Neubaugebiet Neumühl
Strom und Wärme dank regenerativer Energiequellen

Auch bestehende kommunalen Gebäude wie die Ortsverwaltung, die Mehrzweckhalle und die alte Grundschule können an das neue Wärmenetz angeschlossen werden.
  • Auch bestehende kommunalen Gebäude wie die Ortsverwaltung, die Mehrzweckhalle und die alte Grundschule können an das neue Wärmenetz angeschlossen werden.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl-Neumühl (st). Das Neubaugebiet Hühnerbünd II und die kommunalen Liegenschaften Neumühls sollen in Zukunft klimaneutral mit Strom und Wärme versorgt werden. Im Rahmen einer vom Bundesprogramm Wärmenetze 4.0 geförderten Machbarkeitsstudie prüft die beauftragte Projektgruppe bestehend aus drei Ingenieurbüros gemeinsam mit der Verwaltung, welche Variante sich besser eignet: Ein kaltes oder warmes Nahwärmenetz. Die Probebohrung dafür startet in den kommenden Wochen.

Photovoltaikanlagen und Grundwasserwärmepumpen

Für eine möglichst klimaneutrale Versorgung mit Wärme und Strom sollen laut dem städtischen Energiemanager Max Pfuhler Photovoltaikanlagen und Grundwasserwärmepumpen eingesetzt werden. Bei Letzterem stammt die Wärmeenergie aus dem Grundwasser, das aus dem Erdreich gepumpt und auf eine angenehme Temperatur gebracht wird.
Um Quartiere oder größere Baugebiete mit erneuerbarer Wärme zu versorgen, eignen sich Nahwärmenetze gut: „Das kann entweder als kaltes oder als warmes Netz betrieben werden“, erklärt Max Pfuhler.

Bei einem kalten Nahwärmenetz verfüge jedes Gebäude über eine eigene Wärmepumpe. Bei einem warmen Nahwärmenetz werde eine zentrale Wärmepumpe verwendet und die Gebäude werden dann mit einer zusätzlichen Warmwasser-Wärmepumpe realisiert. „Da Wärmepumpen mit Strom betrieben werden, ist eine Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher zu empfehlen.“ Das gesamte Nahwärmenetz soll durch einen Investor betrieben werden.

Probebohrung startet demnächst

Zunächst muss ermittelt werden, welche der beiden Varianten – kaltes oder warmes Wärmenetz – sich für den Einsatz im Hühnerbünd II eignet. Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat eine Bietergemeinschaft- bestehend aus drei Firmen beauftragt: Das Ingenieurbüro Schäffler Sinnogy aus Freiburg, das Planungsbüro Roland Reiter aus Weingarten und das Waldkircher Büro Frey-BGW für Geowissenschaften. Ein wichtiger Aspekt auf dem Weg zum klimaneutral versorgten Quartier wird die Probebohrung auf dem Gelände sein. Dabei wird ein Pilotbrunnen erstellt und die Ergiebigkeit des Grundwassers untersucht. „Die entsprechenden Antragsunterlagen für die Probebohrung wurden bereits bei der zuständigen Behörde eingereicht“, teilt Michael Heitzmann, Leiter des städtischen Bereichs Gebäudemanagement mit.

Förderung durch Bundesprogramm möglich

Gefördert wird die Machbarkeitsstudie durch das Bundesprogramm Wärmenetze 4.0. Auch für die spätere Realisierung des Nahwärmenetzes mit erneuerbaren Energien stehen Fördermittel aus dem Programm bereit. Mit Blick auf die an das Neubaugebiet angrenzenden kommunalen Gebäude wie die Ortsverwaltung, die Mehrzweckhalle und die alte Grundschule weist Max Pfuhler darauf hin, dass das Programm auch hohe Förderquoten für den Anschluss von Bestandsgebäuden an das neue Wärmenetz biete.

Wer technische Fragen zum Neubaugebiet Hühnerbünd II und zu der geplanten Nahwärmeversorgung hat, kann sich an den städtischen Energiemanager Max Pfuhler wenden. Als Projektkoordinator ist er die Schnittstelle zwischen der Verwaltung und den beauftragten Firmen. Max Pfuhler ist unter Telefon 07851/884207 oder per Mail.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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