Elmar Breithaupt, BIM-Koordinator Arbeitsagentur
175 wagen etwas Neues

BIM-Koordinator Elmar Breithaupt ist von dem digitalen Angebot überzeugt.
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  • Foto: Agentur für Arbeit
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg. Er gilt ein wenig als der Vater der BIM: Elmar Breithaupt ist von der ersten Berufsinfomesse an der Koordinator des Erfolgsformats. Im Gespräch mit Christina Großheim erklärt er, auf welche Resonanz das digitale Format stößt und was die Besucher erwartet.

Wie war die Resonanz der Aussteller auf dieses Format? Wie viele Aussteller sind dabei?
Hier muss man zunächst zurückblicken auf die ganz kurze Zeitspanne, die zur Entscheidung führte, dass wir 2021 „digital gehen“. Uns war ja von Anfang an klar, dass es pandemiebedingt keine BIM in realer Form geben kann. Zunächst dachten wir aber an eine Mischung aus realer BIM mit digitalen Elementen bis dann schließlich Anfang Februar die Festlegung erfolgte, dass die BIM in ausschließlich digitaler Form durchgeführt wird. Dies hatten wir dann sofort an die Aussteller übermittelt und dabei aufgezeigt, welche Voraussetzungen – auch technischer Natur – sie erfüllen müssen. Natürlich war die Resonanz sehr gemischt. Einige Aussteller haben aus wirtschaftlichen Gründen wie Umsatzrückgängen durch Corona abgesagt. Andere waren wiederum anfangs skeptisch als wir das neue, rein digitale Format erklärt haben. Über 175 Aussteller bringen aber jetzt den Mut auf, das Neue zu wagen. Und damit sind wir sehr zufrieden. Mit unserem Partner haben wir ja eine einzigartige Möglichkeit geschaffen, bei der sich Besucher durch ihre Avatare mit allen möglichen Anbietern zum Thema Beruf Face-to-Face ganz nahe sein können, ohne Mund-Nasen-Schutz und ganz ohne Ansteckungsgefahr. Diese Videokommunikation aller Teilnehmer ist das, was unsere Aussteller auch schätzen werden.

Gibt es eine Kapazitätsgrenze im virtuellen Raum?
Im virtuellen Raum gibt es viel mehr Möglichkeiten als in der realen Welt, man stößt also an keinerlei Grenzen. Wir haben durch unsere Plattform mit ihrem digitalen Format sowohl für Besucher als auch Aussteller ausreichend Platz zur Verfügung. Jeder Avatar kann sich sowohl im virtuellen Foyer der Baden-Arena als auch in der virtuellen Baden-Arena selbst und der benachbarten Ortenauhalle im digitalen Raum frei und uneingeschränkt bewegen. Um Abstände oder Enge wie bei der realen BIM muss sich keiner Sorgen machen. Wenn Sie sich mal vorstellen, dass schon im letzten Jubiläumsjahr 2015 über 26.000 Besucher sich an zwei Messetagen durch die Messehallen zwängten – ging es schon damals sehr eng zu.

Aus welchen Wirtschaftsbereichen stammen die Aussteller in diesem Jahr?
Da hat sich nur ganz wenig verändert. Wenn man mal beim Anmeldeverhalten davon absieht, dass es eben die allseits bekannten Branchen gibt, die stärker unter den Einschränkungen der Pandemie leiden als andere, also Gastronomie, bestimmte Bereiche des Einzelhandels, Fitnessstudios oder Reisebüros. Da war es für uns nachvollziehbar, dass der ein oder andere derzeit eine Anmeldung als eher weniger sinnvoll erachtete. Wir haben dennoch eine breitgefächerte Ausstellerliste mit der wir aufwarten können: Firmen, die die allergrößte Gruppe ausmachen mit ihren betrieblichen Ausbildungsstellen und einige auch mit ihren Angeboten für ein duales Studium. Aber auch Verbände, Innungen, Kammern, Fachschulen, Hochschulen und die Weiterbildungsträger. Nicht zu vergessen natürlich den Stand der Arbeitsagentur, an dem nicht nur Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services, sondern vor allem auch die Berufsberater den Jugendlichen und gegebenenfalls gerne auch deren Eltern Rede und Antwort stehen. Regional betrachtet kommen unsere Aussteller nicht nur aus dem Ortenaukreis. Neben den angrenzenden Nachbarbezirken können wir auch mit Ausstellern aus Mittelsachsen, Köln, Langen, Berlin oder gar Lichtenstein aufwarten. So gesehen ist – wie bei den realen Berufsinfomessen der Vorjahre – wirklich für jeden Besucher etwas Passendes dabei!

Woher kamen die Besucher in den vergangenen Jahren? Wird das digitale Format den Einzugsbereich vergrößern?
Nach anfänglichen 5.500 Besuchern der ersten BIM im Jahr 2001 hatten wir in den vergangenen Jahren immer beständig über 20.000, bis zuletzt sogar über 26.000 Besucher. Unterschiede zu den Veranstaltungen der Vorjahre wird es auf alle Fälle geben. Bisher war der Wohnort von über 90 Prozent der Besucher tatsächlich die Ortenau. Die restlichen Besucher kamen aus angrenzenden Regionen und Städten wie zum Beispiel Emmendingen oder Bühl. Wie viele Besucher die digitale BIM tatsächlich besuchen werden, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen. Es ist ja unsere erste digitale BIM und da bewegen wir uns auf Neuland. Feststeht aber schon jetzt, dass es einen höheren Anteil an Besuchern von außerhalb der Ortenau geben dürfte. Wer 2021 unsere BIM besuchen möchte, muss jetzt nicht mehr lange Anfahrtswege auf sich nehmen. Unsere diesjährige BIM kann ja vom heimischen Wohnzimmersessel aus – auch wenn der in München steht – ganz bequem mit dem Avatar besucht werden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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