BIM-Koordinator Elmar Breithaupt im Gespräch
Ausbildungsangebote stellen Löwenanteil

Elmar Breithaupt mit BIM-Cityroller
  • Elmar Breithaupt mit BIM-Cityroller
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Offenburg (rek). Zu den Machern der Berufsinfomesse gehört ohne Zweifel von Beginn an Elmar Breithaupt von der Agentur für Arbeit. Er kennt die Inhalte, Aussteller und Besonderheiten der BIM am 12. und 13. Mai.

Gibt es im Rahmen der BIM auch Elemente aus dem Bereich Infotainment?
Wenn ich rückblickend die Entwicklung der BIM betrachte, so hat sich in 17 Jahren sehr viel verändert. Bei der allerersten BIM im Gebäude der heutigen Arbeitsagentur konnte ich am Aufbautag noch den ein oder anderen Aussteller unterstützen, wenn es darum ging die übersichtliche Standausstattung und Flyer vom Auto ins Gebäude zu tragen. Heute inzwischen unvorstellbar, wenn Sie sich ansehen, welche Mühe sich die Aussteller mit ihren Ständen auf dem Messegelände geben. Natürlich hat sich nicht nur die Größe und Professionalität der Stände gewaltig verändert, sondern auch die Art und Weise der Präsentation. Die BIM-Aussteller heute informieren nicht nur, sondern wollen auch die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie kombinieren Informations- und Unterhaltungsformate, um Besucher auf unterhaltende Weise zu fesseln. Dies können Gewinnspiele sein, aber auch Mitmachangebote unter Einsatz berufstypischer Gegenstände und Arbeitsmittel. Ich persönlich, in meiner Eigenschaft als BIM-Koordinator, liebe „Eyecatcher“ als Blickfang und Hingucker und diesbezüglich lassen sich Aussteller immer sehr viel Gutes einfallen.

Wie ist die Entwicklung bei der Zahl und den Angeboten der Aussteller?
Das zahlenmäßig sehr hohe Niveau der Vorjahre konnte gehalten werden: es werden sich also erneut mehr als 360 Aussteller präsentieren. Darüber hinaus wurde aber auch von Ausstellerseite mehr Fläche geordert, so dass alle erdenklichen Raumreserven in den Messehallen ausgeschöpft werden mussten. Wenn ich mir die von Ausstellern angegebenen Angebote ansehe, stelle ich fest, dass die bisher von uns in den Vorjahren benutzte Formulierung „2.000 oder 2.300 Angebote aus den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Praktikum, Studium, Ausland, Neuorientierung und Wiedereinstieg“ nicht mehr stimmt. Inzwischen sind es über 2.500 Angebote. Ich mache das fest an der Tatsache, dass alleine die Hochschulen unter den diesjährigen BIM-Ausstellern zusammengerechnet nahezu 500 Studiengänge anbieten. Zu den einigen hunderten Weiterbildungs-Angeboten kommen natürlich noch die sehr vielen Ausbildungs-Angebote dazu, die mit über zwei Dritteln immer noch den Löwenanteil der BIM ausmachen. Häufig bieten Ausbildungsbetriebe und – einrichtungen bis zu zehn verschiedene Ausbildungsberufe an.

Regionale, landesweite, bundesweite, internationale Aussteller: Wer nutzt die BIM?
Unsere Aussteller stammen zu 65 Prozent (Vorjahr: 61) aus der Ortenau, 30 Prozent (Vorjahr: 33) sind aus anderen Regionen Baden-Württembergs. Drei Prozent (Vorjahr: fünf) kommen aus dem Rest Deutschlands, also Berlin, Bönen, Frankfurt/Main, Hüllhorst, Handewitt, Köln, Kiel, Münster, München und Telgte. Darüber hinaus sind auf der BIM auch drei ausländische Aussteller vertreten. Somit gibt es in unserem Raum keine andere vergleichbare Berufsmesse, die eine so breite regionale Streuung hat – aber auch keine andere Veranstaltung, die eine solche komplette und umfangreiche Palette beruflicher Möglichkeiten für Jung und Alt abdeckt.

Stellen Sie einen neuen Trend bei den Ausstellern fest?
Eindeutig, die Tendenz, sich noch breiter und aufwändiger darzustellen als in den Vorjahren. Dies zeigt sich auch daran, dass die Aussteller mehr Fläche gebraucht haben. Außerdem wird mehr Wert auf Aktionen gelegt, durch die unsere BIM-Besucher Gelegenheit haben, sich zu beteiligen – selbst Hand anzulegen, zu fühlen, zu riechen, zu schmecken. Das kommt bei den Jugendlichen gut an.

Welche Exoten sind bei Ausbildungsberufen oder Studienmöglichkeiten unter den Angeboten?
Da bietet die BIM neben den traditionellen Berufsbildern eine ganze Menge: Wer zum Beispiel wissen will, wie man Art-Direktor werden kann, erfährt dies bei Hubert Burda Media (Stand 360), über die Studiengänge Assyrologie oder Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte informiert die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (172). Bei der Stadtverwaltung Kehl (159) kann sich informieren, wer Feuerwehrmann oder Rettungsschwimmer werden möchte. An der Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik Freiburg (100) kann man auch Culinary Arts und Food Management oder Sport- und Eventmanagement studieren. Facility-Manager lässt sich oft mit Hausmeister übersetzen, allerdings wird am Studiengang Facility-Management, Technisches Gebäudemanagement von der Hochschule Heidelberg (124) oder der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (126) gezeigt, dass man dies auch tatsächlich studieren kann. Neben vielen anderen Berufen kann man beim Europa-Park (Nr. 379) auch zum Maßschneider die nötigen Infos abholen. Eur-Aka aus Baden-Baden (160) steht auch dafür, wie man Wedding-Planner wird. Wie man Kunsttherapeut werden kann, erklärt die Kunstschule Offenburg (120). All das ist bequem schon zu Hause auf der Couch recherchierbar: Mit dem BIM-Finder.

Autor:

Daniel Hengst aus Lahr

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