Shorts Film Festival vom 21. bis 24. April
Wirklichkeitsträume im Kino

Offenburg (st) Vom 21. bis 24. April verwandelt das shorts film festival (sff) der Hochschule Offenburg die Forum Cinemas in Offenburg wieder in einen Ort der Begegnung für junge Filmschaffende. Aus 620 Filmeinreichungen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz wurden diesmal insgesamt 72 Werke für den trinationalen studentischen Wettbewerb ausgewählt. Sie zeigen facettenreich und eindringlich, was die Studierenden aktuell bewegt. Der junge Blick auf die Welt ist dabei mitunter skeptisch, anklagend und dystopisch, aber auch neugierig, unverschämt frech und intelligent – er zeigt Wirklichkeitsräume und eröffnet vor allem Möglichkeitsräume. In Zeiten eines verunsichernden Wandels unserer demokratischen Gesellschaften ist dies bedeutender denn je.

13 Blöcke

Insgesamt umfasst das sff 13 Wettbewerbsblöcke: Sieben Blöcke bieten eine Mischung aus Kurz-, Mittellang- und Animationsfilmen, fünf sind reine Dokumentarfilmblöcke und nach dem großen Erfolg 2025 gibt es erneut einen reinen Animationsfilmblock. Diesen hat diesmal der neue Professor für Animation der Hochschule Offenburg, Peter Kaboth, mit kuratiert. Drei unabhängige Fachjurys treffen die Entscheidung darüber, welche Filme bei der Preisverleihung am Freitag, 24. April, ab 19 Uhr ausgezeichnet werden. Die Jury für Kurz-, Mittellang- und Animationsfilme bilden der bekannte Filmemacher Pepe Danquart, der künstlerische Leiter der Internationalen Hofer Filmtage Thorsten Schaumann, die Trickfilmerin, Autorin und Zeichnerin Urte Zindler sowie der Autor und Regisseur Max Disbeaux.
Die Jury Dokumentarfilm besteht aus Gudrun Hanke-El Ghomri (Arte-Beauftragte des SWR für Dokumentarfilm), Michaela Kobsa-Mark (Dokumentarfilmerin) und Erik Winker (Filmproduzent). Die Jury Klang bilden Karolina Trybala (Sängerin) und Max Schlichter (Musiker). Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben: in den klassischen Kategorien Bester Kurzfilm, Bester Animationsfilm, Bester Mittellangfilm, Bester Dokumentarfilm sowie für den besten Filmklang, die beste Kamera, den Preis für die beste Produktion der Hochschule Offenburg, den Sonderpreis der Jury und den Freiheitspreis der Stadt Offenburg. Außerdem prämiert die Leserjury der Mittelbadischen Presse den Gewinnerfilm des Leserpreises. Und auch das Publikum wird wieder mitentscheiden: In jedem Wettbewerbsblock wählt das Publikum einen Favoriten, der mit 100 Euro prämiert wird. Die Preisverleihung wird moderiert von Kai Wißmann und live begleitet von der sich jedes Jahr neuformierenden sff-Band der Medienfakultät.

Lebendige Gespräche

Neben den Filmvorführungen kann sich das Publikum auf lebendige Gespräche und Diskussionen mit den anwesenden Filmemachern freuen. So wird Markus Birkle, Professor für Musik und Sound der Hochschule Offenburg, in Interviews mit den Filmschaffenden beispielsweise den Fokus auf die akustischen Elemente der Filme richten. Ebenfalls im spannenden Rahmenprogramm mit dabei: der Film STAU/FALL. Der Film, der im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts BECOMING RIVER, das den Fluss Murg als terrestrisches System untersucht, entstanden ist, dokumentiert eine Performance und ein Konzert an der Schwarzenbachtalsperre.
Im Anschluss an das Screening diskutieren der Geograph Rüdiger Glaser von der Universität Freiburg, Prof. Daniel Fetzner, Ephraim Wegner und Adrian Schwartz über das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft. Im Rahmen der von Prof. Sabine Burg de Sousa Ferreira initiierten Kooperation mit Hochschulen in Mainz wird für angemeldete Studierende zudem der Workshop „Dok-Lab“ zur Stoffentwicklung angeboten. Dabei coachen die SWR-ARTE Redakteurin Gudrun Hanke-El Ghomri und der Kölner Filmproduzent Erik Winker die Studierenden mit dem Ziel, Filmideen für dokumentarische Formate bis zur Marktreife zu entwickeln. Hinzu kommen noch ein Seminar zum Thema Selbstdarstellung der Regie und das Screening des Mittellangfilms „Lehitraot“, gedreht auf 65-mm-Kodak-Film. Letzteres wird durch ein Panel über die Kameraarbeit und die außergewöhnliche Produktion auf dem Filmmaterial, das auch manche neuen Blockbuster wieder verwenden, ergänzt. Ein Singer-Songwriter-Frühstück, ein Screening einer Serie von Medienstudierenden der Hochschule Offenburg, Dauerinstallationen im Billetschen Schlösschen und sff-Konzert & Party runden das Rahmenprogramm ab.
Das komplette Programm des sff gibt es unter www.shorts-offenburg.de.
In diesem Jahr wird das trinationale studentische Filmfestival im Übrigen zum ersten Mal vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziell gefördert. „Die Förderung honoriert insbesondere die langjährige kulturelle Qualität des Festivals, wie auch die künstlerische und gesellschaftliche Relevanz der eingereichten Filme“, erläutert Prof.in Sabine Burg de Sousa Ferreira, die künstlerische Leiterin des Festivals. Sabine Burg, Ania Berger (zuständig für Programm und organisatorische Leitung) und Kai Wißmann (Programmdirektor und Moderator des Festivals) bilden seit 2025 gemeinsam die Festivalleitung der shorts.

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