19. April 2017, 09:35 Uhr | 0 | 78 Leser

Kein Besucherandrang an den Fahrgeschäften des Kehler Vergnügungsparks
Regen und Kälte verderben den Auftakt zum Ostermarkt

Die Schausteller des Kehler Ostermarktes hoffen auf Sonne und etwas Wärme in dieser Woche.
Die Schausteller des Kehler Ostermarktes hoffen auf Sonne und etwas Wärme in dieser Woche. (Foto: gro)

Kehl (gro). Das Wetter machte nicht nur den Schaustellern des Kehler Ostermarktes einen Strich durch die Rechnung. Auch der Frühlingsmarkt, der am Ostersonntag und -montag in der Innenstadt stattfand, litt unter den Wetterkapriolen. "Zu kalt und zu nass", brachte es der Organisator des Ostermarktes, Theo Hahn, auf den Punkt. Es hätten zwar immer wieder Besucher den Weg auf den Festplatz Läger gefunden, doch sobald es geregnet habe, seien sie wieder gegangen. Deshalb fällt die Bilanz der Schausteller nach dem ersten – und eigentlich auch für den Umsatz wichtigsten Wochenende – durchwachsen aus.
"Das Wetter ist das große Thema", stellte auch Volker Lorenz von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs GmbH der Stadt, die den Frühlingsmarkt ausrichtet, fest. "Alle sind auf die Umsätze angewiesen."
Zum ersten Mal wurden zur Sicherung des Festplatzes die sogenannten "spanischen Reiter" aufgestellt. Sie verhindern, dass das Festgelände ungewollt mit größeren Fahrzeugen erreicht werden kann. Zur B28 haben die Schausteller ihre schweren Sattelzüge positioniert, so dass es auch hier nicht zu unliebsamen Zwischenfällen wie etwa auf dem Berliner Weihnachtsmarkt kommen kann. "Auch wenn es keine Pflicht zu diesen Sicherungsmaßnahmen gibt", machte Volker Lorenz deutlich. "Es war uns wichtig, ein Zeichen zu setzen und eine gewisse Sicherheit zu vermitteln." Man könne nicht einfach sagen, in Kehl könne so etwas nicht passieren.
"Sie alle erleben die Einschränkungen, die der Bushaltesteig, der vor etwa einem Jahr auf dem Läger gebaut wurde, mit sich bringt", betonte Volker Lorenz. Dabei werde es nicht bleiben. "Die Weiterführung der Tramlinie D bis zum Kehler Rathaus wird weitere Auswirkungen auf den Ostermarkt haben", redete er nicht lange um den heißen Brei herum. Es gebe noch keinen endgültigen Bauzeitenplan, aber fest stehe schon jetzt, dass von beiden Seiten – also vom Rathaus in Richtung Bahnhof und vom Bahnhof zum Rathaus – gebaut werde. Der Läger werde als Baustelleneinrichtungsplatz benötigt. Er solle als Lager für die Baumaterialien und -maschinen dienen. Aber in welchem Umfang, dies den Ostermarkt einschränke, das könne er jetzt noch nicht abschließend sagen. "Wir halten die Schausteller über Theo Hahn auf dem Laufenden", versprach Lorenz und betonte: "Wir setzen uns dafür ein, dass sie im nächsten Jahr ihr Jubiläum möglichst ohne Einschränkungen feiern können." 2018 wird der Ostermarkt zum 65. Mal stattfinden.
Nach wie vor plädieren die Schausteller des Vergnügungsparks dafür, den Frühlingsmarkt wieder räumlich mit dem Ostermarkt zu verbinden. "So profitieren beide voneinander", lautete die einhellige Meinung. Lorenz wies darauf hin, dass Straßensperrungen für diesen Zweck nicht erwünscht seien, versprach aber, bei den Marktbeschickern nachzuhaken, ob sie einen Umzug in Richtung Läger wollen. Kritisch werden auch die Gastrostände auf dem Frühlingsmarkt gesehen. Damit mache man den Schaustellern das Leben schwer.