Kehl erweitert Schnelltestkapazitäten
Angebot von Apotheken und privatem Anbieter

In der Stadthalle, in der Fußgängerzone, auf dem Läger und in Betrieben entstehen Schnellteststationen.
  • In der Stadthalle, in der Fußgängerzone, auf dem Läger und in Betrieben entstehen Schnellteststationen.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Der Bedarf an Corona-Schnelltests ist riesengroß. Sichtbarer Beweis waren am Montag, 29. März, lange Schlangen vor dem städtischen Testzentrum in der Stadthalle. 432 Menschen haben die Ehrenamtlichen dort in der Zeit von 10 bis 18 Uhr getestet, darunter 152 Grenzpendler. Letztere müssen sich zweimal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen, seit Frankreich zum Hochinzidenzgebiet erklärt wurde. Am Dienstag war es bereits deutlich ruhiger.

Weil jeder Schnelltest dazu beiträgt, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, ist die Stadt dabei, die Testkapazitäten weiter auszubauen. Zusätzlich zur Stadthalle sollen in den nächsten Tagen zwei weitere Testpunkte in der zentralen Innenstadt entstehen – dazu werden zwei Weihnachtsmarkthütten aufgebaut. Auf dem Läger wird ein privates Unternehmen eine Teststruktur einrichten.

Dass die Stadt unter der Federführung von Feuerwehrkommandant Viktor Liehr Testkapaziäten aufbaut und für alle Kehler sowie Menschen, die in Kehl arbeiten, kostenlose Corona-Schnelltests anbietet, „ist eine freiwillige Leistung“, erklärt Oberbürgermeister Toni Vetrano, auch vor dem Hintergrund, dass bereits Beschwerden eingehen von Menschen, die am Montag aus ihrer Sicht zu lange warten mussten.

Bewusste Entscheidung für spontane Tests

Man habe sich bewusst entschieden, in der Stadthalle zu testen, ohne eine Terminbuchung zu verlangen: „Die Hemmschwelle soll so niedrig, wie möglich sein“, erklärt Viktor Liehr. „Wer möchte, soll sich auch spontan testen lassen können“, ergänzt Toni Vetrano, „gerade jetzt, wo die Infiziertenzahlen wieder stark steigen“. Der OB appelliert zudem an die Kehler Unternehmen, möglichst selber Testkapazitäten für die eigenen Mitarbeitenden aufzubauen.

Zudem werden in der zentralen Innenstadt zwei Weihnachtsmarkthütten aufgebaut. Diese dienen als Teststationen für die Stadtapotheke (auf dem Rathausplatz) und die Rohan-Apotheke (vor der Anker-Apotheke). Wer dort einen Corona-Schnelltest vornehmen lassen möchte, der kann sich online registrieren und einen Termin buchen; spontane Tests sind je nach Kapazitäten aber auch möglich.

Die beiden Hütten sind von Montag bis Freitag von 8 bis 18.30 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 17 Uhr. Auf der unbefestigten Fläche des Läger-Parkplatzes wird ein privates Unternehmen in den nächsten Tagen ebenfalls eine Teststation einrichten. Dort kann man sich dann von Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr einem kostenlosen Corona-Schnelltest unterziehen – mit und ohne vorher gebuchtem Termin.

"Testen eine Investition in die Zukunft"

Für Oberbürgermeister Toni Vetrano ist der Ausbau der Testkapazitäten eine Investition in die nahe Zukunft: „Wenn wir bald wieder zu Öffnungen kommen wollen, müssen wir testen, testen, testen.“ Wenn es mehr Testpunkte in der Stadt gebe, müsse man auch nicht mehr differenzieren, ob die Testwilligen in Kehl arbeiteten oder wohnten: „Dann kann sich einfach testen lassen, wer sich testen lassen möchte.“

Während es am Montag im städtischen Testzentrum zu längeren Wartezeiten kommen konnte, lief der Betrieb am Dienstag flott und reibungslos: „Innerhalb von 15 Minuten war man durch“, sagt Viktor Liehr. Der Andrang am Montag war zum einen dem Umstand geschuldet, dass Frankreich seit Sonntag Hochinzidenzgebiet ist und sich damit Grenzpendlerinnen und -pendler erstmals testen lassen mussten und zum anderen die Testtermine in den Straßburger Apotheken durch die Kombination aus der Testpflicht für Pendler und die nahenden Osterfeiertage (mit Familienbesuchen) ausgebucht waren.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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