Glasfaserausbau in Leutesheim
OB Vetrano: „Das ist Stadtentwicklung“

Oberbürgermeister Toni Vetrano (v. l.), Projektleiter Michael Timm und Klaus Vogel, Regionalmanager der Telekom, sowie Leutesheims Ortsvorsteher Heinz Faulhaber | Foto: Stadt Kehl
  • Oberbürgermeister Toni Vetrano (v. l.), Projektleiter Michael Timm und Klaus Vogel, Regionalmanager der Telekom, sowie Leutesheims Ortsvorsteher Heinz Faulhaber
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Kehl-Leutesheim (st). Die Planungen für das schnelle Internet in Leutesheim sind abgeschlossen – jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Eigentlich hätte es zu diesem Anlass in Leutesheim ein Dorffest gegeben, sind sich Ortsvorsteher Heinz Faulhaber und Oberbürgermeister Toni Vetrano einig. Doch coronabedingt konnte der Beginn des Glasfaserausbaus am Mittwoch, 24. März, in der Ortschaft nur im kleinsten Kreis begangen werden.

"Leutesheim wird an Welt angebunden"

„Für Leutesheim ist das ein Riesenschritt, dass wir jetzt an die Welt angebunden werden“, sagte ein sichtlich erfreuter Heinz Faulhaber und dankte Toni Vetrano für sein persönliches Engagement für den Breitbandausbau: „Sie haben hier wirklich sehr viel gemacht.“ Der OB fasste das Ereignis in drei Worten zusammen: „Das ist Stadtentwicklung.“ Am Rande des kurzen Treffens berichtete Klaus Vogel, Regionalmanager der Deutschen Telekom, vom Baufortschritt in Zierolshofen: Wenn alles planmäßig laufe, könnten im September/Oktober die ersten Hausanschlüsse in Betrieb gehen.

„Ich bin froh und dankbar, dass wegen Corona nicht alles stillsteht“, freute sich der OB über den Baubeginn in Leutesheim. „Spätestens durch die Pandemie mit Homeoffice und Homeschooling ist deutlich geworden, dass schnelles Internet kein Luxus ist, sondern zur Daseinsvorsorge gehört“. Auch Ortsvorsteher Heinz Faulhaber begrüßt den bevorstehenden Baubeginn: „Ich bin froh, dass die Arbeiten jetzt beginnen und Leutesheim in Sachen Hochgeschwindigkeitsinternet bald nicht mehr zu den weißen Flecken im Land gehört.“ Rückblickend müsse man sagen, sei es vielleicht sogar ganz gut gewesen, dass es mit dem Internetausbau so lange gedauert habe: „Jetzt bekommen wir die optimale Lösung.“

„Die Planungen sind abgeschlossen, jetzt graben wir“, kündigte Klaus Vogel an. Die Beeinträchtigungen für die Anwohner werde man so gering wie möglich halten. „Wir gehen immer in überschaubaren Bauabschnitten vor.“ Mehr als 51 Kilometer Glasfaser und 15 Verteiler werden nach der Fertigstellung für höhere Bandbreiten sorgen. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit bekämen Kundinnen und Kunden den schnellsten Anschluss für gleichzeitiges Streaming, Gaming und Homeoffice. Insgesamt werden von dem Ausbau rund 500 Haushalt profitieren können.

Gemeinsam mit Projektleiter Michael Timm gab Klaus Vogel zudem einen Überblick über die laufenden Arbeiten zum Breitbandausbau in Auenheim und Zierolshofen: „Mehrere Tiefbaukolonnen sind in beiden Ortschaften aktiv dabei, die vielen Rohre in den Boden zu bekommen.“ Wenn es keine unerwarteten Schwierigkeiten mehr gibt, könnten die ersten Anschlüsse in Zierolshofen im September oder Oktober in Betrieb gehen, gab sich Michael Timm zuversichtlich; in Auenheim könnte dies bis zum Jahresende gelingen.

In Leutesheim werden nun im Tiefbau Kabel zu den Straßenverteilern gelegt. Auf den Trassen entlang dieser Zuführungen werden bereits die jeweiligen Hausanschlüsse gebaut. Die Firmen klären mit den Eigentümerinnen und Eigentümern die Termine ab. Nach dem Tiefbau für die Zuführungen und dem Aufstellen der neuen Straßenverteiler werden die Glasfaserkabel in die Lehrrohre eingeblasen und montiert. Für das Einblasen in Richtung Häuser wird eventuell eine weitere Abstimmung mit den Ansprechpartnern für die Gebäude erforderlich werden. Bei Einfamilienhäusern werden die Kabel-Abschlusspunkte im Keller/am Haus platziert. Erst nach entsprechender Buchung eines Glasanschlusses werden dann im Haus abschließende Arbeiten ausgeführt – soweit erforderlich. So muss vielleicht noch ein Glasfaserkabel zum Router in den Wohnbereich gelegt werden.

Bei Zwei- und Mehrfamilienhäusern werden nach Terminabsprache die Zuführungen von der Hauseinführung in die einzelnen Etagen bis in den Eingangsbereich der Wohnung gebaut. Bei einer Buchung des Glasanschlusses sind hier im Regelfall nur wenige Anpassungen der Verkabelung in die beziehungsweise in der Wohnung erforderlich. Dies ist letztendlich vom Produkt der jeweiligen Nutzer abhängig.

Die Buchung des neuen Anschlusses kann jedoch erst nach Fertigstellung der jeweiligen Netzabschnitte erfolgen, da eine komplett neue Struktur aufgebaut wird. Sobald die Möglichkeit zur Buchung besteht, werden die potentiellen Nutzer informiert.

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