Fahrzeug Ende Januar in der Ortenau im Testeinsatz
Erster Brennstoffzellenzug der Welt

Neueste Technik: "Coradia iLint"

Lahr. Welche innovativen Schienenfahrzeuge gibt es derzeit auf dem Markt? Dieser Frage ging der SWEG-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Lahl zusammen mit weiteren SWEG-Aufsichtsratsmitgliedern und dem SWEG-Vorstand nach. Die Delegation unternahm eine Dienstreise ins niedersächsische Bremervörde, wo die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser Gmbh (evb) seit Mitte September den ersten Brennstoffzellenzug der Welt im Fahrgastbetrieb einsetzt.

Das Fahrzeug, der von der Firma Alstom gebaute "Coradia iLint", ermöglicht emissionsfreie Mobilität, denn es stößt nur Wasserdampf aus. Es verfügt neben zwei Brennstoffzellen, die Wasserstoff und Sauerstoff zu Strom umwandeln, zusätzlich über zwei große Batterien, die die beim Bremsen entstehende Energie speichern. Die Batterien versorgen den Zug beim Beschleunigen mit Strom, bevor auf die Brennstoffzelle umgeschaltet wird. Die evb setzt das Fahrzeug im Weser-Elbe-Netz ein – die SWEG-Delegation fuhr auf der Strecke von Bremervörde nach Zeven mit. „Der 'iLint' fährt sehr ruhig, sodass unsere Fahrt reibungslos und sehr angenehm verlief“, resümiert Uwe Lahl. Das Fahrzeug sehe von außen wie ein Standardtriebwagen aus; die Akzeptanz bei Fahrpersonal und Fahrgästen sei hoch.

Testeinsatz im Schwarzwald geplant

Aufgrund der positiven Erfahrungen vor Ort mit dem "Coradia iLint" hat der Vorstand der SWEG beschlossen, das Brennstoffzellenfahrzeug in der Ortenau zu testen – voraussichtlich am 30. Januar. „Der Test ist wichtig, weil im Schwarzwald andere Höhenunterschiede zu bewältigen sind als im norddeutschen Flachland“, sagt der SWEG-Vorstandsvorsitzende Johannes Müller.

Der Hintergrund: Das Land Baden-Württemberg plant voraussichtlich von Dezember 2022 an, den ersten Zug mit Brennstoffzellen- oder Batterieantrieb auf dem Netz der Ortenau-S-Bahn einzusetzen. Die Fahrleistungen wird die TRAPICO Schieneninnovations GmbH übernehmen, ein Unternehmen unter dem Dach des SWEG-Konzerns, das jedoch vollständig vom Land kontrolliert wird.

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