Herzhaftes aus dem Backofen
Im Winter wärmt ein Auflauf von innen

Gerichte, die aus dem Backofen kommen, sind genau das Richtige, für die kalte Jahreszeit.
  • Gerichte, die aus dem Backofen kommen, sind genau das Richtige, für die kalte Jahreszeit.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Eigentlich braucht es nicht viel, um einen Menschen satt zu machen: eine feuerfeste Form, verschiedene Zutaten und einen heißen Backofen – schon lässt sich ein leckerer Auflauf zaubern. Die Zutaten können frisch gekauft werden oder Reste aus dem Kühlschrank lecker zu einem neuen Gericht kombiniert werden.

Zu Beginn steht eine wichtige Entscheidung: Welche Grundzutat soll es sein? Denn in einen Auflauf passen sowohl Kartoffeln als auch Nudeln als Sattmacher – sogar mit Reis lassen sich Ideen verwirklichen. Das Schöne an diesem Gericht ist, dass es mit und ohne Fleisch, vegan oder vegetarisch zubereitet werden kann.

Wer Kartoffeln wählt, der sollte sich für eine festkochende oder vorwiegend festkochende Sorte entscheiden. Denn dann bleiben die Scheiben, in welche die vorgekochten Erdäpfel geschnitten werden, besser in Form. Die reinste Form eines Kartoffelauflaufs ist ein Gratin: Dazu werden rohe Kartoffeln in hauchdünne Scheiben gehobelt und in Sahne vorgekocht. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Muskat gewürzt wird die Mischung in eine flache Auflaufform gegeben und im Backofen solange gegart, bis die Deckschicht goldgelb ist. Ein perfekter Begleiter von Fleisch- oder Fischgerichten, die mit wenig Soße serviert werden.

Sahne und Kartoffeln sind eine gute Kombination in einem Auflauf. Die einfachste Soße, die man zubereiten kann, besteht aus Sahne und Schmand, die über die Kartoffeln und das Gemüse – beispielsweise Blumenkohl – gegossen werden. Mit gedünsteten Zwiebeln und Knoblauch vermischt und geriebenen Käse obenauf kommt alles in den Backofen. In knapp einer Dreiviertelstunde ist ein leckeres Essen fertig.

Auch Béchamelsoße eignet sich dafür, Kartoffeln, Gemüse und fleischliche Zutaten miteinander zu vereinen. Der Käse sorgt für einen krönenden Abschluss. Beliebt ist eine Mischung aus Eiern und Sahne, die während des Garens im Backofen stocken. Die Kartoffeln müssen nicht unbedingt vorgekocht sein, es gibt Rezepte wie einen Sauerkrautauflauf, in denen die Scheiben erst im Backofen gar werden. Das dauert dann allerdings entsprechend länger.

Ein in Frankreich beliebtes Gericht ist Hachis Parmentier. Das bereiten französische Hausfrauen zu, wenn es schnell gehen soll. Würzig angebratenes Hackfleisch wird mit Kartoffelbrei bedeckt im Backofen überbacken. Etwas Ähnliches gibt es in England unter dem Namen "Shepard's Pie". Hier gehört nur unbedingt noch geriebener Cheddarkäse dazu. Überhaupt sind die englischen Pies im Prinzip nichts anderes als Ofengerichte: Gemüse, Fleisch und Fisch wird mit einer Deckschickt – das kann auch Blätterteig sein – bedeckt gebacken.

"Al forno" nennen es die Italiener, wenn sie Pasta in den Backofen geben. Am liebsten mit Tomatensoße oder als lecker gefüllte Lasagne oder Canelloni. Aber auch gefüllte Nudelsorten wie Tortellini wandern mit einer Soße in den Backofen. Deutsche Nudelaufläufe sind weniger saftig: So bestehen die heiß geliebten Kässpätzle aus dem Badischen streng genommen nur aus Spätzle und Käse. Gekrönt wird diese Wonne für einen Herbst- oder Wintertag mit gerösteten Zwiebeln. Die US-amerikanische Variante dieses Seelenfutters wird Mac 'n' Cheese genannt: Kurze Röhrennudeln werden im Backofen in einer Béchamel-Käsesoße gebacken – einfach unwiderstehlich.

Sogar im sonnigen Griechenland gibt es einen Auflauf: Moussaka besteht aus Hackfleisch, Auberginen und Kartoffeln. Gekrönt wird die Mischung von einer cremigen Béchamelsoße. In diesem Fall ist es wichtig, die Reihenfolge der Schichten einzuhalten: Aus dem Hackfleisch wird eine würzige Soße zubereitet. Die Auberginen werden in Scheiben geschnitten und in der Pfanne angebraten. Die unterste Schicht besteht aus Kartoffelscheiben. Dann folgen im Wechsel Auberginen und Hackfleisch, zum Schluss wird die Béchamelsoße darübergegossen und alles im Ofen überbacken.

Es gibt sogar süße Aufläufe, wenn man an den österreichischen "Scheiterhaufen" denkt. Hierbei werden in Eiermilch getränkte Brotscheiben mit Äpfeln aufgeschichtet und im Ofen gebacken. Was nicht fehlen darf, ist Zucker, Zimt, Mandelstifte und Vanillesoße.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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