Verstärkung gesucht
Wasserband-Team hält beliebte Attraktion in Schuss

Das Wasserband-Team reinigt zweimal pro Woche den künstlich angelegte Wasserweg am Altrhein. | Foto: Stadt Kehl
  • Das Wasserband-Team reinigt zweimal pro Woche den künstlich angelegte Wasserweg am Altrhein.
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Kehl (st). Damit Kinder, Familien und Touristen sorglos im Wasserband zwischen Rhein und Altrhein plantschen und spielen können, reinigt eine Gruppe ehrenamtlicher Kehler zweimal pro Woche das künstlich angelegte Flussbett im Garten der zwei Ufer. Ihr Einsatz hält den beliebten Spielplatz der Rheinstadt seit 16 Jahren sauber. Das Team besteht aus 14 Männern und Frauen; für die Reinigung werden mindestens zwölf Personen benötigt, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Weil jedoch immer Mal wieder jemand bei den Putzaktionen aussetzen muss, sind helfende Hände jederzeit willkommen. Mitmachen kann jede und jeder, eine Altersgrenze gibt es nicht: dienstags und freitags trifft sich die Gruppe von 7 bis 9 Uhr, Interessierte können ohne Verpflichtungen in das Ehrenamt reinschnuppern. Die einzige Voraussetzung: eigene Gummistiefel.

Win-win-Situation

„In den ersten Jahren mussten wir das Putzwasser noch mit Schubkarren und Eimern aus dem Rhein holen“, erzählt das langjährige Wasserband-Team-Mitglied Rolf Grass. Mittlerweile stellt die Stadt jedoch Besen, Schläuche, Eimer und Bürsten zur Verfügung, um die Reinigungsaktion so angenehm wie möglich zu gestalten. Eine echte Win-win-Situation: „Die Stadt ist durch uns um eine saubere Attraktion reicher und wir bekommen unseren Frühsport“, sagt Karlo Roth, der seit 2013 ehrenamtlich zu Eimer und Bürste greift. Neben der sportlichen Betätigung schätzen die Mitglieder am Wasserband-Team vor allem das Gefühl Gutes zu tun, die Weltoffenheit der Gruppe, außerdem können sie dort die neusten Nachrichten aus Kehl aufschnappen. Langweilig wird es nie: Neben Sand und Schlamm werden auch immer wieder Spielzeuge, Rucksäcke und Kleider zu Tage gefördert. „Wir legen die Sachen dann meist zum Trocknen auf die Steine neben dem Wasserband, damit die Besitzer sie am nächsten Tag abholen können“, berichtet Karlo Roth. Vor strengen Gruppen-Regeln müsse sich bei ihnen niemand fürchten, erklärt Rolf Grass: „Wenn jemand erst ab 8 Uhr kann, ist das für uns natürlich in Ordnung. Wir wollen niemanden zum Frühaufsteher erziehen.“ Sprachliche Barrieren seien ebenfalls keine Hürde, im Wasserband-Team wird Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch gesprochen.

Gruppe wurde 2005 gegründet

Erstmals zusammengerufen wurde die ehrenamtliche Gruppe 2005 von dem früh verstorbenen und einstigen Mitinitiator des SeniorenForumKehls, Walter Fischer. Als er seinen Enkelsohn am Wasserband spielen ließ, machte die Wasserstraße auf ihn einen schmutzigen Eindruck. Seither treffen sich die Mitglieder der Putztruppe in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte September, jeweils dienstags und freitags von 7 bis 9 Uhr; am ersten Arbeitstag jeder Saison gibt es traditionell ein Brezelfrühstück im Haus der Jugend. Den Abschluss des Jahres bildet ein ausgiebiges Frühstück in einer Bäckerei. Aufgrund der Pandemie sprudelte das Wasserband in diesem Jahr erst ab dem 10. Juni.

Wer sich an den Reinigungsaktionen des Wasserbands beteiligen möchte, kann sich bei Joachim Kubitza von der Stadtverwaltung melden, telefonisch unter 07851/882410 oder per E-Mail an j.kubitza@stadt-kehl.de.

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