Güterverkehrterminal Lahr: Stadt und IGZ treiben Planungen voran
Gutachten bestätigt beste Lage und genug Potential

IGZ-Geschäftsführer Markus Ibert (links) und Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller wollen jetzt schon Weichen für das Güterverkehrterminal stellen, das frühestens 2013 realisiert wird.
  • IGZ-Geschäftsführer Markus Ibert (links) und Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller wollen jetzt schon Weichen für das Güterverkehrterminal stellen, das frühestens 2013 realisiert wird.
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Lahr (krö). Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller sowie der Geschäftsführer der IGZ GmbH Markus Ibert stellten im Rahmen einer Pressekonferenz den aktuellen Planungsstand zur Realisierung eines Güterverkehrsterminals (GVT) am Standort Lahr. Auch zu den Überlegungen der Deutschen Bahn, am Flughafen einen Betriebsbahnhof einzurichten, nahmen sie Stellung.
Das GVT hat Eingang gefunden in die 2016 beschlossene Fortschreibung des Regionalplans sowie in den 2010 neu aufgelegten Generalverkehrsplan des Landes Baden-Württemberg. Ein Gutachten bestätigt dem Standort Lahr erneut sowohl beste Lage- und Anbindungsvoraussetzungen für ein Terminal für unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV), auch Behälterverkehr genannt, als auch der Region am Standort Lahr genügend Güterpotenzial für die Auslastung eines GVT. Zum anderen ist die DB Netze zwischenzeitlich auf die Stadt Lahr zugegangen, um über Möglichkeiten der Einrichtung eines Betriebsbahnhofs am Standort Lahr zwischen der Autobahn-Trasse und dem „startkLahr“-Areal zu sprechen. Der Bau eines GVT ist zeitlich und Infrastrukturell gekoppelt an den Bau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn. 
Folgende Leitidee für eine Eigentümer- und Betriebsstruktur eines GVT wurden von der Stadt und der IGZ entwickelt: Die Zuführungsstrecken und Betriebsflächen sind komplett in öffentlicher Hand; die aufzubauende Infrastruktur – Gleise, Kräne, zentrale Anlagen – ist mehrheitlich in öffentlicher Hand; die Betreibergesellschaft sollte in privaten Händen liegen.
Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller: "Die Flächen und der Zugang müssen öffentlich sein. Die Infrastruktur, also Gleise und Kräne, können öffentlich sein. Hierfür gibt es europäische und nationale Förderungen derzeit bis zu 85 Prozent. Der spätere Betrieb muss privat erfolgen. Für die Bereiche Flächen und Infrastruktur sei das Modell einer Regionalaktie zu entwickeln, die der öffentlichen Hand –ähnlich der E-Werk-Aktien – langfristig Beteiligung, Steuerung und Erträge sichert.“
Die Prüfung und Umsetzung dieser Zielsetzungen erfordert eine zentrale Steuerung, die insbesondere auch die Flächenentwicklung des gesamten Areals mit beinhaltet. Müller wird deshalb dem Gemeinderat, der Verbandsversammlung IGP und den Gesellschaftern der IGZ ein Konzept zur Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft, möglichst noch im ersten Halbjahr 2018, vorlegen. Eine weitere wichtige Frage, die dann zu diskutieren sein wird, ist, wer seitens der öffentlichen Hand für eine Mitträgerschaft in Frage kommen könnte: Müller sieht hierbei zuvorderst die Stadt Lahr und den Ortenaukreis sowie die Mitgliedsgemeinden im Zweckverband IGP, aber auch den Zweckverband selbst.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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