Innovationen und frühkindliche Bildung
Marion Gentges zu Besuch in Lahr

Cornelia Guth (v. l.), Leiterin der Abteilung Volkshochschule, Mediathek und Jugend, Silke Kabisch, Leiterin des Amts für Hochbau, Gebäudemanagement und Projektsteuerung, Tobias Fischer, Geschäftsführer der StartkLahr Innovationen gGmbH, Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Markus Ibert sowie Thorsten Rössler und Nils Meurer, Meurer Architektur, beim Rundgang durch das Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33 | Foto:  Büro Marion Gentges
  • Cornelia Guth (v. l.), Leiterin der Abteilung Volkshochschule, Mediathek und Jugend, Silke Kabisch, Leiterin des Amts für Hochbau, Gebäudemanagement und Projektsteuerung, Tobias Fischer, Geschäftsführer der StartkLahr Innovationen gGmbH, Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Markus Ibert sowie Thorsten Rössler und Nils Meurer, Meurer Architektur, beim Rundgang durch das Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33
  • Foto: Büro Marion Gentges
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Lahr (st) Das Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33 und der Umbau des alten Schulhauses in Reichenbach zur Kita waren die zentralen Themen eines Besuchs von Marion Gentges MdL, Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, bei Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert.

Bei einem Rundgang informierte sich die Ministerin zunächst über das InnoLaB33, das nach Abschluss der aktuell laufenden Gebäudesanierung zu Jahresbeginn 2027 seine Türen öffnen wird. Das Land Baden-Württemberg und die Europäische Union fördern die Gebäudesanierung mit mehr als 1,2 Millionen Euro, die Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützt den operativen Betrieb des InnoLaB33 mit einer halben Million Euro.

Sanierung im Zeitplan

Die Sanierungsarbeiten sind im Zeitplan: Die Fenster der Oberlichter sowie die Außentüren auf die Rampen sind eingebaut, die alten Wände abgebrochen, die neuen Holzständerwände werden eingezogen. Die Rampe wird saniert, die Außenanlage entsiegelt und eine Regenwasserzisterne eingebaut. Die Elektro- und Sanitärleitungen sind bereits zum größten Teil gelegt. Die Arbeiten im Rahmen der Kooperation mit dem E-Werk Mittelbaden zu Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladesäulen beginnen Anfang November 2026.

Wie Geschäftsführer Tobias Fischer ausführte, wird das InnoLaB33 Raum für Innovationen bieten und an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Start-Ups, Kommune und Region agieren. Vorgesehen sind 13 Einheiten von 20 bis 140 Quadratmeter Fläche, eine Werkstatt, acht Co-Working-Plätze, zwei Besprechungsräume sowie ein offener Bereich für Arbeiten, Networking und Veranstaltungen. Regionales Alleinstellungsmerkmal ist der Fokus auf Industrie und Produktion, der Synergien vor allem mit den ansässigen mittelständischen Unternehmen verspricht. Mehrere Mietanfragen sowie Interessensbekundungen für Kooperationen und Veranstaltungsformate liegen bereits vor.

Über den Umbau des Alten Schulhauses in Reichenbach informierten Silke Kabisch, Leiterin des Amts für Hochbau, Gebäudemanagement und Projektsteuerung, und Cornelia Guth, Leiterin der Abteilung Volkshochschule, Mediathek und Jugend. Ziel ist, das historische Gebäude im Reichenbacher Ortskern zu erhalten und umzunutzen. Die bisher zum Teil dort untergebrachte Grundschule ist zum neuen Schuljahr schon ins neue Schulhaus umgesiedelt, sodass nach den Umbauarbeiten die katholische Kita St. Josef ihr sanierungsbedürftiges Gebäude verlassen und im alten Schulhaus einziehen kann.

Das sanierte Gebäude kann zwei Krippengruppen im Erdgeschoss sowie drei Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder im ersten Obergeschoss aufnehmen. Das Gebäude wird barrierefrei erschlossen, Haustechnik und sanitäre Anlagen werden komplett erneuert. Die ortsbildprägende Fassade erhält neue Fenster, bleibt aber ansonsten unverändert. Auf dem Außengelände entstehen ebenerdige Spielflächen für die Krippenkinder und ein terrassierter Bereich für die Älteren, denen außerdem ein öffentlicher Spielplatz hinter dem neuen Schulgebäude zur Verfügung stehen wird. Derzeit läuft das Bauantragsverfahren, die Gesamtkosten für den Umbau betragen voraussichtlich rund 5,6 Millionen Euro, ein Förderantrag im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Regierungspräsidiums Freiburg über 750.000 Euro wurde in Aussicht gestellt.

Mit dem Projekt ist nach aktuellen Prognosen die rechnerische Bedarfsdeckung an Kita-Plätzen im Lahrer Stadtgebiet erreicht. Angestrebt wird die Eröffnung zum Kita-Jahr 2027/28.

„Ich freue mich sehr, dass das historische Schulhaus in Lahr-Reichenbach eine neue Zukunft als Kindertagesstätte erhält“, sagt Marion Gentges. „Durch seine zentrale Lage im Ortskern prägt das Gebäude das Ortsbild und ist ein wichtiger Teil der örtlichen Identität. Die geplante Umnutzung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir wertvolle historische Bausubstanz erhalten und zugleich einen ganz konkreten Mehrwert für die Menschen vor Ort schaffen können. So wird aus einem Stück Ortsgeschichte ein lebendiger Ort für die nächste Generation.“

„Das InnoLaB33 und das alte Schulgebäude in Reichenbach belegen das große Potenzial, bestehende Gebäude mit schlüssigen Raumkonzepten zukunftsgemäß umzunutzen – nachhaltig und ohne zusätzliche Versiegelung von Flächen“, betont Oberbürgermeister Markus Ibert. „Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten der Stadtverwaltung, die diese Vorhaben voranbringen – und ganz besonders Ministerin Marion Gentges für ihr persönliches Interesse ebenso wie für die Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg!“

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