in Richtung Europabrücke gelegenen Bereich der B28 und sechs an der Hauptstraße am Stadteingang vom Bahnhof her.
„Wir haben intensiv geprüft, es gibt keine andere Möglichkeit“, bedauert Baubürgermeister Harald Krapp den Umstand, dass die Baumfällungen unumgänglich sind. Der Straßenquerschnitt reiche nicht aus, um die Tramtrasse vom Bahnhof bis zum Rathaus bauen und gleichzeitig die Bäume erhalten zu können. Wo immer die Chance besteht, bleiben die Bäume an ihren angestammten Plätzen erhalten – das gilt zum Beispiel für die Baumgruppe an der Kreuzung B 28/Großherzog-Friedrich-Straße oder im Bereich der Kreuzung Großherzog-Friedrich-Straße/Kinzigallee.
Nachdem bereits beim ersten Bauabschnitt der Tram 52 Großbäume erfolgreich verpflanzt werden konnten, wird die Stadt diese Praxis auch im zweiten Bauabschnitt fortsetzen: Jeder Baum, der umgesetzt werden kann, werde verpflanzt, erläutert Harald Krapp. Versetzt werden die 13 Bäume an der Innenseite des Läger-Parkplatzes an der B28, weil sie in einem Bereich stehen, in dem keine Leitungen im Boden liegen, die beim Ausheben der Bäume beschädigt werden könnten. Die verschiedenen etwa 35 Jahre alten Spitzahorn-Bäume werden im Bereich der Tulla-Realschule, auf dem Niedereich-Spielplatz und dem neuen Spielplatz in der Kreuzmatt wieder eingesetzt, berichtet Frank Wagner, Leiter des Bereichs Grünflächen beim städtischen Betriebshof. Wenn alles gut läuft, haben sie dort noch eine Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren. Mit den im Rahmen des ersten Bauabschnitts der Tram verpflanzten Bäume hat die Stadt gute Erfahrungen gemacht: Sie sind alle gut angewachsen.
Einen Teil der Stämme werden die Mitarbeiter des Betriebshofs selber verarbeiten und daraus Bänke oder Spielgeräte für Kindertageseinrichtungen oder Spielplätze machen. Baumstämme, die aufgrund ihres geringen Durchmessers oder der schlechten Qualität des Holzes wegen nicht verwendet werden können, werden gehäckselt.
Nachdem die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt der Tram bis zum Kehler Bahnhof nahezu abgeschlossen sind, werden im Bereich der B28, der von der Europabrücke bis zum Ende des Bahnhofsvorplatzes reicht, 24 Bäume neu gepflanzt. Diese sollen – ebenso wie sechs Bäume in der Hauptstraße (im Bereich des Stadteingangs vom Bahnhof her) – im Frühjahr in die Erde gesetzt werden. Auch auf der Fläche vor der Commerzbank sieht Frank Wagner Potential für neue Bäume; außerdem sollen die Pflanzbeete vor dem Bahnhof wieder mit Bäumen bestückt werden, kündigt er an. Geprüft werden soll in diesem Zusammenhang, ob auf dem Bahnhofsvorplatz nicht noch weitere Baumstandorte möglich sind. Auch in der Großherzog-Friedrich-Straße soll untersucht werden, ob dort neue Bäume gepflanzt werden können. Wie auch im Bereich der B28 muss sichergestellt werden, dass die Bäume, wenn sie wachsen, nicht in Konflikt mit den Oberleitungen für die Tram geraten.
50 neue Bäume werden auf dem Läger-Areal gepflanzt, die Hälfte davon – voraussichtlich bereits im Herbst – parallel zur B28, aber eben etwas weiter in die Fläche des Parkplatzes zurückversetzt. Die übrigen 25 Bäume sollen später den Läger zur B28 abgrenzen, so dass sich zusammen mit den Bäumen, die stehen bleiben, eine L-Form ergibt. Die neuen Bäume würden so angeordnet, dass sie einer eventuellen künftigen Bebauung der Fläche nicht entgegenstünden, betont Baubürgermeister Krapp.

Autor:

Isabel Obleser aus Gengenbach

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