Einigung erzielt
Flugbetrieb in Lahr ist langfristig gesichert

Lahr (st) Langfristige Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten für den Flughafen Lahr: Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht und die Stadt Lahr sind übereingekommen, den Flugbetrieb in den kommenden Jahren in der bewährten Konstellation fortzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Lahr.

Hierfür verzichten beide Seiten für die Dauer von 15 Jahren auf die Kündigungsmöglichkeit der zu Grunde liegenden Vertragswerke. Damit besteht für alle Beteiligten eine langfristige Planungssicherheit. Dies wiederum ist eine wesentliche Grundlage dafür, den Flugbetrieb zukunftsfähig weiterzuentwickeln und dem Flughafen Lahr neue Perspektiven zu eröffnen.

Die Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH wird für den Rettungshubschrauber „Christoph Ortenau“, den die DRF Luftrettung im April 2026 in Betrieb genommen hat, einen modernen Hangar mit Station errichten. Für Investoren eröffnet sich die Möglichkeit, zusätzliche Hangars im Umfeld der Rettungshubschrauberstation anzuschließen und weitere Flugzeuge in Lahr zu stationieren. Hierzu laufen bereits intensive Gespräche mit potenziellen Interessenten. Dank des Engagements von Herrenknecht erhöhen sich somit auch die Attraktivität und das Potenzial für weitere gewerbliche Nutzungen, die eng mit dem Flugbetrieb verbunden sind.

Wichtiger Standortfaktor

„Der Flughafen Lahr ist für mich seit vielen Jahren eine Herzensangelegenheit, weil er ein wichtiger Standortfaktor für unsere Heimatregion ist. Mit der langfristigen Vereinbarung schaffen wir die notwendige Planungssicherheit, um Investitionen anzustoßen, den Flugbetrieb zukunftsfähig weiterzuentwickeln und neue Perspektiven für Wirtschaft, Luftrettung und Innovationen in Lahr zu eröffnen. Davon werden die Stadt und die gesamte Region nachhaltig profitieren“, erklärt Herrenknecht.

„Seit Martin Herrenknechts Einstieg im Jahr 2012 hat sich der Flugbetrieb in Lahr sukzessive zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt“, betont Oberbürgermeister Markus Ibert. „Sein langfristiges Bekenntnis zum Flughafen und sein persönliches Engagement sind nun ein sehr starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort und auch für die Gesundheitsversorgung in der gesamten Region. Sämtliche Flugbetriebslizenzen sind somit durch die weitere Ausübung gesichert.“

Der zivile Flugbetrieb am Flughafen Lahr nimmt damit weiter Fahrt auf. Er unterscheidet sich gerade in wirtschaftlicher Hinsicht deutlich von anderen, kleineren Regionalflughäfen: Der Betrieb des Flughafens ist nicht defizitär und der Stadt als Eigentümerin der Flugbetriebsfläche fließen aus der Bewirtschaftung der Gebäude durch die Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ) jährlich Mieterlöse in mittlerer sechsstelliger Höhe zu.

Der Flughafen Lahr verzeichnet jährlich etwa 12.000 Starts und Landungen. Er bietet eine leistungsfähige Infrastruktur für Geschäfts- und Charterflüge – unter anderem für den SC Freiburg sowie für Gastmannschaften, die im Europa-Park Stadion antreten.

Hintergrund

Die Stadt Lahr hat die 201 Hektar große Flugbetriebsfläche einschließlich der Start- und Landebahn mit Kaufvertrag vom Dezember 2012 von der Bundesrepublik Deutschland erworben. Die Aufgaben auf dem Areal sind in einem Rechtskonstrukt geregelt, das mehrere unbefristete Verträge umfasst. Beteiligt sind die von Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht getragene Betreibergesellschaft Lahrer Flugbetriebs GmbH & Co. KG, die Stadt Lahr und die von ihr getragene Lahrer Flugbetriebslizenzen Holding GmbH sowie die Industrie- und Gewerbezentrum Raum Lahr GmbH (IGZ); die das Areal im Auftrag der Stadt bewirtschaftet. Den Rahmen für die Übereinkunft der Vertragsparteien, für die Dauer von 15 Jahren auf ihr gegenseitiges Kündigungsrecht zu verzichten, wird ein Konsortialvertrag bieten, der aktuell erarbeitet und dem Gemeinderat der Stadt Lahr im Herbst 2026 zum Beschluss vorgelegt wird.

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