Die Kehler Umweltpädagogin erklärt
Interaktives Projekt zum "ökologischen Fußabdruck"

Insa Espig demonstriert, wie man etwa beim Thema Essen seinen "ökologischen Fußabdruck" bemisst.
  • Insa Espig demonstriert, wie man etwa beim Thema Essen seinen "ökologischen Fußabdruck" bemisst.
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Kehl (als). Für das Thema Umwelt und Klimawandel gehen Schüler inzwischen auf die Straße und demonstrieren für Veränderungen. Da startet das Kehler Unbekannte Forst-Objekt (UFO) im Garten der zwei Ufer mit einer Themenreihe zum "ökologischen Fußabdruck" und dem individuellen Ressourcenverbrauch in die neue Saison. Für die neue Ausstellung, die bis 5. Mai geöffnet ist, rechnet Kehls städtische Umweltpädagogin Insa Espig mit weit über 1.000 Besuchern.

Das Projekt der evangelischen Landes- und Freikirchen bietet auf rund 70 Quadratmetern ein vier Säulenmodell, so Espig. Die einzelnen interaktiv zu besichtigenden Stationen stünden unter der Überschrift "Zukunftsfähig" böten Interaktives zu Ernährung, Mobilität, Konsumverhalten und Wohnen. Für den persönlichen "Fußabdruck" werde der Konsumverbrauch jedes Einzelnen in Relation zum Vorhandensein der natürlichen Ressourcen wie Weide, Ackerland, Wald, Fischgründen sowie die Kohlenstoffdioxid-Absorption der Flächen berechnet.

Bei der Station um zukunftsfähiges Essen können die Besucher, indem sie mit unterschiedlich großen Holzbausteinen ihr Nahrungskonsumverhalten in den Kategorien niedrig, selten, häufig und oft selbst einschätzen. Dabei geht es um den Verzehr der Lebensmittel Fleisch, Fisch, tierische Eiweißprodukte und Biolebensmittel aus regionaler Herkunft. Daraus ergibt sich ein individueller Betrag, der in der Einheit Globale Hektar (gha) angegeben ist. Dieser wird in Relation zum Durchschnittswert eines Deutschen gesetzt.

Nordamerika, Europa, China und Bangladesch hätten jedoch von Natur aus unterschiedlich Ansätze, erklärt Espig. "Selbst wenn ein Einwohner Kehls das gesamte Jahr über Rad fahre, habe dieser einen höheren Ansatz als ein Bengali", so die Umweltpädagogin.

Weitere Stationen fragen nach der Nutzung von moderner Technik, dem Verbrauch von Papier, der Verursachung von Müll, der Wohnsituation und sonstiger weiterer Nutzung von Konsumgütern eines Jeden. So ergibt sich zu den verschiedenen Themen der individuelle "Fußabdruck". Bleibe der Konsument unter der Grenze des durchschnittlichen Wertes, so hinterlasse er keinen ökologischen belastbaren Abdruck für nachfolgende Generationen. Die Ausstellung dauert bis zum 5. Mai an und hat immer an den Sams-, Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Espig ist der Meinung, dass die Anbauflächen in Deutschland für eine gesunde Selbstversorgung der hiesigen Bevölkerung ausreichen würde, sofern jeder seinen Konsum auf Nachhaltigkeit und Verzicht ausrichten würde, betont sie. Aber bei der Station zur Mobilität habe eine Studie ergeben, dass zwei Drittel der Kehler lieber ihr eigenes Auto anstatt des Fahrrades oder des ÖPNV nutzten, so Espig. Sechs Schulklassen aller Schularten würden die vier Ausstellungen eines Jahres besuchen.

Die weiteren Schwerpunkte bis zum Oktober werden die Themen Flächenverbrauch, Weltacker sowie nachhaltiger Konsum beinhalten. Für die kleinen und großen Besucher gibt es einen überdimensional großen weißen Würfel, der auf einen Seiten Tipps zum ökologisch wertvollen Leben erhält, wie den Hinweis saisonale und regionale Obst- und Gemüsesorten einzukaufen und keine Geräte über Nacht im Stand-by-Modus laufen zu lassen. Eine Infostation zur Gebäudesanierung und Energieeffizienz komplettieren die interaktive Ausstellung im Kehler Rheinvorland.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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