Sanierung des Korker Rathauses hat begonnen
Ende 2018 sollen Arbeiten abgeschlossen sein

Bevor saniert werden kann, mussten unter anderem die Wände und Böden freigelegt werden - die meisten dieser Arbeiten verrichtete Patric Jockers gemeinsam mit den Mitarbeitern der Ortsverwaltung selbst.
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  • Bevor saniert werden kann, mussten unter anderem die Wände und Böden freigelegt werden - die meisten dieser Arbeiten verrichtete Patric Jockers gemeinsam mit den Mitarbeitern der Ortsverwaltung selbst.
  • Foto: Stadt Kehl
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Kehl (st). Freigelegte Wände und Balken, aufgerissene Böden und zahlreiche geschäftige Handwerker: Das Korker Rathaus ist momentan vom Erdgeschoss bis zum Dachboden eine echte Großbaustelle. Nachdem das historische Gebäude in den vergangenen Monaten nahezu vollständig entkernt wurde, konnten am Montagmorgen, 9. Januar, die umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten starten.

„Erneuert wird eigentlich alles“, erklärt Michael Heitzmann, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, bei der Vor-Ort-Begehung. Schon seit Jahren verfalle das mehr als 200 Jahre alte Gebäude und sei darüber hinaus nicht barrierefrei – ein unzureichender Zustand, bestätigt auch Ortsvorsteher Patric Jockers. Darum werden neue Rohrleitungen verlegt, energiesparende Fenster eingebaut, die Fassade saniert, das Dach gedämmt und der Treppenaufgang versetzt. Das Gebäude wird – unter anderem durch den Einbau eines Aufzugs – vollständig barrierefrei, das Dachgeschoss zum Trau- und Bürgersaal umgebaut. Außerdem wird die Außenanlage umgestaltet, so dass vor dem Rathaus ein kleiner Dorfplatz entsteht.

Die Baumaßnahme schlage mit rund 790.000 Euro zu Buche, erläutert Michael Heitzmann. Weil das 1784 errichtete Gebäude unter Denkmalschutz stehe, sei die Sanierung sehr anspruchsvoll, denn die Grundsubstanz des Altbaus müsse so weit wie möglich erhalten bleiben. Darum könnten beispielsweise beschädigte Balken in der Dachkonstruktion nicht einfach ausgetauscht werden – stattdessen müssten die Handwerker sie sorgfältig instand setzen. „Wir sind zuversichtlich, dass das Korker Rathaus im Dezember 2018 fertig ist“, zeigt sich Michael Heitzmann trotz der zahlreichen Auflagen optimistisch. Entscheidend sei allerdings, dass trotz des Fachkräftemangels genügend Handwerker gefunden würden.

Damit das Rathaus überhaupt saniert werden kann, musste es im Vorfeld praktisch vollständig entkernt werden. Die meisten dieser Arbeiten wurden von den Mitarbeitern der Ortsverwaltung übernommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. So entfernte Patric Jockers beispielsweise gemeinsam mit dem Korker Ratsschreiber Michael Marx unter anderem auf dem Dachboden den Zwischenboden und die Trennwände. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir bald ein barrierefreies Rathaus beziehen können“, betont er. Gerade in einer Ortschaft wie Kork, in der rund 400 Menschen mit Beeinträchtigungen lebten, sei dies sehr wichtig. Aus diesem Grund erhält auch der städtische Inklusionsbeauftragte im Korker Rathaus ein neues Büro. Dieser setzt sich für eine inklusive Gemeinschaft ein, in der alle Menschen mit Beeinträchtigungen, junge und ältere Menschen, Familien mit Kindern sowie Menschen mit und ohne Migrationshintergrund möglichst uneingeschränkt am alltäglichen Leben in der Gemeinschaft teilhaben können.

Bevor saniert werden kann, mussten unter anderem die Wände und Böden freigelegt werden - die meisten dieser Arbeiten verrichtete Patric Jockers gemeinsam mit den Mitarbeitern der Ortsverwaltung selbst.
Gemeinsam mit Michael Heitzmann (rechts) verschaffte sich Ortsvorsteher Patric Jockers bei der Vor-Ort-Begehung ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten.
Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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