Ergebnisse der Almi-Umfrage
Aufschwung scheint gestoppt

Lahr (st). An der diesjährigen Umfrage der Almi (Arbeitsgemeinschaft Lahrer Mittelständischer Industrieunternehmen) haben sich insgesamt 21 Mitgliedsunternehmen beteiligt. Betriebe, die den unterschiedlichsten Branchen angehören, beschäftigen in Lahr rund 2.500 Mitarbeiter.

Wirtschaftliche Lage

Wie in den vergangenen Jahren, so hatte auch die nun vorliegende Umfrage zu Beginn dieses Jahres das Ziel, Erkenntnisse über die wirtschaftliche Lage der Lahrer Industrie im abgelaufenen Jahr 2019 zu erlangen und die für das neue Jahr formulierten Erwartungen abzufragen. Der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre scheint vorerst gestoppt. Insbesondere die Industrieunternehmen müssen sich aktuell mit einer konjunkturellen Abkühlung auseinandersetzen.
Handelskonflikte sowie eine zunehmende internationale Abschottung wichtiger Industrieländer, konjunkturelle Unwägbarkeiten – sowohl im Inland wie auch im Ausland – aber auch ganz unvorhergesehene Ereignisse, wie beispielsweise aktuell die Virusepidemie, tragen wohl maßgeblich zu dieser Stimmungslage bei.

Nach Auswertung der Fragebögen ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Einschätzung der „allgemeinen Geschäftslage“, zumindest bezogen auf 2019, doch eine leichte Eintrübung festzustellen war. Auch der Blick auf zwei wichtige wirtschaftliche Kennzahlen, nämlich den Umsatz und Ertrag, unterstreichen die eintrübende Tendenz.

Prognosezahlen

Interessant ist der Blick auf die Prognosezahlen für 2019. Hier kann man schon von einer gewissen „Vorahnung“ sprechen. Glücklicherweise schlugen sich die doch deutlichen Umsatzverschiebungen nicht vollends bis auf die Ertragslage der Unternehmen durch. Denn ein Drittel der Betriebe konnten ihre Ertragsseite in 2019 sogar verbessern.

Dass die Verschärfung des Fachkräftemangels nach wie vor die größte Herausforderung für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung darstellt, davon sind knapp 60 Prozent der Befragten überzeugt. Dass dies auch entsprechende Auswirkungen auf die Arbeitskosten haben wird, ist naheliegend. Die Unternehmen räumen einer stärkeren Aus- und Weiterbildung die größten Chancen ein, um wieder aus dieser Misere herauszugelangen. Und so geht nach einem erfolgreichen Start die Jobxpedition, eine Initiative der Almi, 2020 in die dritte Runde. Vom 14. bis 17. April öffnen 13 Lahrer Unternehmen ihre Türen und zeigen interessierten Jugendlichen, dass der Berufsweg nicht zwingend im Hörsaal starten muss.

Trotz einiger offener Fragen und einer zum Teil vorhandenen Ungewissheit schaut die Lahrer Industrie doch verhalten optimistisch in die unmittelbare Zukunft.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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